Putsch Dänemark
Blaue Adria

Blaue Adria

Wallstädter Weg 17, 63762 Großostheim, Deutschland, Germany

Cafés • Sushi • Pizza • Vegetarisch


"Allgemein Am Samstag beschlossen wir kurzfristig, zusammen mit zwei befreundeten Paaren am Sonntag mal wieder zu Hause die Küche kalt zu lassen und den Schlemmerblock zum Einsatz zu bringen. Eigentlich sollten es die Bachgaustuben in Großostheim sein. Aber, wer sonntags zum Mittagessen nicht vorher telefonisch reserviert, braucht sich nicht zu wundern, dass bei unserer Ankunft auf dem großen Parkplatz von den wartenden Freunden, die mittlerweile zu fünft waren, da sich noch eine Schwester meiner Frau anschloss, offeriert wurde, dass das Lokal von Mitte Februar bis Mitte März Betriebsferien hat. Am Vormittag hab ich mir schon mal auf deren Website angeschaut, was wir denn so essen könnten, leider nicht die Öffnungszeiten angeschaut, da las ich dann am Abend den Hinweis mit den Betriebsferien.   Also musste schnellstens Plan B aus der Tasche gezogen werden. Das war gar nicht so einfach. Der nur ca. 150 m entfernt liegende Schwanenkeller, der auch im Schlemmerblock gelistet ist, hatte zwar noch zwei Parkplätze für uns frei, doch das Lokal war restlos besetzt und so ging die Suche weiter. Sch… auf den Schlemmerblock, gehen wir also mal in den Ederkeller, in diesem Fall halt ohne Block. Dort wurde uns um 12.45 Uhr offeriert, dass wir gerne gegen 14 Uhr noch mal nachfragen können. Wir sind ja flexibel und so kam uns nur noch eine Möglichkeit in den Sinn, die Blaue Adria in der DJK-Halle. Da sind die Chancen wohl am besten, noch unterzukommen, da das Restaurant über eine große Menge an Plätzen für hungrige Gäste verfügt.   In der dortigen Blauen Adria haben wir schon sooft gespeist. Vor der DJK-Halle befindet sich ein großer Parkplatz, das müsste klappen. Was soll ich sagen. Wir kommen mit zwei Autos dort gleichzeitig an. Freie Parkplätze Fehlanzeige. Gott sei Dank stellte sich heraus, dass die danebenliegende Indoor-Spielhalle an diesem verregneten Sonntag von zig Familien mit ihren Kindern aufgesucht wurde und dabei auch die Parkplätze vor der DJK-Halle belegt wurden. Die Mitfahrer wurden schon mal ins Restaurant geschickt, die Fahrer begaben sich auf die Suche nach einem Parkplatz. Nun ja, nicht allzu weit weg fanden sich dann noch an der Straße Möglichkeiten zu parken.     Der Service   Als ich dann als Letzter von uns das Restaurant betrat, war der Service gerade damit beschäftigt für uns sieben Personen zwei Vierer-Tische zusammenzustellen. Das Restaurant war zu diesem Zeitpunkt auch sehr gut besucht, doch wir kamen noch unter. Die Odyssee war somit beendet.   Nachdem wir unsere Jacken an die vorhandenen Garderobehaken hängten, begaben wir uns direkt auf unsere Plätze an den zusammengestellten Tischen. Hier wurden wir schon von zwei Kellnern erwartet. Der eine gab jedem von uns eine Speisekarte in die Hand, der andere fragte gleich nach unseren Getränkewünschen.   Da uns die Lokalität und ihr Angebot im Großen und Ganzen bekannt war konnte ein jeder auch sofort seine Getränkebestellung aufgeben. Die Damen freuten sich auf einen Plavac (0,2 l, 3,50 € , dazu ein Sodenthaler Mineralwasser und drei Gläser (0,7 l, 3,30 € . Die Vierte im Bunde trank Spezi (0,4 l, 2,80 € . Die Herren löschten ihren Durst mit Bier vom Fass, Schlappeseppl Pils und Schlappeseppl Urbräu (jeweils 0,4 l, 2,40 € .   Nachdem rasch die wohl temperierten Getränke serviert wurden, konnte es an die Bestellung der Speisen gehen. Hierbei wurde uns dann mitgeteilt, dass man sich für die Beilagensalate am reichhaltigen Salatbuffet selbst bedienen muss. Nichts Neues für uns, wir wussten Bescheid.   Aufs Essen musste auch nicht lange gewartet werden, schon kurz nachdem jeder seinen Salat verputzt hatte, war es soweit. Der Kellner brachte erst vier Essen auf einmal, drehte sich auf dem Absatz rum und kehrte unverzüglich mit den drei restlichen Tellern zurück. Wartezeit nach dem Betreten des Restaurants bis zu diesem Zeitpunkt gerade mal eine halbe Stunde, trotz großen Andrangs. Das sieht doch wirklich nach guter Organisation des Teams aus. Hatten wir dort auch schon anders erlebt.   