Kulimare - Speisekarte

Mittenwalder Str. 59, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Bavaria, Germany

🛍 Sushi, Fast Food, Vegetarisch, Italienisch

4.4 💬 4186 Bewertungen
Kulimare

Telefon: +498821945820

Adresse: Mittenwalder Str. 59, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Bavaria, Germany

Stadt: Garmisch

Menü Gerichte: 21

Bewertungen: 4186

Webseite: http://www.ristorante-kulimare.de/

"Wie bereits in meinem vorletzten Machwerk erwähnt, sollte unser letzter Tag in Garmisch Partenkirchen kulinarisch gesehen fest in grün weiß roter Hand sein, wobei weder Mexiko noch Ungarn zum Zuge kamen; ausschließlich Bella Italias Gaumenfreuden sollten unseren Hunger stillen.   Leichte Wehmut sollte den Abend begleiten: Wo waren die letzten acht Tage geblieben, waren wir nicht erst vorgestern angereist? Kinder, wie die Zeit vergeht…   Aber auch Vorfreude sollte mit im Spiel sein, ein weiterer weißer Fleck auf der GAP Kulinarik Landkarte sollte ausgemerzt werden, ein Besuch bei einem beliebten, bislang nicht heimgesuchten Italiener stand an: dem „Kulimare“ im Dorint Sporthotel Garmisch Partenkirchen.   Obacht bot auch an diesem Abend wieder einmal selbstlos ihre Fahrdienste an, gegen 20 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Partenkirchen und nach wenigen Minuten und Kilometern konnte das Vehikel entspannt auf dem Parkplatz des Hotels abgestellt werden.   Das Hotel beherrscht die Szenerie, man muss schon genau hinschauen, um das Restaurant im ersten Stock eines Nebengebäudes zu entdecken. Es wirkt von außen betrachtet doch etwas nüchtern, sachlich und etwas in die Jahre gekommen; einladendes, mediterranes Flair sieht dann doch anders aus. Außenansicht   Aber wie man weiß: „Grau ist alle Theorie entscheidend is ' auf 'm Platz“… bzw. auf dem Teller, also machten wir uns auf den Weg ins Obergeschoss, wo dann die totale Retro Immersion ihren Lauf nehmen sollte.   Ein großer offener Raum, die Decken und Säulen in Weiß, an so mancher Wand prangt ein klischeebeladenes Fresco das wohl auch nach dem engagierten Studium einiger Bob Ross Folgen entstanden sein könnte, das Ganze passend garniert mit weißem Leder als Bespannung für die in einigen Bereichen vorhandenen Bänke.   Kurzum: Mehr 80er Jahre Italo Flair geht eigentlich nicht! Hätte an einem Ecktisch Monaco Franze bei einem Kir Royal einer jungen Dame schöne Augen gemacht, es hätte mich nicht gewundert und tatsächlich dinierte ein silbergrauer Herr im feinen Zwirn mit einer ebensolchen Begleiterin was ich rückblickend selbstredend mit einem halben Extrastern für das Ambiente würdigen möchte: „A bisserl was geht schließlich immer!“  Ich wollte Sie ja gar nicht ansprechen, Fräulein. Ich wollte Sie ja nur fragen, ob wir vielleicht eine Tasse Kaffe zusammen trinken wollen.   Die freundliche Begrüßung erfolgte durch eine aparte Italienerin Ende Fünfzig in eleganter Garderobe. Sie sollte auch den Service übernehmen und überzeugte mit ihrer angenehmen, höflichen und dabei niemals aufgesetzt oberflächlichen Art.   Obacht! hatte einen sehr schönen Tisch reserviert, am Rande des Geschehens direkt an der Glaswand zur Terrasse, auf der Außenansicht links zu sehen. Die Terrasse ist nett anzuschauen, auch wenn der Ausblick nicht ganz so berauschend ist wie im „Da Nico“ kann ich mir gut vorstellen, hier an einem lauen Sommerabend den Tag mit einer guten Pasta zu beschließen. die Terrasse nach Sonnenuntergang   Die schlichte Tischkultur selbst lehnt sich stark an das restliche Ambiente an, gut gefielen mir die hochwertigen Stoffservietten im Glas.   Signora erfragte erste Getränkewünsche, worauf bald drei gut gekühlte Gläser Prosecco – eher Frizzante als Spumante – zu 4,50 € und eine große Rhabarberschorle zu fairen 3,50 € serviert werden sollten.   