Paniertes Schweineschnitzel
Gasthof Waldgericht

Gasthof Waldgericht

Grüntaler Str. 4, Dornstetten, Germany, 72280

Pizza • Fastfood • Mexikaner • Europäisch


"Das Dornstetter hatte zur Familienfeier im Waldhof geladen. Aach. Aach war für mich immer „der Ort unter dem Viadukt“, über den bis heute fröhliche Züge von der heiteren Stadt in Richtung Stuttgart rollen. Aach, der Ort war schnell gefunden, die winkenden Verwandten ebenfalls. Der Waldhof selbst liegt etwas versteckt an einem kleinen Bach, der die perfekte kitschige Kulisse für das großartige Schwarzwald-Einkaufsgebäude bietet, in dem das Restaurant untergebracht ist. Der Ort hat Tradition und eine lange Geschichte – sogar der Name Waldhof kommt nicht von ungefähr. Vom 7. Jahrhundert bis zum Jahr 1837 fand hier zweimal im Jahr die Waldschmuckfeier statt, eine Veranstaltung, die sich um den Wald und die Natur kümmerte. Dort trafen sich die Schaffer, und auch die Richter hatten Durst. So gab es 1428 die sogenannte Taferei, ein Gerichtstisch, an dem nach erfolgreicher juristischer Arbeit auch die Zölle verwundet werden konnten. Nach einigen historischen Rekonstruktionen wurde das heutige Gebäude etwa 100 Jahre nach der Eröffnung der Taferei erbaut. Eine rustikale Umgebung mit viel Holz und einem wunderbaren alten Kaminofen erwartet den hungrigen Gast. Der prächtig gestaltete Gastraum ist über eine Treppe zugänglich. Flinke Bedienungen bringen alles in Windeseile mit den Speisekarten. Die Karte ist nicht überladen, noch im „Sparta“-Stil gehalten. Die Empfehlung der Verwandten lautete: „Wild! Definitiv Wild!“. Irgendetwas von den Lippen der jungen und frischen Bedienung zu hören, macht die Empfehlung umso wertvoller. Wild war schnell auf der Karte gefunden – geröstet mit einer üppigen, cremigen Sauce und selbstgemachten Spätzle, die ebenfalls sehr lecker klangen. Ein kleiner gemischter Salat wurde ebenfalls gereicht. Der Salat kam zuerst. Das Dressing war sehr schmackhaft, die Zutaten waren frisch. Es gab keine obligatorische Fertigsalzmischung aus großen Plastikpackungen, noch wurde ein Dressing mit der Konsistenz von Holzleim oder Tapetenkleister hinzugefügt. Top! Nach dem Salat folgte das Hauptgericht. Da fast alle im engsten Familienkreis durch die Bank Wild bestellt hatten, wurde ein hübsch angerichteter Teller serviert, auf dem nur das köstliche Ensemble zu finden war. Und die Beilagen? Kaum war der Gedanke daran, sie zu beenden, kam der Service wieder herein und brachte selbstgemachte Spätzle auf großen Servierplatten. Diese wurden strategisch (einschließlich eines Tellers Pommes) auf dem großen Tisch verteilt, an dem alle Menschen saßen. Später am Abend, nach einer Weile, wurde mehr mit der köstlichen Biersauce an den Tisch gebracht. Es begann das Essen, und bald herrschte bei allen eine knisternde Stille. Das Wild war butterzart und perfekt zubereitet, die Sauce war ein Traum und die Spätzle waren hervorragend. Sogar die Pommesliebhaber am Tisch waren voll und ganz zufrieden, obwohl ich mich nicht wirklich für Pommes begeistern kann. Die Portionen hatten genau die richtige Größe – niemand musste hungrig bleiben, alle waren pappsatt und fürchteten sich bereits vor dem folgenden Kuchenbuffet im Haus der Verwandten. Der Service war aufmerksam, niemand musste Minuten damit verbringen, zu warten, bis ein leeres Glas bemerkt wurde. Die Preise für das Essen sind im mittleren Bereich angesiedelt. Das Rehbraten kostete alles um die 16 Euro. Nach dem köstlichen Essen schob sich die ganze Meute etwas benommen die Treppe hinunter und versammelte sich im Freien. Eine Holzaussparung in der Wand weckte mein Interesse. Wasserbecken? Kann man sich das vorstellen? Mein Onkel bemerkte mein Interesse und erklärte: Ein Verbrecher, der vom Waldgericht verurteilt worden war, konnte entkommen, solange er seine Hand in dieser Wand hatte. Wenn die Hand die Nische verlassen sollte, könnte er sofort sein ihm zugedachtes Urteil erhalten. Die „Inklusion“ erhält hier eine ganz neue Bedeutung. Parkplätze sind in ausreichender Zahl vor dem Haus vorhanden. Wer möchte, kann hier auch übernachten. Ein Gästehaus ist ebenfalls verfügbar. Der Waldhof in Aach ist motorradfreundlich und sogar Haustiere sind nach Rücksprache kein Problem. Von mir gibt es glatte fünf Sterne. Ich möchte wiederkommen. Das Kuchenbuffet war von luxuriösen Erwartungen geprägt – auch wenn meine Tante sich entschuldigte, dass für 15 Personen nur sieben Torten und Plätzchen zur Verfügung standen."