Aufmerksamkeit herrschte auch beim Getränkenachschub, der schon kurz nach dem letzten Schluck aus dem Glas erfragt wurde und auch wieder zügig serviert wurde. Die üblichen Schmeicheleinheiten, wie z. B. hat es ihnen geschmeckt oder brauchen sie noch was, fehlten auch nicht. Zum Abschluss wurden wir noch nach einem Dessertwunsch gefragt, den wir aber aufgrund des erreichten Sättigungsgrades verneinten.   Beim Bezahlen wurde der Bon ausgedruckt und die einzelnen Positionen für die Paare auf einem Block jeweils separat berechnet. Dies ging zügig vonstatten und wurde mit einem heißen Julischka für jeden von uns aufs Haus begleitet. Heiß war aber nicht mehr, eher lauwarm, aber wer schaut schon einem geschenkten Gaul aufs M…!   Alles in allem hatte der Service aus unserer Sicht einen guten Tag, wie wir ihn bei unseren letzten Besuchen nicht immer erlebt hatten. Aus diesem Grund 3,5 GG-Sterne.     Das Essen.   In der üblichen Speisekarte (Ledereinband und laminierte Seiten befinden sich jede Menge Gerichte von kroatischen Schmankerln über deutsche Küche bis zu Pizza und Pasta. Ich schätze mal, knapp 100 Gerichte werden es wohl sein. Wenn nicht noch ein paar mehr. Man kann es auf dem Foto des Schaukastens zwar nicht lesen, aber erahnen, wie viele verschiedene Gerichte angeboten werden.   Es grenzt aus diesem Grund aus meiner Sicht schon fast an ein Wunder, dass trotzdem alle Gerichte zügig serviert werden und auch noch wirklich gut schmecken. Nicht umsonst ist die Blaue Adria besonders sonntags durchgehend sehr gut besucht. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt sind wohl auch die humane Preissituation und die großzügigen  Portionen.   Aus dem Wissen um die großen Portionen habe ich mir z. B. nur den Seniorenteller vom Lammfilet mit Bratkartoffeln und Gemüse (12,90 € bestellt. Drei Filetstücke von bester Zartheit, schön medium lagen auf dem Teller, darauf eine Scheibe Kräuterbutter (ich schätze von Meggle o. Ä. . Die Bratkartoffeln sehr gut gebraten. Über dem Gemüse, Brokkoli und Blumenkohl etwas Sauce Hollandaise (wohl ein Fertigprodukt . Egal, es hat geschmeckt und ich war satt.   Schätzchen entschied sich für ein Zwiebelschnitzel, paniert und ebenfalls mit Bratkartoffeln (8,90 € . Das Schnitzel groß und zart. Darauf die Zwiebeln, schön glasig gebraten. Ihr hat es geschmeckt, aber die Portion war letztendlich doch etwas zu groß, so dass ich den letzten Bissen Fleisch noch abbekam. Das Zwiebelschnitzel wurde auch noch von einer weiteren Person geordert und für gut befunden.   Gleiches trifft auf die weiteren Gerichte zu: Als da wären: Senioren Grillspieß (1 Scheibe Leber, 3 Cevapcici und ein kleines Schweinesteak 7,90 € , Rinderleber mit Bratkartoffeln (8,90 €  sowie zweimal Ungarische Pfanne (12,90 € . Letztendlich waren wir alle sehr zufrieden.   3,5 GG-Sterne     Ambiente   Das Restaurant besteht aus einem großen L-förmigen Raum, der durch eine Schiebetür auch verkleinert werden kann. Gestern war sie offen. Die Tische alle mit hellen Tischdecken versehen, die Stühle mit Hussen versehen. Man sitzt bequem. Auf den Tischen Pfeffer- und Salzstreuer, Teelichter, die auch angezündet werden, Papier-Servietten und Bestecke. Im Sommer kann man schön auf einer großen Terrasse draußen sitzen.   Alles ist ebenerdig, also auch für Rollstuhlfahrer und sonstige Gehandicapte geeignet. Die Toiletten befinden sich außerhalb des Restaurants auf der gleichen Ebene und sind der Schwachpunkt. Sie gehören zur Halle und werden von Sportlern, Besuchern, Restaurantgästen gleichermaßen benutzt und haben auch schon viele Jahre auf dem Buckel. Da wäre eine Renovierung durchaus mal angebracht.   Dies mindert das Ambiente etwas und lässt mich auf gerade noch okay kommen.     Fazit:   In etwas größeren Abständen kann man dort immer wieder mal einkehren. Das PLV ist in Ordnung und auch das Essen schmeckt meistens gut. Auch unter der Woche gibt es viele reizvolle Sonderangebote. Den Geldbeutel freut es auf alle Fälle.   3,5 – wenn es sich ergibt, wieder"