Die Karte ist erfreulich überschaubar und saisonal gehalten, es gibt weder die notorische, drei Milliarden Positionen umfassende Pasta und Pizza Litanei, noch bis auf einige Ausnahmen – die üblichen Mainstream Klassiker.   Natürlich gibt es Pasta und sogar die ein oder andere Pizza, allerdings liest sich alles stets mit einem Hauch Klasse und Anspruch versehen, ohne dabei exaltiert oder angestrengt zu klingen.   Entspannt wählten wir unsere Gerichte, der Prosecco mundete dazu, Signora notierte routiniert und entschwand in Richtung der Küche.   Von dort sollten wir bis zum Servieren der Vorspeisen zu meiner großen Verwunderung leider NICHTS  vernehmen. Es ist mir völlig unverständlich, warum man in Ermangelung eines echten Amuse nicht zumindest bspw. ein paar Oliven mit Brot, Öl und Balsamico auf den Tisch stellt, zumal wenn man sich das leicht gehobene Preisniveau und das Ambiente vor Augen hält.   Das führt neben anderen Aspekten dann auch zu Abzügen bei Küche und Preis Leistungs Verhältnis, hier kann man mit wenig Aufwand und Wareneinsatz für zufriedene Gäste sorgen und selbst wesentlich günstigere Mitbewerber machen dies in den meisten Fällen ebenso.   Vorspeise   Carpaccio di manzo – 14,50 € 2018 Montmija Syrah rosé, Les Domaines Auriols SAS, Lezignan Corbiers, Frankreich – die Flasche zu 23,00 €   Carpaccio di Manzo Das Gericht sollte optisch nicht ganz an die farbenfrohen Malereien seines Namensstifters heranreichen, quantitativ zudem äußerst überschaubar präsentierte es sich eher puristisch und gewöhnlich.   Der einzige kleine Kunstgriff waren einige Tupfer eines Basilikum Pestos, ansonsten trafen sich nur extrem dünnes Fleisch, Parmesen Späne, Olivenöl, Rucola, Pflücksalat und etwas Fleur de Sel ich bat um eine Pfeffermühle und pfefferte beherzt nach.   Das Fleisch war derart dünn und in so kleiner Grammzahl vorhanden, das es schwer fiel, hier genau hinzuschmecken, es blieb aber geschmacklich eher unauffällig.   Wenn man es schaffte, alle Komponenten gemeinsam auf die Gabel zu bugsieren, ergab sich erwartungsgemäß – was soll bei dieser Kombination auch schiefgehen? – ein sehr gelungenes Gesamtbild, allerdings war dann auch nach fünf Gabeln die Vorspeise erledigt.   Eine sehr wohlschmeckende Vorspeise für den sprichwörtlichen hohlen Zahn, das sei mir erlaubt festzustellen auch wenn ich Qualität gegenüber der Quantität natürlich den unendlich größeren Stellenwert einräume.   Herr Obacht und ich teilten uns eine Flasche eines französischen Bio Weines, der recht einfache, gefällige Wein gefiel mit frischer, mineralisch unterbauter Himbeer Frucht, ein Bilderbuch Terrassenwein für den Sommer, auch wenn ich diesen Begriff hasse, aber hier passt er wie die Faust aufs Auge.   Die Kalkulation des Weines möchte ich übrigens sportlich ambitioniert nennen. Ach, hätte die Küche in Sachen Amuse doch auch solche Ambitionen gehabt…   Madame war wenig hungrig und beschied sich mit einem Carpaccio und einem Insalata Mista, der wenig kreative, kleine Beilagensalat – der auch optisch nicht gerade eine Sternstunde darstellte – wurde mit strammen sechs Euro berechnet: keine schlechte Wertschöpfung für eine halbe Tomate, ein paar Stücke ungeschälte Gurke, ein paar Blatt Salat und etwas geraspelte Karotte… Carpaccio Insalata Mista     Hauptgericht   Wolfsbarsch mit Ratatouille und Kartoffelgratin – 26,50 € Wolfsbarsch Ratatouille Gratin Petersilien Palme                         Aloha! Eine Petersilien Palme steckte im Fisch und versprühte Urlaubsfeeling, diese „interessante“ Großtat in der Kulturgeschichte der Speisen Garnitur funktionierte leider nur deshalb, weil die Haut nicht im Ansatz resch war, wie ich beim Entfernen des Gestrüpps feststellen musste.   Das Ganze auf einem an Ratatouille erinnernden Gemüse Mix und dazugehöriger, leicht wässriger Sauce. Bei letzterer war für mich nicht feststellbar, ob diese Teil des Ratatouilles war oder separat angesetzt wurde, letztlich auch egal denn geschmacklich dominierte nur Tomate, Olive und Sellerie Tiefe, Wucht und Aromenspektakel waren leider Lichtjahre entfernt.   