Maronencremesuppe
Grünwalder Einkehr GmbH & Co. KG

Grünwalder Einkehr GmbH & Co. KG

Nördliche Münchner Straße 2, 82031 Grünwald, Germany

Kebab • Cafés • Fast Food • Vegetarisch


"Wir hatten unsere Weihnachtsfeier erstmalig in der Münchner Kindl Stube (Wintergarten 3) bei unserem sehr geschätzten Wies'n-Wirt Peter Pongratz veranstaltet - was aber an diesem Abend alles falsch gelaufen ist, war schon fast "Komödie" (für einige allerdings nahe an der Tragödie). Kennen Sie den Unterschied zwischen einem "Hirschbraten" und einem "Rehrücken" - wir schon, das Personal anscheinend nicht, denn trotz Reklamation bestand man darauf, dass der Hirsch hier ein Reh sei. Andere bekamen nur die Beilagen und erst nach x-maliger Reklamation fand sich (nach knapp 45 min.) auch das zugehörige Hauptgericht auf dem Tisch ein - ein weiteres Essen wurde komplett vergessen. Die Bewertung tut an sich in der Seele weh, aber dieser Abend wird "unvergessen" bleiben - leider in einem Sinne, der für alle Beteiligten nicht gut ist. Bedienpersonal, welches nicht in der Lage ist, für knapp 40 Menschen das Essen so zu bringen, wie es bestellt war und welche Getränke nur dann bringen, wenn man schon fast "lauthals" protestiert, ist eigentlich nicht das, was man sich wünscht, wenn man einen schönen Abend verbringen möchte.Daran ändert auch nichts, dass wir den Wirt seit Jahrzehnten persönlich kennen und dass bis dato am Nockherberg oder im Winzerer Fähndl alles wie am Schnürchen lief - bitte Peter nimm Dir Dein Personal einmal ins Gebet, so etwas sollte nicht mehr vorkommen."

Cafe Luitpold

Cafe Luitpold

Brienner Straße 11, 80333, München, Germany

Cafés • Kaffee • Europäisch • Vegetarisch


"Nach einem langwierigen, irritierenden Zeitplan (und einem unter Druck gesetzten Winterschlaf in diesem Forum, der auf Berufsrisiken zurückzuführen ist) scheine ich eines der Wochenenden diese Gegend mit einer Schar richtiger lokaler Freunde anzusprechen. Mein erster Einfluss, der in es umgesetzt wurde, wird wahrscheinlich hochpreisig sein, wenn ich mir die Kleidung und das erhabene Erscheinungsbild anschaue, die es besitzt, und den Ort dieses Cafés. aber ich habe mich geirrt, es hat mich mit hilfe von wundern gebraucht, da ich zufällig erkannt habe, dass es gar nicht so teuer ist, weil es scheint. Die Lokale. ich habe noch nie einen platz mit einer dieser großen serien von desserts, gebäck und außergewöhnlichen delikatessen gesehen, die Ihren mund knospen amüsieren könnten. Ich sollte sagen, Ihre süßen Knospen werden es Ihnen danken, dass Sie in diese Gegend gereist sind. Eine größere Komponente, die mir auffiel, war die makellose, stilvolle Präsentation, die den Boden unter den Füßen wegfegen kann, wenn Sie ein Feinschmecker der Pracht sind. Sie können Ihren Wunsch nach Sachen in den bemerkenswertesten Raum packen, der Gemälde als fantastisches Geschenk für jemanden verschenken kann. Es ist jetzt kein Problem, sich darüber im Klaren zu sein, dass die Umgebung an Wochenenden überfüllt ist, normalerweise nachmittags. Sie sollten eine Weile bleiben, normalerweise 10 Minuten, um einen Bereich zu besetzen. Obwohl der Ort ziemlich groß ist und viele Sitzgelegenheiten hat, befürchte ich, dass es überfüllt ist. Die Servicekräfte sind stark besteuert und sehr beschäftigt. Und wenn man sie anschaut, wird man offensichtlich nicht irritiert, aber mitfühlend. sie sind auch ziemlich großzügig...Und auch wenn der Anbieter nicht so toll ist, gibt es jedoch viele verschiedene Dinge, die das wettmachen. Jetzt ist nicht alles in einem Bundle erhältlich. Also in Nussschale, ein Muss. Nimm deine Freundin gleich hierher und sie oder er wird dich die ganze Zeit mögen.. :) Falls du unverheiratet bist, dann komm hier an einem schönen Nachmittag mit Kumpels vorbei und schwelge in der Gegend."