Restaurant Friesenstube

Restaurant Friesenstube

Rohrgasse 2 | Arzheim, 76829, Landau in der Pfalz, Rhineland-Palatinate, Germany, Landau-Arzheim

Tee • Salate • Deutsch • Desserts


"Angenommen ich würde bei meinem nächsten Nordsee Urlaub in Büsum eine Pfälzer Weinstube – wenn es denn eine solche dort gäbe – besuchen und im Inneren dieser Weinstube würde mich so ziemlich jedes Accessoire an meine geliebte Pfalz erinnern. Würde ich mich zwischen handbemalten Elwetritschen, liebevoll auf dem Flohmarkt erstandenen Weindevotionalien oder gar einem „Teufelstisch“ aus Pappmaché wohlfühlen? Ich glaube nur bedingt. Genauso geht es wahrscheinlich einem Norddeutschen von der Wasserkante, wenn er in das vor dekorativer Küstenfolklore nur so strotzende Traditionslokal im Landauer Stadtteil Arzheim kommt. Um jedoch die Erinnerungen an den letzten Frieslandurlaub in kulinarischer Hinsicht wachzuhalten oder den bevorstehenden Aufenthalt am norddeutschen Strand zu verkürzen, dafür ist die Friesenstube sicherlich die richtige Adresse. Und das seit vielen Jahren schon.   Der rustikale Gastraum, dessen freiliegende Fachwerkbalken raumtrennend wirken, gleicht einem norddeutschen Souvenirladen, in dem es einiges zu entdecken gibt. Ob Störtebeker Marionette, Buddelschiffe, Deko Leuchttürme, Knoten Collage, allerlei Zubehör aus Großmutters friesischer Küche oder Drehorgel, an Wand und Decke tummeln sich so jede Menge Requisiten aus dem Antiquariat alter Seebären. Und Hans Albers singt dazu im Hintergrund von Ferne und Wiederkehr. Ganz schön starker Tobak für das „bergische Volk“ wie mein Kollege aus dem Stadtstaat Bremen wohl anerkennend konstatieren würde. Aber genau das macht eben die Friesenstube aus. Und die Gäste fühlen sich in dieser „Küstenklause“ sichtlich wohl. Vielleicht kommen ja viele von ihnen gerade wegen dieser pittoresken Einrichtungsmelange, die das Erscheinungsbild der Gaststube prägt. Das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und liegt zentral im Ortskern von Arzheim. Parkplätze gibt es ein paar wenige direkt vor dem Haus. Wenn man da nichts findet, gibt es in den abzweigenden Seitenstraßen genügend Möglichkeit den Boliden abzustellen. Bevor wir uns auf den Weg machten, genügte ein kurzer Anruf, um zu erfahren, dass noch Platz für zwei Personen wäre. Dass sich das Lokal im Laufe des Montagabends komplett füllte, überraschte mich nicht. Die Friesenstube besitzt seit Jahren einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Südpfalz und darüber hinaus. Dauerhaft empfohlen von Meiningers „Restaurantführer Pfalz“ und „Espresso“, dem Gastroguide für die Metropolregion Rhein Neckar, kocht hier seit nunmehr 17 Jahren der von der nordfriesischen Insel Föhr stammende Küchenmeister Rüdiger Ebsen seine Version einer deftigen Küstenküche mit friesischen Spezialitäten und Fisch von der Waterkant. Und die kommt beim Publikum gut an. Viele Stammkunden stellen seit Jahren eine treue Gästeklientel, wie mir Herr Schöner, Vater der Serviceleiterin Silvia Schöner Ebsen, erzählte. Seine Tochter Silvia hat