Bahnhof Burgholz - Speisekarte

Zur Kaisereiche 23, 42349 Wuppertal, Nordrhein-Westfalen, Germany

🛍 Käse, Suppe, Kaffee, Mexikanisch

4.5 💬 1241 Bewertungen

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Adresse: Zur Kaisereiche 23, 42349 Wuppertal, Nordrhein-Westfalen, Germany

Stadt: Wuppertal

Menü Gerichte: 3

Bewertungen: 1241

Webseite: https://www.bahnhof-burgholz.de/

"Bereits 1891 wurde hier eine Eisenbahn gebaut. Aus dem Tal der Wupper, hinauf auf die Wupperberge auf 325 Meter Höhe, bis nach Cronenberg. Auf der einspurigen Strecke fuhren bis 1988 uralte Triebwagen, die in den Kurven besonders schaukelten und an den gleichnamigen Tanz (Samba erinnerten. Daher der Name Sambatrasse . Dann legte die Deutsche Bahn die Strecke still. Bis sie 2007 wieder als Wanderweg und Fahrradweg eröffnet wurde. Ganze 10 Kilometer lang, in Teilen durch Wälder (Staatsforst Burgholz geführt, geringe Steigungen. Das man sich gerade im Frühling viel und oft in der frischen Luft aufhalten soll, nun dagegen spricht nichts. Ganz viel frische Luft kann man z.B. liegend auf der Terrasse oder sitzenden im Biergarten einatmen, was ich beides favorisiere. Nun gibt es in meinem Umfeld bekannte Menschen die der Meinung sind, dass man sich diese Frischluftzufuhr erwandern muss. Wandern bedeutet für mich frei übersetzt, eine aufwendige und vor allem qualvolle Form der Fortbewegung . Freunde hatten uns eingeredet, mal wieder auf der Sambatrasse zu wandern. Schon das Wort Wandern löst bei mir eine intensive innerliche Abwehrhaltung aus. Zunächst schaffte ich den Personenkreis davon zu überzeugen, nicht die gesamte Strecke (10 Km zu laufen, sondern ungefähr die Hälfte. Und natürlich nicht hinauf , sondern talwärts herunter. Somit hatte ich bereits die erste Hürde für mich entschieden, nämlich die angedachte Wanderung auf einen angenehmen Spaziergang zu reduzieren. Hasimausi bezeichnet mich mal wieder als faul . Nun damit kann ich leben, ganz besonders dann, wenn man die Kurzstrecke erfolgreich verhandelt hat und dazu noch talwärts. Das wir solche Gewaltmärsche gastronomisch unterbrechen müssen, darf man als Selbstverständlichkeit voraussetzen. So erreichten wir schließlich bei ordentlichen 18 Grad und einem Sonnen Wolken Mix den Bahnhof Burgholz. Dort wo seit 28 Jahren kein Zug mehr fährt, mitten im Wald. Ruhe und gute Luft ohne Ende, Autos Fehlanzeige ! Wobei die Bezeichnung Bahnhof sehr großzügig ist. Es handelt sich vielmehr um eine Blockhütte, die einsam mitten im Wald steht. Das Ambiente erinnert etwas an eine Berghütte, im Schwarzwald oder in sonstigen Wäldern. Die Einrichtung ist rustikal bäuerlich . Die rot weiß karierten Tischdecken und der Kaminofen könnten auch dem Musikantenstadl entsprungen sein. Seit dem letztem Jahr gibt es sogar einen Anbau, mit einer zusätzlichen Räumlichkeit. Alles Gott sei Dank ohne quälende musikalische Musikberieselung von Hans Hinterseer oder irgendwelchen alpenländischen Spatzen aus Kastelruth, die man in solchen gastronomischen Betrieben häufig zur Anwendung bringt. Da das Wetter soweit ganz ordentlich war, platzierten wir uns draußen im Biergarten. Hier fühlt man sich Bayern ganz nah. Eine robuste Brauerei Bestuhlung, man rückt zusammen. Ganz schnell kommt man mit Biergarten Dauersitzern, Dackel und Golden Retriever Herrchen+Frauchen, Extremwanderern, Walker mit Ski Stöcken (Wofür braucht man die eigentlich ? , Power Radfahrern und E Bike gestützten und voll durchtrainierten 70 Jährigen ins Gespräch. Das Publikum ist bunt, gesprächig, nett, mitteilsam und durstig. Hier kommen viele wohl nicht extra zum Essen hin. Vielmehr wird hier pausiert und dann dazu ordentlich Speis und Trank konsumiert. Eben ein Biergarten und ganz weit weg von Tante Elfriedes Sonntags Ausflugsgaststätte . Traditionell und rustikal muss nicht zwingend antiquiert bedeuten. Das gastronomische Angebote passt zum Ambiente. Für mehr oder weniger 5, Euro gibt es Bratwürste, Leberkäse, Pfannkuchen oder Heringsstipp. Wer etwas mehr investiert zahlt runde 10, Euro für Pastagerichte und verschiedene Schnitzel. Wer richtigen Hunger hat, bestellt sich für knappe 15, den Grillteller oder für nur 16,90 Euro ein 300 Gramm Hüftsteak. Nicht ganz so passend für eine