Oktopus
La Trinca

La Trinca

Schweizer Str. 14, 60594, Frankfurt am Main, Germany

Cafés • Pizza • Kebab • Fast Food


"Service, ein junger Kellner der sich bemühte die Gäste bei Laune zu halten, was nicht einfach ist wenn alles schiefgeht. Wir waren zu dritt, keiner war zufrieden! Als Vorspeise 7 Boquerones zu einem Preis der keineswegs gerechtfertigt ist, ein Hauptgericht bestand aus 2 Lammkoteletten mit einem Gesamtgewicht von circa 120 Gramm begleitet von einer Beilage die einen Suppenlöffel gefüllt hätte und auch nicht schmeckte. Auf der Karte stand als Beilage Mediterranes Gemüse und Grillkartoffeln, das Ganze für 21,50 €! Die Hähnchen-brüste, die meine Begleiterinnen bestellt hatten, kamen an, gebraten auf circa 1 cm rund herum, in der Mitte völlig roh (nicht rosa oder Medium, roh!). Nachdem es zurückging und ein davon wieder rosa an den Tisch gebracht wurde haben wir gebeten, das Fleisch durchzubraten, was bei Geflügel durchaus legitim und angebracht ist. Es wurde dann ein neues Stück gebraten, das Essen kam dann nachdem ich schon seit 30 Minuten mit meiner - zugegeben nicht üppigen - Portion fertig war. Die Weine sind OK aber etwas überteuert. Bei der Rechnung hat man immerhin ein Essen nicht berechnet, ohne dass wir das gefordert hätten, ich glaube man hat doch die Unzufriedenheit angesehen und wollte Entgegenkommen zeigen. Trotzdem werde ich dieses Lokal nicht mehr besuchen, es ging einfach zu viel daneben, die Köchin war kritikunfähig und fühlte sich ungerecht beurteilt."

Seestern

Seestern

Traunerstraße 25b, 4050 Traun, Austria

Cafés • Kebab • Pizza • Fast Food


"Der "Seestern" in Traun hat uns sehr positiv überrascht, denn er hat es gar nicht leicht. Die Lage des Lokals ist nicht anders zu beschreiben als mit dem Prädikat "eigenartig", da es sich in einem Hallenbad befindet. Natürlich abgetrennt, aber denn auch auf Sicht durch Glaswände verbunden. Man erwartet irgendwie in einem Hallenbad ein vielleicht etwas besseres Buffet, aber kein Restaurant. Schon gar nicht in der Größe. Alles sehr modern eingerichtet, gemütlich kann man es aber nicht nennen. Es herrscht eine eben "eigenartige" Atmosphäre, anders kann ich es nicht beschreiben. Es dauert etwas, bis ein Service kommt, dafür aber sehr freundlich und zuvorkommend. Auf der Karte ein kleines aber feines Potpourri aus Fleisch- und Fischgerichten, italienisch, türkisch, mediterran. Wir entscheiden uns bei der Vorspeise für die italienischen Antipasti, aber mit zwei Tellern, was auch kein Problem darstellt. Das Resultat ist völlig ok, vom guten Prosciutto bis zu feinem Salat, kleinen mit Käse gefüllten Paprikas, bunter Peperonata (hier hätte allerdings die Haut abgezogen gehört), Auberginencreme und Hobelsplitter vom Parmesan. Alles selbst gemacht, hier kommt nix aus gekauften Einmachgläsern, hier wird von Hand gearbeitet. Und auch optisch sehr schön angerichtet, also tadellos.Ich bestelle Octopustentakel auf Gemüse, meine Begleitung den Seestern Grillteller. Man will ja wissen, wie man nicht nur mit dem Fleisch umgeht sondern auch mit dem Fisch. Tja, ich fange mit dem Grillteller an. Schön hergerichtet, ordentlich serviert und handwerklich top. Das Stück Rindfleisch medium gegrillt, das Schwein perfekt gebraten, die Beilagen gut abgestimmt, gewürzt mit einem feinen Stück Kräuterbutter. Mehr kann man von einem Grillteller nicht erwarten. Der Octopus: toll serviert auf einem modernen, überdimensionalen, rauteförmigen Teller. Die Tentakel serviert auf klein und fein geschnittenem bunten Sommergemüse, sowohl optisch als auch geschmacklich gut abgestimmt, Gemüse knackig und mit feinen Röstaromen, mit Balsamico abgerundet. Der Octopus ausreichend lange aber nicht zu lange vorgekocht in einem Sud mit Pfeffer, Wacholder, Knoblauch und Kräutern, dann schonend gegrillt. Farbe rosarot mit den Grillstreifen, Konsistenz zart mit leichtem Biss und das Aroma so fein, dass man den Oktopus schmeckt und nicht nur Knoblauch und Kräuter. Absolut gelungen. Den letzten "Pulpo" mit vergleichbarer Qualität habe ich in Porto gegessen, in den Quais direkt am Rio Duoro, kurz bevor er in den Atlantik mündet. Aber in Österreich hätte ich nie daran gedacht, einen Pulpo in einer derartigen Qualität vorgesetzt zu bekommen. Respekt. Der junge Koch kennt sich aus mit dem Tierchen, er behandelt es mit Respekt und vor allem serviert er ihn so frisch wie möglich. Hier wurde nix gemauschelt. Anschließend haben wir uns mit dem Besitzer des Seesterns unterhalten, er ist türkischer Abstammung, aber in Traun aufgewachsen. Wir trinken noch einen Kaffee und werden vom Chef auf einen Raki eingeladen und begleichen die Rechnung. Manche mögen hier ein wenig zucken. Ich aber sage, dass die Preise dem Aufwand und dem Resultat allemal gerecht werden. Allein die verarbeiteten Lebensmittel sind schon im Einkauf nicht billig. Der Seestern ist eben ein bissl anders. Er sticht heraus aus dem 08/15 der Trauner Gastronomie. Aber ich habe als bekennender Junkie von Fisch und Meeresfrüchten endlich wieder ein Restaurant, wo ich hingehen kann, wenn mich gustert auf Oktopus, Goldbrasse, Rotbarsch, Seeteufel und Co. Ich komme wieder.Übrigens: ich hab vor meinem Kommentar hier die anderen Kommentare gelesen und kann die Negativen nicht nachvollziehen. Vielleicht ist der Service nicht der Schnellste, aber wirklich lange mussten wir nie warten. Wir haben mit der Bedienung geplaudert, mit dem Besitzer und auch mit dem jungen Koch - alle nett, natürlich, zuvorkommend - Profis durch und durch und wir haben sie wirklich als Team wahrgenommen."