als gelernte Hotelmeisterin den Service gut im Griff. Sie agierte an unserem Besuchsabend äußerst umsichtig und mit routinierter Freundlichkeit. Um den Plausch mit den Gästen kümmert sich in erster Linie ihr Vater, der gerne die Tische „abklappert“, um seine Gäste bei Laune zu halten. Und bei bekannten Gesichtern setzt er sich gerne auch mal dazu, um mit den Leuten ein wenig zu schnacken, wie man auf plattdeutsch sagt. Alles sehr familiär, alles sehr heimelig in dieser norddeutschen Gastro Enklave mitten in der Südpfalz. Bei unserer Ankunft waren wir noch die einzigen Gäste, was sich jedoch rasch ändern sollte. Schön, dass sich Herr Schöner ein wenig Zeit nahm, um bei uns „neuen Gästen“ ein wenig die Lage „abzuchecken“. Nachdem wir den kleinen, mit ein paar Tischen und einem Strandkorb ausgestatteten Innenhof passiert hatten und uns ein freundliches „Moin Moin“ übrigens auch als gerahmter Gruß von der Wand! empfing, durften wir uns einen der Tische im hinteren Bereich des lediglich 40 Gästen Platz bietenden Gastraumes aussuchen. Die schweren, holzverkleideten Schatz bzw. Speisenkarten wurden uns gereicht. Dazu eine kleine Schiefertafel mit den Tagesempfehlungen. Da wurde natürlich der Spargelzeit mit ein paar Gerichten kulinarisch Tribut gezollt. Warum auch nicht? Ich entschied mich für die Spargelcremesuppe mit Garnelen 5,90 Euro vorweg, während meine Begleitung die Büsumer Krabbenrahmsuppe 6,90 Euro aus der gut sortierten Speisenkarte zum Einstieg wählte. Letztere kommt traditionell mit Weinbrand oder Cognac verfeinert auf den Tisch. Ihr einzigartiges Aroma erhält sie durch die konzentrierte Krebsbutter. Mit ein paar Nordseekrabben als Einlage war das ein wirklich aromatisches Suppenerlebnis, das im krassen geschmacklichen Gegensatz zu meiner eher neutral gewürzten Spargelsuppe stand. Die Folge: nach erfolgreicher Halbierung der Tellerinhalte wurden diese einfach getauscht. So durfte jeder von uns eine herzhaft gehaltvolle und eine etwas zurückhaltender abgeschmeckten Variante genießen, was in der Summe natürlich kein Nachteil war. Das Speisenangebot, das man in der Friesenstube offeriert, fällt aus meiner Sicht etwas zu üppig aus. Ganz allgemein ist mir eine auf wenige Gerichte reduzierte Karte lieber. Die Schiefertafel mit dem Tagesangebot, das aus vier Hauptgängen, einer Vorspeise sowie einer Aperitif und Weinempfehlung bestand, reichte mir an diesem Abend vollkommen aus. Der aus der St. Laurent Traube gekelterte Rosé namens „Pretty in Pink“ vom „lagenhaften“ Birkweiler Weingut Kleinmann Viertel für 5,20 Euro wurde als passender Fischbegleiter auserkoren. Der bereits erwähnten Spargelsuppe folgte als Hauptgang Seelachsfilet an Bärlauchsoße mit Bandnudeln und kleinem Beilagensalat 15,90 Euro . Meine Begleitung wälzte indes den Schmöker mit dem schweren Holzumschlag. Darin waren acht Vorspeisen, darunter einige überaus lecker klingende Gerichte mit Meeresbezug Krabbenpfännchen, Matjesfilet, Muschelspiess, etc. , drei Suppen die Holsteiner Grünkohlsuppe darf da natürlich nicht fehlen! , ein gutes Dutzend