Almhütte sind die diversen Pizzen, die man auf einer Pizzakarte findet. Aber offensichtlich gibt es auch dafür hier im Wald dankbare Gäste. Dazu frisches Jever oder Hofbräuhaus Bier. Und natürlich für die Freunde der kölschen Braukultur, Sünner Kölsch und/oder Früh Kölsch. Das letztere (Früh Kölsch wirbt ja bekanntlich gerade anlässlich der Fußball WM 2016 in Frankreich mit dem kreativen Spruch:  Frank, reich mir das Kölsch . Da wir hier nicht zum ersten mal aufgeschlagen sind ich immer völlig ermattet vom 1/2 stündigen Anmarsch aus dem Ortsteil Küllenhahn kannten wir das Angebot. Wir bestellten zunächst für Hasimausi ein Weizen und für mich ein Kölsch. Der Rest unserer Gruppe ähnliche Getränke. Der großzügige Verzicht auf alkoholfreie Getränke wie Wasser, Cola etc. war einheitlich. Dazu für Hasimausi eine Pasta mit Schinken und für mich den Klassiker: Leberkäse mit Spiegelei und Bratkartoffeln. Unsere Freunde bestellten ähnliches, vom Schnitzel bis zur Pizza. Zum Service sei angemerkt, dass der stets überall agierende Chef immer alles im Blick und für jeden Gast einen guten Spruch auf den Lippen hat. Leider ist sein Biergarten Kellner nicht ganz so flott. Aber das scheint hier die erkennbar vielen Stammgäste nicht zu stören. In der Ruhe liegt die Kraft. Wer hier meint den Biergartenservice drängeln zu müssen, hat schon verspielt. Zur Not geht man eben in die Almhütte zur Theke und holt sich dort sein Bier. Auch das ist hier normal, auch das reklamiert hier keiner. Und wenn, dann mit einer humorigen Spitzfindigkeit wie z.B. Hast Du Dir beim Gehen noch die Hose geflickt ? Inzwischen hatte die Sonne die meisten Wolken verdrängt, die Zeit verging im Fluge, mit Kölsch und Gesprächen. Die Wanderpausen Mahlzeit wurde serviert. Beides einfach aber ordentlich angerichtet. Hier erwartet niemand Kulinarik , hier wird gegessen was auf den Tisch kommt . Meine Dame lobt die Pasta, mit dem leichten Sahnesößchen. Auch der Schinken war völlig in Ordnung. Schinken aus Parma erwartet hier niemand. Auch mein Essen erfüllte das, was ich erwartet hatte. Handwerklich sauber zubereitete Bratkartoffeln, kross und lecker. Ein gutes Stück Leberkäse, darauf ein Spiegelei, fertig ! Und danach ? Nun der Heimweg runter ins Tal ist deutlich länger als der Hinweg. Mit guten 45 Minuten muss man schon rechnen. Meine Freunde und dabei ganz besonders die anwesenden Herren zogen es vor hier noch etwas zu verweilen. Das Kölsch war frisch und der ein oder andere benötigte noch für den Rückmarsch die Stärkung in Form von Obstwasser. Hätten unsere sehr lieben Damen auf deren Wünsche wir natürlich immer umgehend hören und reagieren nicht zum Heimweg gedrängt, wir wären bestimmt noch etwas geblieben, denn die Sommerzeit schenkt uns ja bekanntlich bis gut 22:00 Uhr noch ausreichend Helligkeit. Nun denn, wir machten uns auf den Heimweg. Viele der Trassenbenutzer erleben auf dem Hin oder Rückweg oftmals eine wirkliche Besonderheit. Man trifft häufig auf einen oder mehrere Tiger, kein Witz ! Diese sind weder ausgestopft und auch keine Plüschtiere. Es handelt sich in der Tat um Sibirische Tiger ! Wie das geht ? Nun laufen Sie mal über die Sambatrasse, mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie Tiger begegnen. Fazit: Mal frische Luft tanken ? Dazwischen pausieren, auf ein Bier mit ordentlicher Hausfrauenkost ? Dann macht man hier keinen Fehler. Perfektionismus wird hier nicht erwartet, der wird hier auch nicht versprochen. Das Essen verdient gute 3 Sterne. Unter Berücksichtigung der Lokalität und der Preisstellung sicherlich noch etwas mehr. Der Service des Chef ist nahezu perfekt. Immer präsent, immer freundlich, immer aufmerksam und ausgestattet mit dem Langzeitgedächtnis, dass man so fast nur bei Wirten findet. Irgendwann war man mal dort, kommt Monate später wieder und der Wirt kennt noch ganz genau die Getränkewünsche wunderbar ! Sein Biergarten Bier Servierer verfügt in diesem Bereich noch über Reserven. Zum Ambiente. Eben eine einfache, aber nette Blockhütte. Dazu ein Biergarten, wie man ihn südlich des Weißwurstäquators so oder ähnlich vielfach findet. Leider hier im Rheinland eher seltener oder wenn dann eher künstlich . Hier ist es noch urig und nicht gestylt rustikal."