Spargelhof Klaistow

Spargelhof Klaistow

Glindower Straße 28 14547 Beelitz, Germany

Lässig • Deutsch • Fleisch • Getränke


"16.05.2018 Update nach dem Kürbisfest im September 2017 „STAU!!!“ meckert Steffi, „Stau auf die Autobahn!“. Steffi ist unsere umsichtige Navigationsexpertin und Auto-Service-Assistentin, die die Verkehrssituation im Auge behält. Es war uns klar, dass die Familie Eule sich zu einem Ausflug auf den Frühstückstisch begeben würde, und dann das! Mama Eule hat herausgefunden, dass in Klaistow ein Kürbisfest stattfindet und animiert durch drei verschiedene Kürbisse in unserem Lebensmittelladen, die dem Ende ihrer irdischen Existenz entgegenblicken, stimmte ich zu. Sicherlich auch in der Hoffnung auf eine neue Idee zur Zubereitung von Delikatessen. „Dank Steffi“ umgehe ich das unangenehme Verkehrsereignis über die Straße in Richtung Beelitz, und nach etwa einer Stunde sind wir am Ziel, dem ‚Spargel- und Erlebnishof Klaistow‘. Bei der Ankunft wird schnell deutlich, dass wir nicht die Einzigen sind, die an diesem schönen Samstag die Idee hatten, diesen Ort zu besuchen. Eine Masse von Autos breitet sich über zwei riesige Parkplätze aus. Es ist 11:30 und man muss befürchten, dass noch mehr Menschen kommen. Der Eintritt ist für Kinder bis 12 Jahren frei und sonst 2€. Wir haben Glück, die Menschenmenge verteilt sich über das gesamte riesige Gelände. Kürbisse über Kürbisse, ein einzigartiges, farbenfrohes Bild. Das Motto in diesem Jahr steht wahrscheinlich unter dem Thema „Zirkus“. Figuren, aus unzähligen Kürbissen verschiedener Sorten (etwa 800 sollten existieren), Farben und Größen mit viel Ideenreichtum gestaltet. Clowns, Artisten mit verschiedenen Darbietungen, Traktoren, Autos und allerlei Krimskrams. Bei einem Löwen, der durch einen Reifen springt, muss ich unweigerlich an einen Echsenfarn denken, und bei einem Hasen im Zauberk cilindro von Mama Puppe. Die Bilder werden in der Galerie des Geländes und in meiner eigenen festgehalten. Ein großer Spielplatz soll die Jüngsten zum Lachen bringen. Wer etwas essen oder trinken möchte, sollte es jetzt versuchen. Das Hofrestaurant ist bereits fast überfüllt und auch im Außenbereich sind die Bänke der Versorgungsanlagen besetzt. Nun, wir hatten nicht die Absicht, groß zu essen. Die Preise der Imbissstände entsprechen den üblichen Preisen bei solchen Festlichkeiten und sind daher keine Überraschung. Im Hofladen werden Obst, Gemüse und Kartoffeln aus der Region angeboten. Dazu kommen Pilze aus Polen. Zwiebelkörbe gehen weg wie warme Semmeln. Auch hier entsprechen die Preise dem, was bei ähnlichen Märkten üblich ist. Warum der bekannte und lokale Gartenkürbis doppelt so teuer ist wie einige seiner exotischen Artgenossen, kann mir niemand erklären. Die Sieger des Kürbiswettbewerbs werden im gesamten Gelände ausgestellt. Der schwerste Vertreter bringt in diesem Jahr stolze 767 kg auf die Waage – ein Donnerwetter! Während Frau Uhu an einem völlig deplazierten Stand mit spanischer Keramik (keine Ahnung, was das hier zu suchen