Tafelspitz Vom Kalb
Coselpalais Grand Café

Coselpalais Grand Café

An D. Frauenkirche 12, 01067 Dresden, Germany, Germany

Cafés • Pizza • Deutsch • Meeresfrüchte


"Unser erster Besuch in Dresden und wir waren wirklich überwältigt. Die Anreise mit Bus und Bahn von Pillnitz aus war eine gute und erschwingliche Verbindung. Und die Sonne lacht mit uns. Dresden bietet eine Flut an Eindrücken - wie sah die Stadt vor 30 Jahren oder sogar vor 70 Jahren aus? Nach dem Besuch der Frauenkirche wollten wir eine Kleinigkeit essen. Es gibt viele Auswahlmöglichkeiten rund um die Frauenkirche. Bayerische Brauhaus-Atmosphäre, die mehrmals angeboten wurde, musste nicht sein. Das Coselpalais befindet sich direkt an der linken Seite der Frauenkirche und wir sahen den wunderschönen geschützten Hof, den Ehrenhof. Im Jahr 1765 wurde das barocke Gebäude erbaut, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Dieses Gebäude erstrahlt ebenfalls in neuem altem Glanz. Respekt für die Handwerker. Das Eingangstor steht weit offen und heißt Gäste mit täglichen Gerichten an dem großen Schiefertisch willkommen. Der Ehrenhof war fast vollständig besetzt, wir hatten einen schattigen Tisch mit bequemen Sitzgelegenheiten. Der Hof ist wunderschön und gepflegt, genauso wie das gehobene Innere des Restaurants mit verschiedenen Räumen und einer beeindruckenden Kuchentheke. Die Toiletten sind perfekt. Ein junger und sehr gepflegter Herr im gehobenen Service-Outfit begrüßte uns freundlich. Als Lehrling wurde er an seinem Revers genannt und machte gemeinsam mit seinem Kollegen einen wirklich guten Job. Er erkundigte sich nach unseren Getränken. Für uns trockenen Weißwein bitte, 0,2 l, sehr erfrischend und gut gekühlt, wurden für 4,50 € serviert. Es folgten noch 2 weitere Gläser. Auf der Tageskarte hatten wir 2 Gerichte, die wir bestellten: Empfehlung des Tages am 14.06.2017 Das Unternehmen war wirklich gut besucht, ein reiner Betrieb. Nach einer sehr angemessenen Wartezeit wurden unsere Gerichte auf gut vorgewärmten Tellern mit freundlicher Ankündigung serviert. Für mich das Quinoa-Apfel-Risotto. Luftig und dezent gewürzt, der nussige Geschmack des Quinoas bleibt erhalten. Der Apfel war etwas untergegangen. Dafür der grüne Spargel aromatisch und schön im Biss. Die Tomaten waren großartig. Dafür schlage ich mich. Was grün ist, ist immer willkommen für mich. Die Portionsgröße angenehm sättigend. Quinoa-Apfel-Risotto mit grünem Spargel und Tomaten So zufrieden ich war, war mein Mann der Gewinner mit seinem Garnelengericht! 7 große, glasige saftige Garnelen, das Risotto shloty und saftig. Ein leichtes Kaffeearoma war spürbar. Die Portweintrauben und der Chorizo-Schaum gaben ein wunderbares Aroma. Garnelen-Risotto Sharlots Eine sehr gelungene Kombination. Die Servicekräfte hatten alle Hände voll zu tun mit den vielen Gästen, alle machten einen sehr gut ausgebildeten und ruhigen Eindruck. Der Blick immer aufmerksam über die Gäste gerichtet, ausreichender Augenkontakt oder Handheben, um Wünsche auszudrücken. Wir wollten Dresden weiter erkunden, sonst wären wir viel länger geblieben. Es war trotz der zentralen Lage und der vielen Gäste sehr entspannend."