Der ideale Garpunkt des Fisches wurde leider etwas überschritten, aber fairerweise muss man erwähnen, dass er noch völlig akzeptabel war, trocken war er mitnichten.   Den Eigengeschmack könnte man mit „unauffällig“  am ehesten treffen, es war in Ordnung aber es schmeckte nicht unbedingt so, als ob die Ware erst nachmittags aus dem Rungis Express Helikopter geladen wurde.   Das Gratin einfache Pfeffer und Salz Küche, etwas Muskat und Aglio, gut gefielen die hauchdünnen Schichten, was man zu Hause mit dem Gemüsehobel allerdings problemlos ebenso herstellen kann.   Ein enttäuschender Hauptgang, leider, ich bestelle selten Fisch zu diesem und hatte mich auf ein kleines mediterranes Aromen Feuerwerk gefreut, das hier war eher ein Knallbonbon.   Obacht! verspeiste ihre Pizza mit gegrilltem Gemüse nur zur Hälfte und ich fand diese optisch auch nicht so richtig gelungen. Ob es ihr nicht geschmeckt hat erinnere ich nicht mehr genau, vielleicht kann sie dazu im Kommentar etwas sagen.   So durchwachsen Teile der Kulinarik auch waren, der Stimmung am Tisch tat dies keinen Abbruch, Herr Obacht hatte an diesem Tag einen sehr erfreulichen Autoverkauf getätigt und war entsprechend gut gelaunt, prösterchen mein Lieber, es wurde viel gelacht.   Zum Dessert hatten wir an das hausgemachte Tiramisu gedacht, bei einem kleinen Plausch mit einem der Betreiber – ein sympathischer Bayer in den besten Jahren – zeigte sich jedoch, dass an diesem Tag aufgrund der Witterung keines zubereitet wurde; man macht es hier mit frischen Eiern und hatte Befürchtungen in Sachen Haltbarkeit.   Da es schon recht spät war und uns ansonsten auch keine unwiderstehlichen Sensationen anlachten verzichteten wir auf ein Dessert und baten um die Rechnung.   Die Bezahlung konnte per EC Karte erledigt werden, dazu musste ich allerdings zur Theke pilgern weshalb ich dies bei unserem Aufbruch erledigte.   Bei der Gelegenheit spendierte man mir noch einen guten Grappa wir plauderten noch ein wenig mit Signora und dem Wirt, nett und sympathisch sind sie hier seufz, hätte die Küche da doch nur mithalten können.     Fazit   Ich glaube schon, dass man hier gut kochen kann, ansonsten hätte das Restaurant sich hier nicht so lange Jahre halten und sich zufriedene Stammgäste erkochen können und auch Obachts Kritik spricht eine deutliche Sprache. Auch sind die Zutaten durchaus gut zu nennen. Aber zur heutigen Momentaufnahme: Die fehlenden Appetitmacher, die Vorspeise in Amuse Quantität, der freche Beilagensalat, mein in jeder Hinsicht blasses Hauptgericht… mehr als 2,5 Sterne sehe ich für diese Tagesleistung rückblickend nicht.   Den Service möchte ich mit 4,5 Sternen bewerten, unsere aparte Signora war immer präsent, ausnehmend höflich und zugewandt, fragte nach der Zufriedenheit, sprach Empfehlungen aus, alles prima.   Das Ambiente, trotz aller 80er Jahre Lästerei, möchte ich mit 4 Sternen bewerten. Die Lichtstimmung ist behaglich, die Materialien hochwertig, angenehme Hintergrundmusik und ein geräumiger Gastraum, wir haben uns wohlgefühlt auch wenn ich mir den ein der anderen Derrick Tatortvilla Vergleich nicht verkneifen konnte. Außerdem wollen die Schulterpolster Blazer oder nach dem Training die neuen Frottee Schweißbänder mal wieder ausgeführt werden!  :   Die Sauberkeit in jeder Hinsicht tadellos, alles wirkt gepflegt und ist gut in Schuss: 5 Sterne   Beim Preis Leistungs Verhältnis bin ich wieder in anderen Sphären: Aufgrund der angesprochenen Kritikpunkte komme ich auch nur auf 2,5 Sterne.   Die Gesamtbewertung von 3 Sternen resultiert aus dem Verschnitt von Küche, Service und Ambiente, wobei ich der Kulinarik immer mehr Gewicht einräume.  "