hat, ist total unangemessen) und einem anderen, mit Körben und allerlei Holzartikeln, die Augen über die unverschämten Preise reibt, finde ich mich in der Schauküche mit freundlichem Personal in tiefem Gespräch über Kürbisgerichte. Das ist etwas für Papa Uhu, dessen Hauptaufgaben im heimischen Horst es sind, für das kulinarische Wohl zu sorgen und die (Auto-) Transporte zu regeln. Ideen werden geboren und die Zukunft der Kürbisse, die zu Hause auf uns warten, nimmt Formen und Bilder an. Der eigentliche Hofladen selbst bietet eine ganze Palette von Beelitzer Spezialitäten – Konserven, Marmelade, Honig, Nudeln in allen möglichen Variationen, Wurst, Käse, Süßigkeiten, Alkoholika verschiedener Sorten, Eier und Ähnliches. Saisonabhängig gehören auch geröstete Kürbiskerne in verschiedenen Geschmacksrichtungen zum Angebot. Probieren ist ausdrücklich erwünscht, natürlich spart sich der ein oder andere Kunde den Weg zum Imbiss und testet ausgiebig die gesamte Breite der angebotenen Leckereien. Ein leicht erhöhtes Preisniveau hindert uns zumindest daran, mehr zu kaufen, sodass es bei einem Mini-Einkauf bleibt. Dieses Geschäft ist zu jeder Zeit sehenswert, mit Einrichtungsgegenständen aus alten Zeiten, die Erinnerungen an Kindheitstage wecken. Die Hofbäckerei präsentiert ebenfalls ihre Vorteile mit verschiedenen Brotsorten und ländlichen Kuchen – prima! Nahe dem Zugang zum Hof findet man einen kleinen Pflanzenmarkt, der in seiner bunten Vielfalt das Gesamtbild bereichert. Besonders für die Kinder sollte der Match das große Highlight sein. Die Kinder sind manchmal ein wenig überflüssig. Die Tiere (Schafe, Ziegen, Pony und Esel) bekommen das nicht mehr mit. Angrenzend gibt es ein riesiges Wildgehege, das wir nur kurz streifen. Beim nächsten Besuch wollen wir uns das genauer anschauen. Vielleicht in der Adventszeit? Im Gegensatz zu den städtischen Weihnachtsmärkten könnte ich mir vorstellen, dass mir das hier sehr gut gefällt. Fazit: Ein empfehlenswerter Ausflugsort, besonders für Familien mit Kindern. Geführte 4 16.05.2018 Kurzentschlossener Ausflug nach Klaistow zur besten Spargelzeit, um den Hof einmal von seinem eigentlichen Ziel kennenzulernen. Unter der Woche teilen sich hier nur ein Drittel der Besucher die weitaus stärkeren Wochenendströme. Also ganz entspannt, nicht so überfüllt. So können wir den Spargelhof in Ruhe betrachten, auch ohne uns großartig zu verpflegen. Denn das war ein bissel viel, mein Bauch ähnelt jetzt der herbstlich verkauften Gemüsevielfalt von emotionaler Mittelgröße und ein Spaziergang ist angesagt. Entlang der sehr gut gepflegten Wildgehege, dem Kletterwald und am Rande der unendlichen Spargelfelder. Über diese Dimension wird man sich erst richtig bewusst, wenn man hinter den Lastwagen sieht, die die kostbare Fracht beeindruckend in Richtung Handel transportieren, selbst wenn der Blick über den eigentlichen Hof gleitet. Welche Menschenmengen sich hier auf weißen und grünen Schnüren bewegen... Das war's von hier.... Bilder reichlich vor Ort... Uhhuuuuu"