Ganze Speisekarte - 3 Optionen

Alle Preise sind Schätzungen auf Menü.

Nachspeise

Schnitzel

Grillspezialitäten

Günther Günther

Sehr leckeres Essen und sehr freundliches Personal.

Adresse

Karte anzeigen

Bewertungen

Sandra
Sandra

Idyllisch, ruhig und sehr freundliches sowie lustiges Personal!


Susanne
Susanne

Schön in den Wald eingebettet. Freundliches Personal, leckeres Essen


Alexander
Alexander

Schlechter Service. Cappuccino war Filterkaffee mit Milchschaum drapiert. Speisekarte ansehen


Martin
Martin

Uriges Waldrestaurant mit leckerem Buffet, Antipasti, Salate und gutem Grillfleisch bei privater Grill- und Geburtstagsfeier!


s
s

Wir gehen sehr gerne hierher. Wir fühlen uns hier äußerst wohl. Wenn wir auf der Sambatrasse unterwegs sind, ist ein Stopp beim Bahnhof Burgholz ein Muss. Sehr familiär und herzlich.


Matti
Matti

Lage, Lage, Lage... Perfekt gelegen an der Sambatrasse im Burgholz ist der Biergarten unser Ziel nach der MTB-Tour. Die ruppige Art des Cheffe ist nicht jedermannssache... Mir passt 's Speisekarte ansehen


Christina
Christina

Super uriger Biergarten mitten im Wald. Klein und rustikal. Gefällt mir sehr gut. Freundliche Bedienung, eiskalte Getränke und eine gute Auswahl an Speisen. Wir haben dort allerdings nichts gegessen.


Andreas
Andreas

Sehr gemütliche Stätte um kurz Rast zu machen und etwas zu Essen und oder zu trinken. Sehr idyllisch gelegen mitten im Wald an einer alten Bahnstation. Sehr zu empfehlen für alle die auf der Samba-Trasse unterer sind.