Fischgerichte z.B. Halligbrot, Seehundsfrühstück oder ganze Kutterscholle sowie ein paar friesische Spezialitäten z.B. Grünkohlplatte und Labskaus vermerkt. Zusätzlich kommt man dem Pfälzer Fleischesser mit den üblichen Schweinereien Bratwurst, Leberknödel, Saumagen, Schweinelendchen kulinarisch entgegen. Es gibt scheinbar auch Leute, die zwar hin und wieder ein friesisches Lokal aufsuchen, aber gar keinen Fisch mögen. Neben ein paar wenigen vegetarischen Gerichten hier wäre eindeutig noch Entwicklungspotenzial , komplettieren diverse Kinderteller und eine aus meiner Sicht eher langweilige Dessertauswahl Rote Grütze, Friesenwaffel, verschiedene Eisbecher das reichhaltige Standardprogramm von Küchenchef Rüdiger Ebsen. Als Hauptgang ging dann neben dem Seelachs von der Empfehlungskarte noch das nach alter friesischer Rezeptur kredenzte Störtebekermatjesfilet 11,40 Euro , das mit Roter Beete, einer ordentlichen Portion Sahnemeerrettich und knusprig salzigen Bratkartoffeln serviert wurde. Als bekennender Matjes Verschmäher habe ich nur die „Gebreedelde“ probiert, deren Geschmack schlichtweg sensationell war. Da könnten sich einige Weinstuben in der Pfalz ein paar hauchdünne, vorgekochte Kartoffelscheibchen von abschneiden. Mein Seelachsfilet wurde anscheinend gut gepfeffert und gesalzen, bevor es mehliert und dann in der Pfanne gebraten wurde. Das war insgesamt ein stimmiges Fischgericht. Die Bärlauchsoße hatte genug Substanz und Würze, um die begleitenden Bandnudeln geschmacklich aufzuwerten. Der Beilagensalat kam vorweg und war mit Himbeeressig angemacht. Auch der war unserer Meinung nach richtig lecker. Schade nur, dass das dazu gereichte Brot seinen großen Frischeauftritt schon hinter sich hatte. Da bin ich von Restaurants der gleichen Liga eben Besseres gewohnt. Abschließend noch ein paar Worte zu den Preisen. Für Seelachsfilet sind 16 Euro schon etwas happig, aber wenn man das Komplettpaket mit dem Beilagensalat betrachtet, geht das noch in Ordnung. Die Matjes Portion war mit eineinhalb noch nicht geschlechtsreifen, dafür aber eingelegten Heringen ebenfalls gut bemessen. Meine Begleitung hatte ganz schön mit den Jungspunden aus dem Meer zu tun. Die Sahnemeerrettich Beigabe war da vielleicht etwas überportioniert. Die Getränkepreise – für eine große Flasche Wasser 4,80 Euro und für eine große Apfelsaftschorle 4,40 Euro – lagen wohl leicht über dem Normalbereich, was sicherlich dem Landauer Einzugsgebiet geschuldet ist.   Mein letzter Besuch im kulinarisch nördlichsten Teil der Südpfalz liegt schon einige Jahre zurück. Damals war ich weitaus weniger zufrieden als das letzten Montagabend der Fall war. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat da alles gepasst. Und man muss schon zugeben, dass die Atmosphäre im Inneren der Gaststube mit zunehmender Uhrzeit bzw. hereinbrechender Dunkelheit aufgrund der angenehmen Beleuchtung immer gemütlicher wird. Sollte uns mal wieder die Sehnsucht nach Küste und Kutterscholle packen, wissen wir, dass diese in der Rohrgasse 2 zu LD Arzheim gestillt wird."