Topaz Service Gmbh Co. Kg

Topaz Service Gmbh Co. Kg

Horner Strasse 90, 28203 Bremen, Deutschland, Germany

Suppe • Fisch • Gourmet • Crossover


"Es gibt Abende, die einem lange im Gedächtnis bleiben. In den widrigen Zeiten, in denen wir leben, sind soziale Erlebnisse zu wahren Raritäten geworden. Die Pandemie hat uns seit Monaten fest im Griff und schränkt unser Leben ein. Wenn sich dann die Gelegenheit ergibt, für ein paar Stunden die hohen Inzidenzwerte, die andauernden Selbsttests und die übrigen Corona Regeln hinter sich zu lassen, dann ist das ein wahrer Segen.   Noch beglückender ist es, wenn man diese Zeit mit einem sympathischen Gesinnungsgenossen, den man schon lange nicht mehr gesehen hat, teilen darf. Dies ereignete sich an einem Samstagabend Ende Februar, als ich mich mit Borgi, meinem guten Gaumenkumpel aus Bremen, zu einem kulinarischen „Väterabend“ verabredet hatte. Den Ort der Spachtelei legten wir schon Wochen vorher fest. Das Topaz, Bremens erste Brasserie am Platz, war dafür gerade gut genug.   Ins Topaz wollte ich schon lange einmal einkehren. Damals, als das in französischem Bistrostil gehaltene Lokal noch in der Langenstraße in der Bremer Innenstadt residierte, schlenderte ich mehrfach daran vorbei und schaute sogar kurz mal rein. Aber zum Besuch kam es dann doch nie.   Due Fratelli, Canova, Feines 1783 und zuletzt Grashoff’s Bistro lauteten die Namen, der vom Lokalmatadoren für würdig befundenen Genusstempel, in die er mich bisher führte. Der kundige GG’ler tat gut daran, denn einige der genannten Geschmacksinstitutionen sind mittlerweile Geschichte und ich bin froh, dass ich sie noch kennenlernen durfte.   Nun also das Topaz, das sich mittlerweile in Fesenfeld, einem beschaulichen Wohnviertel in der Östlichen Vorstadt nahe dem Ostertor befindet. Passable Einkehradressen hat es in diesem Teil Bremens einige. Der Besuch des nicht weit vom Topaz entfernten „Kleinen Lokals“ steht zum Beispiel noch aus.   Über das geschmackvoll gestaltete Innenleben des Topaz hat sich unser Bremer Szenekenner bereits detailliert ausgelassen. Wer sich also ein genaueres Bild vom gemütlichen Ambiente des Topaz machen möchte, dem empfehle ich die furiose Reset Rezension des Herrn Borgfelder vom August letzten Jahres. Willkommen in Südfrankreich...äh Fesenfeld Über eine gut beleuchtete Schwelle enterten wir die von außen sehr einladend wirkende Eckimmobilie. Draußen vor dem Topaz Tore... Der Bremer Grandseigneur eilte vorneweg, um den Provinzler aus der Pfalz mit der obligatorischen Portion großstädtischem Spott bei der munteren Servicechefin Nina Hinrichsen vorzustellen.   Diese widerstand dem rauen Charme des hanseatischen Heimrechtlers auf lässig lockere Art und Weise wie es nur die abgebrühte „Femme du Nord“ zu tun gedenkt. Selbst um keinen Spruch verlegen, konnte sie mit dem augenzwinkernden Humor des Schlemmerschelms auf Augenhöhe umgehen. Man weiß hier scheinbar, dass eine gute Portion Schlagfertigkeit gepaart mit Meinungsstärke bei dieser Sorte Gast so gut wie immer fruchtet.       Nach eingehender Überprüfung der Impfformalitäten, wurde uns ein kreisrunder Bistrotisch mit bequem gepolsterten Barhockern zugewiesen. Der Tatort Ein hervorragender Platz zwischen der softporno ästhetischen Cocktail Höhle, die unter der Ägide von Getränkefachmann Ibo (Ibrahim Aly stand und der von Wärmelampen beschienen Anrichtetheke aus Zinn, hinter der Lisa Staats und Fynn Fabian gemeinsam die offene Küche betrieben. Blick zur offenen Küche, wo Lisa Staats gerade anrichtet Schon bald füllte sich die aus dem Holz diverser Weinkisten „geschnitzte“ Oberfläche unseres Tisches mit den ersten Getränken. Borgi hatte unserem Mundschenk Ibo in Sachen Apéro freie Hand gegeben. Kein Fehler, wie sich