Ganze Speisekarte - 21 Optionen

Alle Preise sind Schätzungen auf Menü.

Vorspeisen

Salate

Pizza

Pasta

Nachspeise

Hauptgerichte

Meeresfrüchte

Antipasti - Vorspeisen

Rindfleischgerichte

Salat

Kalb - Kalbfleisch

Lamm

T T

....schönes Ambiente...wir hatten nur Getränke, deshalb können wir nichts über die Küche sagen...

Adresse

Karte anzeigen

Bewertungen

arcor
arcor

Gute Bedienung, nette Ambiente, ich kann gut weiter empfehlen. Das Essen schmeckt auch gut, ist nicht viel und vor allem...


Flo
Flo

Es sind sehr freundliche Gastgeber und das Ambiente im Ristorante Kulimare ist fantastisch. Die beste Pizza in Garmisch-Partenkirchen!


Automichl
Automichl

Seit Jahren wird hier auf hohem Niveau gekocht. Die Speisekarte wechselt immer wieder und orientiert sich dabei an den Jahreszeiten.... Speisekarte ansehen


Florian181
Florian181

Am Ortsrand gelegen, in einer Ecke des DORINT-Hotel Komplexes gelegen ist das Kulimare seit Jahren zuverlässig das wohl beste italienische...


User
User

Liegt in Verbindung mit dem Hotel Dorint. Gute Pizzen und gut zubereitete Pasta. Der Raum ist recht klein, aber wir waren vermutlich in der Nebensaison dort. Annehmbare Service, wie in den anderen Restaurants in Garmisch.


User
User

ein netter Tisch ohne Reservierung wurde freundlich serviert, Essen kam angemessen in der Zeit, die Lebensmittel waren sehr appetitlich gekleidet Geschmack alles war in Ordnung und erfüllt in Bezug auf die Erwartungen, die Getränke gut gepflegt. Speisekarte ansehen


Cengis
Cengis

Eines der besten Restaurants in Garmisch-Partenkirchen und Umgebung. Tolle Speisekarte mit wechselnden Tagesgerichten! Erstklassige Qualität und sehr, sehr freundliche Bedienung. Besonders gut finde ich, dass auf Sonderwünsche eingegangen wird, wenn möglich. Egal ob für einen romantischen Abend zu zweit oder für eine größere Gesellschaft, hier ist man bestens aufgehoben. Ich bin begeistert! Vielen Dank und macht weiter so!