مؤمن
مؤمن

Bereits 1891 wurde hier eine Eisenbahn gebaut. Aus dem Tal der Wupper, hinauf auf die Wupperberge auf 325 Meter Höhe, bis nach Cronenberg. Auf der einspurigen Strecke fuhren bis 1988 uralte Triebwagen, die in den Kurven besonders schaukelten und an den gleichnamigen Tanz (Samba erinnerten. Daher der Name Sambatrasse . Dann legte die Deutsche Bahn die Strecke still. Bis sie 2007 wieder als Wanderweg und Fahrradweg eröffnet wurde. Ganze 10 Kilometer lang, in Teilen durch Wälder (Staatsforst Burgholz geführt, geringe Steigungen. Das man sich gerade im Frühling viel und oft in der frischen Luft aufhalten soll, nun dagegen spricht nichts. Ganz viel frische Luft kann man z.B. liegend auf der Terra... Speisekarte ansehen

Kategorien

  • Käse Eine kuratierte Auswahl an handwerklichen Käsesorten aus aller Welt, die mit vielfältigen Geschmäckern und Texturen den Gaumen erfreuen. Perfekt zum Teilen oder individuell mit den idealen Begleitungen zu genießen.
  • Suppe Warme und tröstliche Suppen, um Ihre Seele zu nähren. Wählen Sie aus einer Vielzahl von geschmackvollen Brühen und herzhaften Zutaten, perfekt für eine einfache Vorspeise oder eine sättigende Mahlzeit an einem kühlen Tag. Speisekarte ansehen
  • Kaffee Genießen Sie unsere reichhaltige und aromatische Kaffeeauswahl, die fachmännisch gebraut wird, um Ihre Sinne zu wecken. Von klassischem Espresso bis zu cremigen Lattes entdecken Sie die perfekte Mischung, um Ihren Tag mit einer geschmackvollen Note zu beginnen.
  • Mexikanisch Authentische mexikanische Aromen erwarten Sie mit heißen Fajitas, herzhaften Tacos, pikanten Enchiladas und frischem Guacamole, alles zubereitet mit reichen, traditionellen Gewürzen und serviert mit lebhaften Beilagen. Genießen Sie eine Fiesta auf Ihrem Teller!