Au Lac

Au Lac

Lietzenseeufer 11, 14057 Berlin, Germany

Fisch • Suppe • Deutsch • Eiscreme


"Im Rahmen eines Osterausflugs in die Hauptstadt nutzten wir das Angebot zum 5-Gang-Ostermenü für 59,5€ pro Person, um diesen Ostersonntag kulinarisch schön krönen zu können. Gleich vorweg, das hat das Team des "au Lac" auch definitiv geschafft.Mit Blick auf den Lietzensee würde so mancher die Einrichtung des Hotel-Restaurants vielleicht als "altmodisch" bezeichnen. Für uns trug die klassische aber edel und in warmen Tönen gehaltene Einrichtung jedoch dazu bei, dass man sich gleich wohl und entspannt fühlt, was in manchen doch sehr steril und dunkel gehaltenen "modernen" Restaurant doch häufig fehlt.Bereits schon zu Beginn stand etwas Baguette und Kräuterquark auf dem Tisch: beides in standardmäßiger Qualität.Ohne Amuse Gueule startete das Menü auch sogleich mit der ersten Vorspeise "Lachs/Mousse/Konfiert/Gebeizt/Rote Bete/Gurke/Sauerrahm". Der Lachs wurde in dreierlei Form und Zubereitung gereicht. Tupfer von Lachs-Mousse waren schön cremig, mit feinem Lachs-Aroma und nicht, wie das bei solchen Fischcremes häufig passiert, übersalzen. Dieses Salz hätte bei dem frischen Tatar vom gebeizten Lachs und butterweichem Stück vom konfierten Lachs vielleicht etwas gefehlt. Dies kann aber mMn nicht als Kritikpunkt gelten, denn von vornherein gewährten Salz- und Pfefferstreuer auf dem Tisch jedem die Möglichkeit, seine Salzvorlieben individuell zu erfüllen. Die Gurke fand sich als "falscher Kaviar" auf dem Teller und gab der Vorspeise ebenso eine schöne Frische wie die Sauerrahm-Tupfer. Das Rote-Bete-Gelee war ebenfalls intensiv. Ein wirklich toller Auftakt.Mit "Bärlauchcreme/Wachtelei/Kartoffelstroh/Kapuzinerkresse" schloss sich die zweite Vorspeise an. Die Bärlauchcremesuppe erfüllte die von ihrem Namen erwartete Konsistenz und Aromatik auf jeden Fall. Das hart gekochte Wachtelei im Kartoffelstroh-Nest mit einem Blatt von der Kapuzinerkresse war nicht nur optisch ein tolles Element. Gerade das krosse Kartoffelstroh gab dem Gang den benötigten Crunch und Biss.Als Erfrischung folgte mit ein Sorbet von der Cantaloupe-Melone, welches mit einem Blatt frischer Minze gekrönt war und auf eingekochten weißen Trauben lag. Auch hier war die Melone klar herauszuschmecken. Dabei war das Sorbet für solch einen "Erfrischungsgang" von der Süße her richtig dosiert und die Trauben verliehen einen willkommenen säuerlichen Gegenpart. Einzig die Minze hätte man vielleicht in Form fein gehackter Blätter reichen sollen, da dessen Aroma in dem Gericht so eher fehlte.Beim Hauptgang wurde die Wahl zwischen einem Fisch- und Fleischgericht gewährt. Da wir zu zwei waren, konnten wir so die Gelegenheit nutzen, beide Gänge zu verköstigen:"Seeteufel/Camargue Reis/Sellerie/Karotte/Kaiserschoten/Flußkrebsschwänze/Noilly Prat"Der festfleischige Seeteufel war bis auf ein paar knorpelige Teile sehr saftig und gut gegart. Er war auf einem Sellerie-Karotten-Salat (mit gutem Biss) mit ein paar Flußkrebsschwänzen in feiner Noilly Prat Sauce angerichtet und von knackigen Kaiserschoten umgeben. Der Camargue Reis hatte ebenfalls noch einen angenehmen Biss, wäre aber ohne die Sauce und den Salat geschmacksneutral gewesen."Lammrücken/Souffle/Trüffel/Thymian/Bohnenkerne/Kräuterseitlinge/Assam Pfeffer/Joghurt"Beide Stücke vom Lammrücken waren auf den Punkt gleichmäßig rosa angebraten und mit Thymian sehr gut gewürzt. Dazu gesellte sich Bohnenkerne, Kräuterseitlinge und Champignonscheiben in einer aromatischen Sauce mit sehr homogener Konsistenz. Ein Highlight war jedoch auch das Kartoffelsouffle, dass einen herrlichen Stand hatte, locker und durch den Joghurt wunderbar saftig war und erfreulicherweise tatsächlich ein leichtes Trüffelaroma aufwies. Mit dem gleichnamigen Dessert "Osterspaziergang: Schokolade/Eierlikör/Matcha Tee/Kalamansi/Pistazie" wurde diesem kulinarischen Spaziergang tatsächlich noch einmal ein toller Schlusspunkt gesetzt. Die Pistazie wurde in Form eines wirklich tollen Pistazien-Marzipan-Eis gereicht. Lockere mit Schokolade ummantelte Hippen hatten ein leichtes Eierliköraoma. Tupfer von Kalamansi-Gelee wären allein etwas bitter gewesen, brachten in Kombination mit dem Schokomousse aber eine willkommene Säure und Frische. Schokoladenkrokant stellten mit ein paar Baiser-Krümel wieder den nötigen crunchigen Part. Auch die Stücke von Matcha-Tee-Biskuit waren eine schöne Abwechslung. Zusammengefasst beendet wir also beide wirklich sehr zufrieden und mit einem Lächeln diesen "kulinarischen Osterspaziergang". Die Zusammenstellung der Gänge war texturell und aromatisch gesehen stets gut abgestimmt und auch die Qualität der Produkte und Zubereitung stimmte: große Schwächen gab es einfach keine. Hier und da noch etwas mehr Intensität bei der Würzung wie z.B. beim Fisch, dem Reis oder auch der Minze im Sorbet und es gäbe wirklich nichts, was 5/5 Punkten noch im Wege stehen würde. Aber das ist mit Betonung wirklich ein Jammern auf hohem Niveau.Auch der Service (abwechselnd ein etwas älterer Herr und eine junge Dame) passte sich sehr gut der "klassisch" gehaltenen Wohlfühlatmosphäre an und agierte stets freundlich. Einzig die junge Dame wirkte noch etwas angespannt und unsicher.Auch wenn es bei den Speisen "nur" 4/5 Punkten gab, so verdient das Preis-Leistungs-Verhältnis angesichts eines Menü-Preises von 59,5€ pro Person abschließend doch die volle Punktzahl, denn mehr könnte man dann nur von einem Sterne-prämierten Restaurant erwarten."