Roastbeef-Sandwich
Juleps

Juleps

Breisacher Straße 18, 81667, München, Germany

Tee • Burgers • Cocktail • Amerikanisch


"Wir waren nach einem geschäftlichen Abendessen zur Weihnachtszeit in diese Bar geraten. Zwei Original Münchner, die Teil unserer Männerrunde waren, kannten die Bar aus der Vergangenheit und waren der Meinung das es hier einen gepflegten Absacker in nettem Ambiente gibt. Ersteres trifft zu, nette Bar, mit einfacher aber ansprechender Einrichtung. Was sofort auffällt, sind die Barkeeper, welche in auffälligem Dress, einer Ar Kochjacke mit auffälligen Bestickungen à la Dieter Bohlen Camp David Style, ihren Dienst tun. Was hier bereits auffällt, wird später zum enttäuschenden Ergebnis des Besuches. Die Qualität der Drinks war ok, aber der Service extrem unaufmerksam und vor allem arrogant. Ich habe in meinem Leben schon viele Bars, in vielen verschiedenen Ländern besucht und nehme auch gerne einen einfachen Drink in einfacher Umgebung, oder an einer gepflegten Bar, mit professionellen Barkeepern die ihr Handwerk verstehen. Und das "Handwerk" eines guten Barkeepers sind nicht nur seine Drinks, sondern auch der Umgang mit dem Kunden der diese bestellt. Hier in der JULEPS BAR werkeln Barkeeper die offensichtlich denken, sich über Ihre coolen Dress profilieren zu können, am Ende aber nichts auf der Pfanne haben. Dann doch lieber an die Hotelbar in einem der billigeren Hotels der Stadt und von der Praktikantin eine Bier zapfen lassen. Das ist dann wenigstens ehrlich von Beginn, denn dort erwarte ich nicht mehr. Und das in der Stadt des legendären Charles Schumann, der das Handwerk des Barkeepers weit über die Grenzen Münchens hinaus positiv und nachhaltig geprägt hat. Davon ist man hier im JULEPS leider Lichtjahre entfernt."

Paolo Pinkel Und Das Schnabulat

Paolo Pinkel Und Das Schnabulat

Karl-Marx-Str. 55, 12043 Berlin, Germany

Pub • Pubs • Peruanisch • Mittagessen


"Was hat diese Einladung mit Michael Friedman, dem früheren CDU-Föderalvorsitzenden und Diskussionsleiter beim HR, zu tun? Aber zuerst zum Standort: Es ist wirklich verrückt und gleichzeitig brillant, gerade hier im chaotischen Neuköllner Kiez ein Restaurant mit diesem Gastro-Konzept zu eröffnen. Die Idee der drei Küchen klingt spannend, wirkt jedoch etwas trashig. Drei Monate nach Eröffnung scheint das Konzept noch nicht ganz angekommen zu sein. Paolo Pinkel Und Das Schnabulat ist eine Bar und Lounge mit angeschlossenem 3-Länder-Küchenrestaurant – oder andersherum. Die drei Küchen aus Peru, dem Norden Europas und Zypern verschmelzen zu einem neuen deutschen Cross-over. Normalerweise ist das nicht so mein Ding – nach dem Motto „ein bisschen von allem, aber nichts richtig“ –, doch eine vorschnelle Beurteilung wäre ungerecht. Kontaktinformationen sind kaum zu finden, eine Telefonnummer gab es nicht, aber die Tischreservierung per E-Mail wurde schnell bestätigt. Der Laden wirkt innen wie eine trashige New Yorker Chinatown. Im Gastraum sitzt man auf langen Holzbänken, während Neon-Schilder und kitschige Asiatisch-Lampen den Raum recht unruhig beleuchten. Die nordische Küche bringt authentische Rezepte von den Straßen Xi’Ans mit, liebevoll zubereitet aus regionalen Zutaten. Die zypriotische Großmutter-Küche trifft auf moderne Interpretationen, und die peruanischen Gerichte sind von der Region und südamerikanisch-spanischer Bar-Kost inspiriert. Jede der drei Küchen hat ihre eigene offene Kochstation, wo man à la carte oder aus wöchentlich wechselnden Gerichten wählen kann. Das Menü bietet hier also eine spannende Vielfalt. Bezahlen läuft direkt in der offenen Küche ausschließlich bar – Karten werden nicht akzeptiert! Die Speisen werden dann an den Tisch gebracht, während die Getränke direkt am Tisch bestellt und bezahlt werden. Die Schärfegrad der Gerichte kann nach Belieben mit „Cherry und Cherry“ variiert werden. Neben dem Essen darf man die schicke Bar nicht vergessen, die sich vorne rechts im Lokal befindet, dekoriert mit Steinblüten vor einer knallblauen Wand und niedrigen, ledergepolsterten Sitzgelegenheiten – alles wirkt sehr extravagant. Der Service ist aufmerksam, aber auch flott. Ab 20 Uhr füllt sich das Lokal und die Lautstärke wird leider ziemlich hoch. Die Toiletten sind rollstuhlgerecht. Zurück zum ehemaligen CDU-Politiker mit dem Saubermann-Image: Paolo Pinkel war angeblich der Deckname von Michael Friedman, der 2003 in einen Skandal um erzwungenes Füttern durch die Ukraine und Kokain verwickelt war. Einen Bar-Restaurant-Lounge so zu nennen, finde ich semi-gewagt, aber es passt zum traditionell-coolen Konzept des Hauses."