bald herausstellen sollte. Denn dieser kredenzte uns wenig später einen aromatischen Blutorangen Negroni (12 Euro . Geistlich fing der Abend an... Seine „Bittersweet Symphony“ – um es mit den Worten von Richard Ashcroft (The Verve zu sagen – stellte sich als veritabler „Türöffner“ heraus und löste auch die letzten Handbremsen bei den darauffolgenden Bestellvorgängen. Für den darin enthaltenen Blutorangen Booster war übrigens Schnapsdrossel Florian Faude vom Kaiserstuhl verantwortlich, der das 42% ige Destillat aus sizilianischen Früchten hergestellt hatte. Kein hochprozentiger Kleingeist also, der unseren „Pre Dinner Cocktail“ da veredelte.   Zeitgleich zum Aperitif rückte man auch unserem Durst zu Kehle. In nicht minder ästhetischen Kristallgläsern sprudelte klassisches Blubberwasser aus Bad Pyrmont (0,75l für 6,50 Euro . Aber Wasser sollte an diesem Abend nicht die Hauptrolle spielen…   Dann sichteten wir die etwaigen Speiseoptionen, die sich in der übersichtlich gestalteten Karte in drei Bereiche gliederten: Vorspeisen, Hauptgerichte und Kleinigkeiten zum Wein. Apropos Wein, da zeigte uns Sommelier Ibo gerne, was sein Bestand so zu bieten hatte. Insofern wählten wir nicht aus der Karte, sondern eine der uns angepriesenen Flaschen, die er direkt an den Tisch brachte.   Die Erstentscheidung durfte der Gast aus der Pfalz treffen. Warum nicht einen der komplexesten und intensivsten Sauvignon Blancs Deutschlands (laut Weinhändler Belvini, Anm. auf Primärbukett und Abgang testen? Den „Baer“ von Oliver Zeter aus Neustadt Haardt hatte ich noch nie probiert. Pfalzwein zum Auftakt Der als Hommage an seinen Urgroßvater betitelte, im gebrauchten 500l Tonneau sowie im Beton Ei ausgebaute Sauvignon Blanc aus dem Jahre 2014 – mit 48,50 Euro übrigens ausgesprochen fair kalkuliert – konnte nach ausreichendem Luftkontakt seine feine Mineralität gut entfalten. Auf dem rückseitigen Flaschenetikett standen die Begriffe „Sandstein – Hingabe – Zeit“ wie in Wein gemeißelt nachzulesen. Mit ihnen konnte sich nicht nur der Kletterer aus der Südpfalz, sondern auch der Weißweinzombie von der Weser nach einiger Zeit zumindest schluckweise identifizieren. Unser Motto des Abends lieferte das Weinetikett gleich mit... Doch bevor wir uns der lang ersehnten, gemeinsamen Genusskultur ergaben und uns einmal quer durch das Topaz’sche Speisenprogramm futterten, wurde uns fluffiges Ciabatta Brot mit streichfähiger Butter gereicht. Ein einfacher, aber ganz vorzüglicher Start in die abendliche Nahrungsaufnahme. Fluffiges Ciabattabrot und Butter Die ersten Häppchen kamen dabei einem kulinarischen Eingrooven gleich. In Olivenöl gebratene und mit etwas Meersalz versehene Pimientos de Padron (5,50 Euro Pimientos de Padron sowie ein – dank Chiliwürstchen – angenehm scharfer Miniatur Hot Dog (3,70 Euro bildeten den Auftakt. Miniatur Hot Dog Nicht verschweigen möchte ich die Tatsache, dass diese ersten Leckerbissen von auf den Punkt gebratenen Riesengarnelen in aufgeschäumter Chili Butter (zu je 4,60 Euro flankiert wurden. Riesengarnele in aufgeschäumter Chili Butter Das war durchweg schmackiges Fingerfood und machte neben einer gehörigen Menge Spaß auch so richtig Appetit auf mehr.   Und mehr war an diesem Abend auch Meer. Dieses hatte ich nach unserer zweiten Bestellwelle in Form einer Fischsuppe à la Topaz (9,50 Euro duftend vor mir stehen. Fischsuppe à la Topaz Wie eine Bisque, nur etwas weniger konzentriert, schlummerte die mit reichlich Fischfilets und Flusskrebsschwänzen bestückte Meeresterrine in den Tiefen des Tellers. Ihr leicht süßlich jodiges Aroma ließ die Verwendung ausgekochter Fischkarkassen oder Krustentierschalen vermuten.   