Emma Wolf

Emma Wolf

Q6 Q7, 68161 Mannheim, Baden-Wurttemberg, Germany

Bars • Pubs • Fast Food • Meeresfrüchte


"Beim Stichwort „Bistronomy“ zuckten wir erstmal zusammen. Wir dachten an harte Holzstühle, langweilige Baguettes und eintönige Flammkuchen. Doch weit gefehlt: Das Emma Wolf ist nichts weiter als ein hochkarätiges Gourmet-Restaurant.Das Ambiente erweist sich allerdings als Herausforderung: Wer speist schon gern im Untergeschoss von Q6 Q7, direkt neben einem Fastfood-Asiaten, völlig offen, transparent, recht laut und fern jeder abgeschiedenen Gemütlichkeit?So bleibt dem Emma Wolf (der Name ist übrigens eine Hommage an die 1920 geborene Oma des Chefs) nichts anderes übrig, als kompromisslos auf Qualität zu setzen. Dennis Maier hält die Komplexität der Karte erfreulich klein: drei Vorspeisen, drei Zwischengerichte, drei Hauptspeisen, drei Desserts - das wars. Weniger ist mehr. Kleine, aber sehr gute Auswahl an Weinen, auch offen.Vom Gruss aus der Küche bis zum Dessert haben uns alle Gänge restlos überzeugt: Die Ausgangsprodukte sind von erstklassiger Qualität, herrlich zubereitet und wunderbar präsentiert. Vor allem begeisterte uns das Zusammenspiel der Aromen - pfiffig, überraschend und gekonnt. So war der schwarze Rettich (!!) zum Saibling zwar eine kleine Frechheit, aber phänomenal gut. Der Pulpo super zart. Dann der beste Zander unseres Lebens - eher 16 oder 17 Punkte und nicht 15 Punkte, die der Gault-Millau aktuell dem Emma Wolf verleiht. Wir hätten nicht gedacht, dass ein im Grunde ja recht ordinärer Zander so gut schmecken kann. Die Nachspeise hörte auf den Namen „Filmreif“ und war tatsächlich großes Kino: Der Popcorn-Schaum kam so federleicht daher, dass man den Eindruck hatte, als wenn man auf Luft mit Geschmack beißt.Der Service agiert blitzschnell, freundlich, locker und kompetent.Standardfragen des deutschen Restaurantgastes: Wie sind die Portionen? Und die Preise? Ich hasse diese Diskussionen. Ja: Die Portionen sind recht klein, aber angemessen. Und ja: Die Preise sind weit weg vom Durchschnitts-Griechen um die Ecke. Aber wir reden hier von High-end-Küche. Pro Person ist man ab 50 Euro dabei. Entscheidend: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Insgesamt eine tolle Bereicherung der Mannheimer Spitzengastronomie. Aus dem Stand hat sich das Emma Wolf in die Top-Riege katapultiert. Wir wünschen dem Team großen Erfolg!Nachtrag vom 30. Juli 2017Die Rezension s.o. bezieht sich auf unseren ersten Besuch im November 2016. Inzwischen waren wir schon das fünfte Mal im Emma Wolf, mittlerweile urteilen wir etwas differenzierter. Das Bamberger Hörnchen als erstem Gruss aus der Küche war zwar im Zusammenspiel von Aromen und Konsistenz die beste Kartoffel unseres Lebens. Als notorische Wenig-Esser fanden wir den Happen für ein Amuse Bouche aber schon fast zu sättigend, wir könnten uns das Hörnchen eher als erstklassige Beilage für ein passendes Hauptgericht vorstellen. Der anschließende konfierte Faröer Lachs im Kimchi-Sud dann wieder ein Traum. Die „gebackenen“ Austern danach erwiesen sich als im Ganzen paniert. Das machte die Austern unnötig schwer und überdeckte den zarten Eigengeschmack der Schalentiere. Um die 15-Punkte-Zone nachhaltig zu verlassen, müsste das Emma Wolf also in Bezug auf Leichtigkeit und Stimmigkeit über die gesamte Speisenfolge hinweg noch eine Schippe drauf legen. Das ist allerdings schon Jammern auf hohem Niveau. Das Potenzial in Richtung 16 oder 17 Punkte ist zumindest deutlich zu erkennen. Bis es soweit ist, bleiben wir jedenfalls Stammgäste dieses freundlichen und kreativen Restaurants."