Cafe Heinemann

Cafe Heinemann

Sonnenwall 5, 47051, Duisburg, Germany

Café • Cafés • Frühstück • Spezialitäten


"Im Detail wollte ich einen meiner Lieblingsorte in der Fußgängerzone besuchen, leider musste ich feststellen, dass ich nicht der einzige war: denn plötzlich verschwand er aus dem Blickfeld. Es war ein Zufall, dass ich das Café Heinemann bewusster kontrollierte. Als ich ohnehin zur Sonnenmauer wollte, sah ich spontan die Vorhänge in den verschiedenen Lokalen. Was ich auf einer der Tafeln davor entdeckte, entschied mich also hereinzugehen, was sich als gut erwies. Das Lokal selbst besteht aus 2 Räumen: im vorderen Teil die mit den süßen Leckereien, aber auch Kuchen und Stangen und dahinter die Gase. Letztere bieten wiederum Platz auf 2 Ebenen: die eben erwähnte hinter der Glastür, sowie ein Holz darüber. Keine Lust auf eine Stufe hinauf, also nahm ich einen der freien Tische am Boden; ein Blick in die Runde und ich merkte sofort, dass es hier köstlich sein musste, wenn man sich die fröhlichen Gesichter ansah, ob vertieft ins Gespräch, Kaffee trinkend oder ein Gericht oder Kuchen essend. Ich würde die Einrichtung nicht kitschig nennen, weil sie es für mich nicht war, sondern nostalgisch, weil sie mich an die Kaffeehauskultur des erwähnten jugendlichen Stils erinnerte! Mag sein, dass der Stil nicht dem Zeitgeschmack entspricht, aber hier schien er harmonisch! Leider waren diese Plätze schon besetzt, so dass ich einen der Stühle nutzen musste; meist ruhte ich mich etwas aus, zog die nasse Jacke aus und gab meine Bestellung auf. Da kam der erste Dämpfer: vor der Tür hing ein Schild, dass die saisonalen Spezialitäten nicht immer auf der Karte zu finden sind. Es gab ein zusätzliches Blatt mit jenen, die aktuell angeboten wurden, aber es war unvollständig: eine Nachfrage beim Service ergab, dass mein vegetarischer Süßpfannen ein Tagesgericht war, das zu der genannten Kategorie gehörte. Wenn sie es wissen, scheint es weniger schlimm. In der kühlen Witterung der letzten Tage war der Heizstrahler in der Kassenabteilung schon ein notwendiger, der tatsächlich zur Abwertung geführt hat! In alten Häusern, wie es mir scheint, entsprechen die gegebenen Dinge nicht dem, was wünschenswert wäre! Wie an einigen Stellen zuvor, sind diese nur über eine steile Treppe erreichbar! Zum Glück, auch wenn die sanitären Anlagen im Keller ohne Tageslicht sind, gab es keinen weiteren Mängel: die Kabinen sind klein, aber vorbildlich sauber, weil sie alle Stunde kontrolliert werden, wie ich auf einer Tafel gesehen habe. Meine vegetarische Süßpfanne war wirklich köstlich! Auch hier konnte ich mich nicht so leicht entscheiden, denn hier werden sogar Gerichte mit Fleisch angeboten und nicht, wie ich vermute, die Besonderheiten des Kaffeehauses, die sie kennen. Ein kleiner Tipp, wenn sie Wildgerichte mögen: diese werden auch im Herbst angeboten und scheinen bei anderen Gästen gut anzukommen, wie ich gesehen habe. Eigentlich hatte ich für den Preis von €9,95 etwas mehr erwartet, denn das Ganze schien mir etwas üppiger, als ich ein vollwertiges Essen bekam, das ich trotz großem Appetit kaum schaffte! Die Pfanne kann mit einer Ratatouille verglichen werden, auch wenn ich keine Aubergine darin entdecken konnte. Mir gefiel, dass die Zutaten etwas gegrillt waren, was dem Ganzen einen besonderen Geschmack verlieh. Ich fand es in Ordnung und aufgrund der Menge habe ich nicht alles geschafft. Der Teller kam heiß dampfend nur wenige Minuten nach meiner Bestellung, was mich wirklich überraschte! Die Pfanne bestand aus Paprika, Zucchini, Drehzahn, Tomate und noch etwas, worauf ich nicht komme. Es sei darauf hingewiesen, dass sie frisch zubereitet wurde, was heute nicht selbstverständlich erscheint. Das hört man sogar, wenn man nah an der Schwingtür ist, so wie ich! Ich habe nichts daran auszusetzen! Am besten war die leicht scharfe Tomatensauce, in der ich sogar kleine Chilistückchen entdeckte. In Kombination mit dem Reis und dem Süßem war es einfach köstlich! Auch wenn die Mehrheit der Besucher ältere Menschen sind, ist das für mich kein Grund, es so zu sehen, wie es in einigen Beiträgen im Post-Portal zu lesen ist! Für mich ist es eher ein Zeichen von guter Qualität und einem Ort, an dem man sich wohl fühlt und gerne länger verweilt! Irgendwie zeigt es eine lebendige Tradition ohne negativen Beigeschmack! Dies ist bereits nach meinem ersten Besuch dort ein Favorit, den ich gerne weiterempfehle, egal welche Besonderheiten sie als gastfreundlich wählen."