Nicht minder begeistert zeigte sich mein „Compañero del mar“. Sein butterzart gegrillter, in Ringe geschnittener Sepia (16,50 Euro thronte auf nussigen Belugalinsen und duftete obendrein subtil nach Anis. Gegrillter Sepia auf Beluga Linsen an Pernodsauce Schuld daran war eine großzügig bemessene Pfütze aufgeschäumter Pernod Sauce, die mit ordentlich Butter montiert war. In der Summe ergab das einen wunderbar süffig aromatischen Bistroteller der südfranzösischen Art.   Die in Scheiben geschnittene sizilianische Blutorange (13,50 Euro – hatten wir die nicht vorher in flüssiger Form bereits zu uns genommen? – wurde brüderlich geteilt. Sizilianische Blutorange als Carpaccio Etwas Pecorino (5 Euro hatten wir additiv dazu geordert. Pecorino zur Blutorange Er lieferte zwar mundfüllende Würze, wäre aber auch entbehrlich gewesen, da das mit leichter Sojasauce, knackigen Fenchelstreifen, gepickelter roter Zwiebel, grüner Chili und etwas Fenchelgrün verfeinerte Blutorangencarpaccio gar keinen Umamischub gebraucht hätte, um seine aromatischen Trümpfe voll auszuspielen. Nochmal die Blutorange im Detail Ein Gericht, dass dank ausreichend vorhandener Würze nicht ins saure Einheitsmilieu abdriftete, sondern mit fordernder Säure und präsenter Schärfe seine Komponenten zur Geltung brachte. Ein Teller mit Charakter, der nun auch unseren Papillen unmissverständlich klarmachte, dass dies kein Abend für Warmduscher werden würde.   Mittlerweile war uns der „Baer“ ausgegangen, was den Bordeauxfelder neben mir dazu animierte, eine weitere Bouteille öffnen zu lassen. Wir blieben dem Sauvignon Blanc treu und ließen uns eine Flasche Chateau Doisy Daëne Sec 2016 (66 Euro schmecken. Einen echten Spaßmacher hatten wir da im Glas, der mit seiner aromatischen Nase und der latent salzigen Länge nicht die schlechteste Einstiegsdroge ins weiße Bordeaux darstellte. Ein weißer Bordeaux...warum nicht? Mein Partner in Dine hatte da bereits klammheimlich einen Sashimi Teller (21,50 Euro geordert. Sashimi als Zwischengang Diesen mit zahlreichen, schön fettigen Lachstranchen und tiefroten, akkurat gesäbelten Thunfischhappen ausgestatteten Zwischengang klemmten wir uns genussvoll zwischen die dazu gereichten Essstäbchen. Sojasauce, eingelegter Ingwer und Wasabi Knet bildeten das klassische Beiwerk. Die butterzarten Rohfischpreziosen schmolzen förmlich auf der Zunge. Und dass der Weißwein aus dem Departement Gironde dazu eine ausgezeichnete Figur machte, überraschte nicht wirklich.   Wer jetzt denkt, dass damit die wohlgeratene Gaumenorgie ein jähes Ende fand, täuscht sich gewaltig. Genug der kulinarischen Vorspiele. Handfeste Hauptgänge waren nun das Gebot der Stunde. Der nette Herr zu meiner Rechten ließ sich doch tatsächlich ein Wiener Schnitzel mit Gurkensalat (21 Euro servieren. Knusperteppich aus Kalb Schon der Anblick des von luftig soufflierter Panade umgebenen Kalbfleischteppichs machte sie richtig Appetit. Das Wiener im Anschnitt Solch ein perfekt durch die Pfanne geschleustes, mit der richtigen Dosis Pfeffer und Salz versehenes Panierstück bekommt man im Hamburger Schnitzeltempel „Tschebull“ bestimmt auch nicht besser hin.      Das Pracht Wiener Mein Hauptgericht fiel etwas üppiger aus als geplant. Ich hatte mich für den gebratenen Skrei mit famos gebuttertem Kartoffelpüree und Spinat (27,50 Euro entschieden und merkte schon nach den ersten Happen, dass der Verzehr dieser stattlichen Portion kein Selbstläufer werden würde. Gebratener Skrei mit Kartoffelpüree und Spinat Und das lag nun wahrlich nicht an den Protagonisten. Der Winterkabeljau geriet tadellos – comme il faut. Sein zartblättriges Fleisch war von einer knusprigen Haut überzogen und punktete mit dezenter Fettigkeit. Das seidige Püree konterte den mutig gewürzten, mit feiner Knoblauchnote versehenen Spinat. Dazu wurde à part eine leichte Joghurt Senfsauce gereicht. Ein in sich stimmiges Brasseriegericht, das von der Küchencrew sauber auf die Keramik gebracht wurde.   