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Taormina

Taormina

Südstraße 26, 42103, Wuppertal, Germany

Speisekarte • Pizza • Pasta • Pizzeria • Italienisch


"Wenn eine Familie ein italienisches sizilianisches Restaurant bereits seit 40 Jahren ohne Unterbrechung in einer deutschen Großstadt führt, kann man getrost von einem Traditions Italiener Sizilianer sprechen. Vierzig Jahre am gleichen Standort, vis a vis der Wuppertaler Schwimmoper und dazu noch nicht einmal ein idealer Standort, etwa 1,5 Kilometer von der City entfernt. Lange waren wir nicht mehr hier zu Gast, natürlich ist es nicht 40 Jahre her, aber doch zwei oder drei Jahre. Wir traten ein. Genau so wie früher, immer voll. Das Ambiente hat sich zum Vorteil verändert. Keine südeuropäischer Touristen Kitsch mehr, eher puristisch und damit zeitgemäß passend. Ein freundlicher Restaurantchef begrüsste uns. Das er eine sehr schicke kurze schwarze Hose (bis zum Knie trug, verwunderte uns zunächst, störte uns aber keinesfalls. Seine Figur erlaubte es, dieses Designer Stück im deutschen Hochsommer zu tragen. Er begleitete uns zu unserem netten 2 er Tisch in einem Nebenraum des Restaurant 's. Früher sagte man dazu bestimmt Separee. Im Separee waren noch zwei weitere Tisch, dazu und vor allem zu den dortigen Gästen später mehr. Der Tisch war nett eingedeckt, inklusive Blümchen und einem LED Leuchtwürfel. Gerade Platz genommen erschien eine hübsche, schwarzhaarige weibliche Bedienung und reichte uns die Karten. Das Angebot machte einen sorgfältigen Eindruck. Natürlich Pasta, auch Pizzen, aber auch verschiedene Rinderfilets und etwas aus dem Meer. Dazu noch eine tagesaktuelle Karte. Die Beschreibung der Gerichte ging über den Standard Italiener Sizilianer hinaus. Alles wirkte sehr kreativ. Entweder verstanden die Ragazzi in der Küche ihr Handwerk oder sie konnten sich gut verkaufen. Wir bestellten die Getränke, die umgehend serviert wurden. Inzwischen hatten wir unsere Wahl getroffen. Zweimal die Antipasto Taormina (12, Euro a Person , Filetto de Manzo (Rinderfilet mit Steinpilzen, 29, Euro und die Gamberoni a la Taormina (Riesengarnelen mit Parmaschinken, 26, Euro . Hinsichtlich der Beilagen ließen wir uns einfach überraschen, denn die Karte führte Tagesbeilagen auf. Während wir es beim eintreten in das Restaurant etwas laut empfunden haben, war es im Separee (noch deutlich ruhiger. Die hübsche Schwarze erschien zügig wieder am Tisch und servierte schwarze Oliven mit einer Chillie Schote und etwas Brot. In der Tat nur ETWAS Brot. Wenn man eine kleine Scheibe helles Brot in vier Teile schneidet, dann ergibt das ETWAS Brot. Wobei mich das nicht störte. Oliven sind nicht mein Fall, werden aber gerne von Hasimausi verzehrt. Und Brot pur ohne einen Dip, nein Danke. Mein Blick wanderte etwas zu den beiden Nachbartischen. Vatter, Mutter, plus Sohn kurz vor dem Ende der Grundschulzeit, plus pubertierender Tochter vom Type äh datt iss hier die pure ätzende Langweile Alter . Dazu noch weitere Familienmitglieder oder Freunde. Hasimausi zischte mich an, jetzt bitte nichts zu sagen. Konnte ich auch nicht wollte es aber gerne denn die schwarzhaarige Schönheit servierte die Vorspeisen.  Erster Eindruck: WAU ! Nein es war keine Masse die serviert wurde, sondern eine Präsentation die erstaunte. In der Küche musste ein Foodstylist tätig sein. Die Salamischeiben waren zu Rosen drapiert, ebenso der Schinken aus Parma. Die Büffelmozarella Kügelchen ruhten in einem Bett aus Basilikum Blättern. Dazu noch Bruschetta belegt mit eingelegten Paprika und Pilzen, die eher an Törtchen erinnerten. Dabei war auffällig, dass das Brot eine deutlich bessere Qualität hatte, als das zuvor servierte Brot zu den Oliven. Was die Optik dieser Antipasto versprach, erzeugte dann auch ganz viel Spaß im Mund. Mein lieber Italiener Sizilianer, dafür ein dickes Kompliment. Antipasto auf den Teller werfen können viele. Hier war das deutlich anders. Eine sehr gute Qualität der Produkte, wunderschön präsentiert. Wir waren mit den Vorspeisen umfänglich zufrieden, genau so mit dem sehr aufmerksamen Service. Immer präsent, immer sofort eine Reaktion auf leere Gläser und dazwischen 2 oder 3 mal die Nachfrage ob alles okay ist. Nun hatte ich im Vorfeld der Hauptgerichte etwas Zeit, mich (mit Augen