Zur Krone

Zur Krone

Schloßbergstraße 15-17, 79235, Vogtsburg im Kaiserstuhl, Germany

Kebab • Cafés • Pizza • Fast Food


"Wir waren in den letzten 6 Wochen nunmehr 3 Mal in der krone zum Essen. Das letzte Mal am 14.06.17. Die beiden Male zuvor waren wir zu Essensrandzeiten dort, jeweils Sonntags gegen 16.30 Uhr. Das Essen war tadellos wie auch der Service. Dies würde mindestens 4 Bewertungssterne rechtfertigen.Jedoch war unser Erlebnis am Mittwoch, den 14.06.17 niederschmetternd und sehr enttäuschend. Wir waren diesmal bereits gegen 14.00 Uhr vor Ort zum Essen. Da wir immer die leckere "Frühlingsvariationen" als Vorspeise essen und diese leider geschmacklich, optisch und qualitativ stark von dem bisherigen Standard nachteilig abgewichen war (die Lachsscheiben waren hauchdünn geschnitten und dann jeweils viermal "gefalltet" worden (um wohl optisch mehr darzustellen), so dass ein "Entfalten" der Scheiben mit Messer und Gabel unmöglich war. Zwischen den jeweiligen "Lachsscheiben" befanden sich dann kleine Stücke von ausgebackenen Kartoffelgittern. Die Bärlauch Mousse und die Spargelcreme flossen ineinander über. Die Kartoffelgitter waren nicht wie sonst lauwarm sondern kalt und sehr fettig. Uns wurde somit bewusst, dass in der Küchenbrigade an diesem Tag jemand anderes die Vorspeise angerichtet haben muss, als in den beiden Malen zuvor, denn die Gestaltung und Menge der Vorspeise aber auch die Qualität war nicht zu vergleichen. Die Male zuvor war der Lachs wesentlich dicker geschnitten und nur einmal gefalltet. Die Mousse und die Creme waren zuvor säuberlich von einander getrennt, so dass eine Vermischung beider nicht möglich war. Die Kartoffelgitter waren auf dem Lachs garniert und nicht zwischen den Scheiben, so dass die Gitter "Handfood" mässig gepickt werden konnten und nicht mühsam mit der Kabel aufgenommen werden mussten.Als Hauptspeise haben wir aus der Saisonkarte Nudeln mit Sommertrüffel gewählt. Auf die Hauptspeise mussten wir gute 30 Minuten warten. Der Trüffel wurde dann von dem Chef de Rang stilgerecht mit Handschuhen am Tisch über Pappardelle (!?!) gehobelt. Wir hätten als Nudeln Tagliatelle oder etwas ähnliche erwartet, jedoch keine Pappardelle, da diese Nudelsorte allein schon durch ihre Breite einen starken Eigengeschmack entwickeln, der das doch sehr feinen Aroma des Sommertrüffels unterdrücken kann. Leider wurde unsere Befürchtung nicht nur erfüllt sondern übertroffen. Die Pappardelle war völlig ohne Salz gekocht worden, mehr als nur bissfest (aldente), trocken und pappig. Der Trüffel war völlig geschmacklos. Auf Nachfrage beim Chef de Rang teilte dieser uns mit, dass auf eine Würzung der Nudeln bewusst verzichtet worden sei, da der Sommertrüffel seinen Geschmack nicht sonst nicht entwickeln könnte. Auf die Nachfrage, warum Pappardelle zum Trüffel als Teigware genommen