Veganer Burrito
No Hablo Espanol Burritos

No Hablo Espanol Burritos

Kopernikusstr. 22, 10245, Berlin, Germany

Burritos • Hühnchen • Mexikanisch • Mittagessen


"Den ganzen Sommer über habe ich in diesem winzigen mexikanischen Restaurant zwischen der Upper West Side und Harlem gegessen. Meine Freunde und ich arbeiteten jeden Tag zusammen in einer Schreibgruppe. Um 17:30 Uhr, wenn jeder von uns entweder zweitausend Wörter geschrieben oder nach dem Feedback seines Editors von Selbstzweifeln überwältigt war, gingen wir dort zum Abendessen. Ich bestellte immer das, was im Menü als Giant Burrito aufgeführt war. Es war reine Pracht. Arbeit erledigen, lachen, essen, Routine. Nun verbringe ich ein paar Wochen in Berlin, wo ich zehn Jahre lang gelebt habe, bevor ich mit Freunden ein Büro in Friedrichshain geteilt habe. Also, zur Mittagszeit, öffne ich Yelp. Ich sah dieses Burrito-Restaurant. Es hat einen eingängigen Namen "No hay español". In Ordnung. Schauen wir es uns an. Natürlich wäre es unfair, es mit meinem gewohnten Ort im Ausland zu vergleichen. Die Freunde, die Tradition. Nichts kann damit konkurrieren. Trotzdem, Essen ist Essen. Es gibt keinen Grund, warum ein Burrito nicht auch großartig sein kann, wenn er in Sibirien gemacht und serviert wird. Der Raum ist klein und völlig in Ordnung. Typischer Friedrichshain-Stil. Ich bestellte einen Kaktus-Burrito. Klingt lustig und die Zutaten klangen für mich lecker. Das Essen wird direkt vor dir zubereitet. Ich setze mich hin, fange an zu essen. Die Präsentation war mager. Der, im Grunde genommen, zum Mitnehmen bestimmte Burrito wird auf einen weißen Teller mit ein paar einzelnen Chips daneben gelegt. Ich hätte den Burrito lieber in den Händen gehalten, als diese einfallslose, unappetitliche Präsentation zu sehen. Entweder zum Mitnehmen oder den Teller angemessen garnieren. Der Burrito selbst war einfach und eindimensional. Ich konnte keines der ursprünglich köstlich klingenden Zutaten herausschmecken. Keine Bohnen, kein Salat, kein Reis. Das Einzige, was ich schmecken konnte, war die würzige Sauce. Und der Burrito war größtenteils kalt. Der Reis und das Fleisch/Kaktus sollten das Ganze warm halten, unabhängig von dem Salat. Das taten sie nicht. Insgesamt eine schlecht investierte 5,90 €. Ich werde nicht wiederkommen. Zur Einordnung: In dieser Gegend gibt es schon seit Langem eine Vielzahl neuer Restaurants, die globalen Trends folgen (vegan, Smoothies, Burger, Burritos, Sushi usw.). Einige von ihnen sind gut, viele sind schlecht (hallo gestriges Essen, gute Riddance, Smoothies, die immer halb so groß sind wie bei Jamba Juice). In dieser Hinsicht sticht dieses nicht heraus. Hoffentlich werden im Laufe der Zeit die zahlreichen kulinarischen Optionen in dieser Gegend die Gesamtqualität dieser Optionen verbessern. Bis dahin, halte dich an das, was sich in diesem Preisbereich bewährt und lange getestet hat: Döner, Schawarma oder Falafel."

Paolo Pinkel Und Das Schnabulat

Paolo Pinkel Und Das Schnabulat

Karl-Marx-Str. 55, 12043 Berlin, Germany

Pub • Pubs • Peruanisch • Mittagessen


"Was hat diese Einladung mit Michael Friedman, dem früheren CDU-Föderalvorsitzenden und Diskussionsleiter beim HR, zu tun? Aber zuerst zum Standort: Es ist wirklich verrückt und gleichzeitig brillant, gerade hier im chaotischen Neuköllner Kiez ein Restaurant mit diesem Gastro-Konzept zu eröffnen. Die Idee der drei Küchen klingt spannend, wirkt jedoch etwas trashig. Drei Monate nach Eröffnung scheint das Konzept noch nicht ganz angekommen zu sein. Paolo Pinkel Und Das Schnabulat ist eine Bar und Lounge mit angeschlossenem 3-Länder-Küchenrestaurant – oder andersherum. Die drei Küchen aus Peru, dem Norden Europas und Zypern verschmelzen zu einem neuen deutschen Cross-over. Normalerweise ist das nicht so mein Ding – nach dem Motto „ein bisschen von allem, aber nichts richtig“ –, doch eine vorschnelle Beurteilung wäre ungerecht. Kontaktinformationen sind kaum zu finden, eine Telefonnummer gab es nicht, aber die Tischreservierung per E-Mail wurde schnell bestätigt. Der Laden wirkt innen wie eine trashige New Yorker Chinatown. Im Gastraum sitzt man auf langen Holzbänken, während Neon-Schilder und kitschige Asiatisch-Lampen den Raum recht unruhig beleuchten. Die nordische Küche bringt authentische Rezepte von den Straßen Xi’Ans mit, liebevoll zubereitet aus regionalen Zutaten. Die zypriotische Großmutter-Küche trifft auf moderne Interpretationen, und die peruanischen Gerichte sind von der Region und südamerikanisch-spanischer Bar-Kost inspiriert. Jede der drei Küchen hat ihre eigene offene Kochstation, wo man à la carte oder aus wöchentlich wechselnden Gerichten wählen kann. Das Menü bietet hier also eine spannende Vielfalt. Bezahlen läuft direkt in der offenen Küche ausschließlich bar – Karten werden nicht akzeptiert! Die Speisen werden dann an den Tisch gebracht, während die Getränke direkt am Tisch bestellt und bezahlt werden. Die Schärfegrad der Gerichte kann nach Belieben mit „Cherry und Cherry“ variiert werden. Neben dem Essen darf man die schicke Bar nicht vergessen, die sich vorne rechts im Lokal befindet, dekoriert mit Steinblüten vor einer knallblauen Wand und niedrigen, ledergepolsterten Sitzgelegenheiten – alles wirkt sehr extravagant. Der Service ist aufmerksam, aber auch flott. Ab 20 Uhr füllt sich das Lokal und die Lautstärke wird leider ziemlich hoch. Die Toiletten sind rollstuhlgerecht. Zurück zum ehemaligen CDU-Politiker mit dem Saubermann-Image: Paolo Pinkel war angeblich der Deckname von Michael Friedman, der 2003 in einen Skandal um erzwungenes Füttern durch die Ukraine und Kokain verwickelt war. Einen Bar-Restaurant-Lounge so zu nennen, finde ich semi-gewagt, aber es passt zum traditionell-coolen Konzept des Hauses."