und Ohren um den Nachbartisch zu kümmern. Und oh Wunder, Hasimausi sprach darüber nicht ihren Unmut aus. Sie war ebenso verwundert über das Verhalten der (Groß Familie am Nebentisch. Vieles erinnert an die TV Familie Flodder. Der Grundschüler daddelte mit der linken Hand auf seinem Smartphone, während er mit der rechten Hand versuchte Spaghetti in den Mund zu verfrachten. Diverse Versuche gingen mehrfach daneben. Immerhin benutzte er eine Gabel. Das alles wurde noch dadurch gekrönt, dass dass Handy diverse Töne hörbar bis zu uns abgab. Eben Video Games live und in Farbe. Die weiterhin durchgängig gelangweilte Tochter führte ihren Kopf immer tiefer in den tiefen Pasta Teller, um mit einem Löffel die Spaghetti in den Mund zu schieben. Sie zischte ihren Bruder mehrfach an: Du nervst . Das alles störte die Mutter nicht, die ebenso Handy daddeln mit dem verspeisen ihres Essen kombinierte. Ich kannte diese Zirkusnummer noch nicht. Zeitgleich essen und das Handy bedienen, ist schon artistisch. Lediglich Vatter griff nur zwischendurch mal zum Handy. Auffällig war noch das niemand am Tisch der (Groß Familie Worte wie DANKE gegenüber dem Service nutze und bei jeder Getränke Bestellung die Formulierung ICH WILL , anstatt ICH MÖCHTE angewendet wurde. Aber darf man solchen Kindern Vorwürfe machen. Nein, denn die Eltern leben ja konsequent vor, wie man sich ein einem Restaurant verhält. Wie heißt dazu das Zauberwort ? Verhaltens Konformität ! Dem Himmel sein Dank, das Filet und die Garnelen wurden serviert. Die Tagesbeilagen beider Gerichte bestanden aus einem sehr frischen Salat, mit gut abgestimmten mediterranem Gemüse. Das Filet war von vorzüglicher Fleischqualität und wurde auf den Punkt so serviert wie bestellt medium well. Die dazu gereichte Steinpilzsauce kam garantiert aus keiner Tüte. Sie war wohl frisch zubereitet, ein Genuss. Mein Blick wanderte auf den Teller von Hasimausi. Vier wundbare große Riesengarnelen, halb geöffnet, essfertig präsentiert. Wobei man die Garnelen zunächst nur erahnen konnte, waren sie doch mit Parmaschinken umwickelt. Also quasi Surf Turf in der sizilianischen Version. Von Hasimausi ein uneingeschränktes Lob. Mit anderen Worten Klasse. Dessert ? Nun, Dolci aus dem Land das seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg in 72 Jahren 64 Regierungen erleben musste, war noch nie mein Fall, mir einfach zu süß. Und genau da setzt meine Anregung zu einer Verbesserung des Ristorante Taormina ein. Warum ist auf der Karte kein Käse Dessert aufgeführt ? Formaggio aus dem Land von Berlusconi, Fiat Ferrari und Eros mit Ramazotti ist doch Spitzenklasse, zumal der Büffelmozarella auf der Vorspeise schon überzeugte. Gut ja, ich hätte nach dem Formaggio fragen können, habe ich aber nicht. Stattdessen beschränkten wir uns auf Grappa Espresso. Was sonst noch auffiel: Auf der Karte des Ristorante Taormina wird dem unwissenden Gast genau erklärt, was die unterschiedlichen Garstufen für Steaks (Rare, Medium Rare, Medium, Medium Well und Well Done bedeuten. Sicherlich gibt es immer noch Esser, die das so genau nicht wissen. Was wir allerdings sehr witzig fanden, war die Erklärung für Well Done: WELL DONE ist ganz durchgebraten. Sie haben ein Stück Natur ruiniert aber wenn Sie es so haben möchten, bestellen Sie es ruhig . Unser Fazit: Der Service agiert freundlich, flott und war immer präsent. Dafür gerne 5 Sterne. Wären wir am Ende noch mit einem Käseteller überzeugt worden, wären die 5 Sterne unstrittig. So aber völlig überzeugte 4,5 Sterne. Ohne Tadel die Sauberkeit, gerne dafür 5 Sterne. Das Ambiente ist schlicht, aber soweit in Ordnung. Dafür 3,5 Sterne. Und was auf dem Teller serviert wird, ist das Geld ohne Einschränkung wert. Daher für Preis/Leistung 5 Sterne. Uns hat besonders gefallen, dass das Restaurant an keiner Stelle irgendwelche kulinarischen (Höchst Leistungen verspricht, sondern in der Karte den Gast eher bodenständig und ehrlich anspricht. grazia tante. ps 1. Das restliche Publikum war völlig in Ordnung und ganz weit weg von der Familie Flodder, die sich wohl hierhin verirrt hatte. Ich denke es war die Ausnahme hier. ps 2. Die hier bei GastroGuide beiden hinterlegten Bilder für das Ristorante Taormina scheinen uralt zu sein und spiegeln nicht das wieder, was uns serviert wurde."