Selbst Häuptling „Schluckender Specht“ schien vom Magenvolumen des Pfälzers beeindruckt und leerte panisch sein letztes Gläschen Weißwein. Doch wir saßen nicht lange auf dem Trockenen. Angespornt von diversen (bereits ausgetrunkenen Flaschen des legendären Luddite Shiraz aus Südafrika, die hinter uns die Ablage dekorierten, wurde nach einer Demi Bouteille des Jahrgangs 2018 (45,50 Euro verlangt. Halbe Flasche für den Shiraz Sheriff Der perfide Plan des Schampus Schlawiners ging auf. Statt auch mal seine maskuline Seite zu bedienen und einen gehörigen Schluck von diesem fruchtig eleganten „Super Südafrikaner“ zu nehmen, zog es der gemeine Schaumweinhanseate lieber vor, sich ein halbes Fläschchen André Clouet Grande Reserve Champagner (0,375l zu 45 Euro zu genehmigen. Watt mött, dat moett! Sagt man ja nicht nur an den Ufern der Weser. Schampus für den Schamanen Diese mündet ja bekanntlich in die Nordsee, die man sich im Topaz sogar als Nachtisch bestellen kann. Borgi kannte das Dessert bereits aus früheren Zeiten und in der Tat erinnerte mich das akribisch arrangierte Patisseriekunstwerk optisch an meine Deichspaziergänge an der Wurster Nordseeküste ein paar Tage zuvor. Unser Küsten Dessert  Zwischen Schlick (mit Sepiatinte eingefärbter Limetten Schmand , Treibholz (zu kleinen „Ästen“ temperierte Schokolade , Gischt (mit Meersalz abgeschmeckter Milchschaum und Steinen (Honeycomb aus Honig, der mit Zucker, Glukose und Natron versetzt wurde wirkte die Nocke vom salzigen Erdnusseis wie eine obenauf schwimmende Boje. Nordsee meets Topaz Hätte man diesem Teller einen Tischventilator an die Seite gestellt, wäre das auflandige Seewindgefühl perfekt gewesen und hätte uns wahre Möwenschreie der Begeisterung entlockt. Stattdessen genossen wir das letzte (schwör! kulinarische Statement des sympathischen Küchentandems in schwelgerischer Andacht.     Obwohl es keines Alkohols bedurft hätte, um unsere Zungen zu lockern, intensivierte dieser doch zweifellos die Gespräche an und um unseren Tisch. Ja, man hatte sich nach so langer Zeit eine ganze Menge zu erzählen und auch der emsige Ibo und die charmante Nina trugen mit ihrer zugewandten Art mit dazu bei, dass uns nie langweilig wurde.   Zu später Stunde – selbstverständlich hielten wir bis zuletzt hartnäckig die Stellung – saßen dann auch Lisa und Fynn bei uns am Tisch und stießen auf diesen in allen Belangen gelungenen Abend mit uns an. Ein großes Dankeschön geht an die komplette Topaz Crew, die einen hervorragenden Job machte und der man jederzeit anmerkte, dass sie lieben, was sie tun. Selten habe ich mich bei einem Erstbesuch so schnell heimisch gefühlt wie bei euch!   Dass Kollege Pichlfelder und ich danach noch im „Feldschlösschen“ in der Herderstraße mit diversen Cocktails den späten Abend zum frühen Morgen machten, kam für keinen von uns beiden mehr überraschend. Wir genossen diese lang ersehnte Zusammenkunft tatsächlich in „vollen“ Zügen und so lange es eben ging.   Danke lieber Borgi für diesen Abend, von dem ich noch lange gezehrt habe – ganz besonders natürlich beim Schreiben dieser „kleinen“ Ode an den Hedonismus. Dass du die komplette Getränkerechnung beglichen hast, war sehr großzügig von dir. Aber du hattest ja auch den wesentlich größeren Durst…;   Und so möchte ich mit den Worten des geschätzten Lyrikers Carl Zuckmayer schließen, die unser Gefühl beim Verlassen des Tatorts ganz gut auf den Punkt bringen:   „Welch ein entzücktes Spiel: zu hohen Festen erlesener Bissen Liebreiz zu erflehn, und welche Lust: sich mächtig vollzumästen satt und mit Saft gefüllt vom Hals bis zu den Zeh'n.“  "