wurde und keine Tagliatelle, wurde uns angeboten, die Teigware nochmals in Butter zu schwenken!?! Dies ist ein no go, denn dadurch wird der Trüffel völlig geschmacklos. Eine Alternative wäre z.B. die Beigabe von Trüffelöl auch zur Entwicklung eines Trüffelgeschmacks gewesen. Wir haben dann das Gericht zurück gehen lassen und Zwiebelrostbraten medium stattdessen bestellt. Der Chef de Rang wollte uns noch ein besonderes dickes Entrecote servieren. Das Ergebnis war dann wieder äußerst enttäuschend. Das Entrecote war bestenfalls ein dickes, ziemlich rundes Hüftsteak, das mit Sehnen durchzogen und zäh war. Die Röstzwiebeln waren gedämpfte Zwiebeln, die in einer sehr dicken und dunklen Burgundersoße schwammen. Von Röstzwiebeln keine Spur. Die Pommes frites waren zwar gross aber sehr trocken, anscheinend waren sie bereits mehrmals erhitzt worden bzw. standen längere Zeit unter dem Salamander. Wir haben uns leider wiederum gezwungen gesehen, den Chef de Rang zu befragen. Dieser teilte uns dann mit, dass es sich bei dem Fleischstück sehr wohl um ein Entrecote handeln würde, aber halt mehr ein Stück zum Rücken hin. Wir meinten dann, dass es sich dann wohl eher um ein Rumpsteak handeln würde. Dies sei aber aufgrund der Form des Fleischstückes sehr unwahrscheinlich, denn das Rumpsteak ist länglich und hat eine eher flach flache Form mit einem Fettrand am oberen Teil. Unsere Fleischstücke entsprachen diesen Anforderungen aber ganz und gar nicht. Daraufhin präsentierte uns der Chef de Rang das Fleischstück aus dem unser Fleisch geschnitten worden sei. Es entsprach einem Rumpsteak, bei dem der obere Fettrand komplett entfernt worden war. Jedoch konnte sich hieraus weder die Struktur noch die Form unserer Fleischstücke erklärt werden. Wir haben uns dabei ziemlich für blöd behandelt gefühlt, insbesondere da der Autor dieser Zeilen als auch dessen Ehefrau sich familär-beruflich bedingt mit den unterschiedlichen Fleischsorten ausgezeichnet auskennen. Der Sous-Chef des Cuisine hielt sich zwar im Hintergrund auf, hielt es aber offensichtlich nicht für nötig, persönlich Stellung zu nehmen.Die Ausführungen sind sehr detailliert und damit möglicherweise etwas ausufernd geworden. Aber die Bewertung soll nachvollziehbar und auch belastbar sein. Daher auch die detaillierte Ausführung. Insgesamt war unser Erlebnis nach zuvor zweimaligen tadellosem Essen sehr enttäuschend, insbesondere wenn man mit hohen aber freudigen Erwartungen zu einem vermeintlichen Genusserlebnis geht. Umso enttäuschender ist es, wenn die Küche eine solche miserabele Leistung abliefert. Schade, aber das Schlimmste an einer grundsätzlich guten Küche sind schwankende Leistungen. Ein hoher Küchenstandard muss gleichbleibend sein, denn eine schlechte Leistung enttäuscht dabei umso mehr!! daher trotz zuvor gutem und empfehlenswerten Essen nur 2 Sterne."