"... ist mit Sicherheit die Roggenmühle. Der überdachte Biergarten (hier ist Selbstbedienung, im Restaurant und auf dem Restaurantbalkon) mit dem angrenzenden Kinderspielplatz lässt sich problemlos mit jeder Kinderbetreuung nutzen. Es gibt interessante Spielgeräte wie einen alten Traktor sowie Schaukeln und Wippen aus robustem Holz. Mein Interesse galt immer den Spezialitäten des Hauses, und diese sind die frischen Forellen aus eigenen Teichen. Ob Müllerin Art oder Forelle blau aus dem Wurzel Sud mit zerlassener Butter und Salzkartoffeln. Zudem gibt es geräucherte Forellen aus Buchenrauch mit Sahnemeerrettich, Butter und Brot. Je nach Größe kostet 100 g 3,50 Euro. Wer Schwäbisches wie Kutteln, Flädlesuppe oder Ähnliches mag, wird ebenfalls fündig; auch für Kinder, Senioren und mit der Vesperkarte ist dieser Bereich abgedeckt. Warme Gerichte gibt es an Sonn- und Feiertagen von 11:30 bis 20:00 Uhr, an Wochentagen von 11:30 bis 14:00 Uhr und von 16:30 bis 21:00 Uhr. Sehr freundlich und herzlich finde ich das weibliche Servicepersonal, das mit allen im Wirtshaus-Dialekt spricht (den ich so sehr liebe und der mich an einen Teil meiner Kindheit erinnert, die ich in Wirtshäusern verbracht habe). Bei der Bestellung meiner gebratenen Forelle Müllerin Art mit Salzkartoffeln (13,50 Euro) wurde auch gefragt, ob ich sie separat gereicht haben möchte. Ob ein Austausch von Salzkartoffeln gegen Bratkartoffeln möglich sei, konnte nur in der Küche erfragt werden und war ohne zusätzliche Kosten möglich. Nachdem ich selbst etwas Fisch hinzugefügt hatte, stellte ich schwankende Qualitäten fest. Sicherlich frisch, aber nicht so frisch, wie ich sie geschmacklich an anderen Orten probiert habe. Es ist schade, dass die gebratene Forelle in eine Weißweinsauce schwimmen musste. So war die Haut darin. Die Pommes waren in einer extra Schüssel serviert. Als ich über das Preis-Leistungs-Verhältnis nachdachte, wurde ich nachdenklich, als ich in DM umschaltete und eine einzelne Forelle fand, deren Zubereitung keine kulinarische Kunst erfordert, für 27 DM. Kurz vor dem Bezahlen und nach einem kurzen Blickkontakt mit meinem Gegenüber war klar, dass es kein Trinkgeld für eine Rechnung gibt, die in Form eines Schmierzettels kommt. Mehrmals nahm ich auch geräucherte Forellen, die vakuumiert sind. Manchmal waren sie sehr zart innen und ein Genuss, ein anderes Mal jedoch weiß, trocken und vielleicht schon eine Weile. Das Fischbesteck passt hier nicht zum Rest. Wir saßen auf der Balkonterrasse. Alles ist recht einfach, eher auf Rafter als auf gemütliche Feinschmecker ausgerichtet. Man sitzt an einfachen Holztischen mit Holzstühlen, die sehr dünne Sitze haben. Die Balkonbrüstung könnte ebenfalls etwas Farbe vertragen, und ich würde einen Besuch der sanitären Einrichtungen nur im Notfall empfehlen. Der Boden ist gefliest und der Eimer mit benutzten Papiertüchern ist regelmäßig voll. Da sie im Erdgeschoss am Eingang liegen, werden sie sicherlich auch von Nicht-Gästen genutzt und dann entsprechend hinterlassen."