User
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Wie bereits in meinem vorletzten Machwerk erwähnt, sollte unser letzter Tag in Garmisch Partenkirchen kulinarisch gesehen fest in grün weiß roter Hand sein, wobei weder Mexiko noch Ungarn zum Zuge kamen; ausschließlich Bella Italias Gaumenfreuden sollten unseren Hunger stillen.   Leichte Wehmut sollte den Abend begleiten: Wo waren die letzten acht Tage geblieben, waren wir nicht erst vorgestern angereist? Kinder, wie die Zeit vergeht…   Aber auch Vorfreude sollte mit im Spiel sein, ein weiterer weißer Fleck auf der GAP Kulinarik Landkarte sollte ausgemerzt werden, ein Besuch bei einem beliebten, bislang nicht heimgesuchten Italiener stand an: dem „Kulimare“ im Dorint Sporthotel Garmisch Part...


User
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Wie bereits in meinem vorletzten Machwerk erwähnt, sollte unser letzter Tag in Garmisch Partenkirchen kulinarisch gesehen fest in grün weiß roter Hand sein, wobei weder Mexiko noch Ungarn zum Zuge kamen; ausschließlich Bella Italias Gaumenfreuden sollten unseren Hunger stillen.   Leichte Wehmut sollte den Abend begleiten: Wo waren die letzten acht Tage geblieben, waren wir nicht erst vorgestern angereist? Kinder, wie die Zeit vergeht…   Aber auch Vorfreude sollte mit im Spiel sein, ein weiterer weißer Fleck auf der GAP Kulinarik Landkarte sollte ausgemerzt werden, ein Besuch bei einem beliebten, bislang nicht heimgesuchten Italiener stand an: dem „Kulimare“ im Dorint Sporthotel Garmisch Part... Speisekarte ansehen

Kategorien

  • Sushi Erfreuen Sie sich an unserer exquisiten Sushi-Auswahl mit frischen Zutaten, fachmännisch zubereiteten Rollen und traditionellem Nigiri. Jeder Bissen bietet eine harmonische Mischung von Aromen und verspricht einen echten Geschmack Japans.
  • Fast Food Genießen Sie eine Vielzahl von schnellen und köstlichen Mahlzeiten, die sich perfekt für unterwegs eignen. Von saftigen Burgern und knusprigen Pommes Frites bis hin zu erfrischenden Getränken – unser Fast-Food-Menü stillt Ihre Gelüste mit schnellem Service und unwiderstehlichen Aromen. Speisekarte ansehen
  • Vegetarisch Freuen Sie sich auf unsere lebhafte Sammlung vegetarischer Gerichte, die mit den frischesten Grünen, reichen Aromen und herzhaften Gewürzen zubereitet werden. Genießen Sie einen gesunden, köstlichen Teller, der die besten Zutaten der Natur feiert.
  • Italienisch Genießen Sie die reichen und vielfältigen Aromen Italiens mit unserem Menü, das klassische Pasta, herzhafte Risottos und traditionelle Fleisch- und Meeresfrüchtegerichte bietet, alle mit authentischen Zutaten und Leidenschaft zubereitet. Buon appetito!

Ausstattung

  • Sitzplätze
  • Reservierungen
  • Speisekarte
  • Vegane Optionen
  • Menü
  • Serviert Alkohol

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"Heute ungewohnt kurze Urlaubs Notizen vorab…   Nach dem kleinen verregneten Ausflug in die bretonisch münsteraner Sterneküche geht es nun ohne große Umschweife zurück in das seinerzeit sonnendurchflutete Werdenfelser Land, das an diesem Tag mit einer Bergwanderung aufwarten sollte, die geübte Wanderer sicher eher als Lappalie verorten aber dem Verfasser dieser Zeilen als Prüfung biblischer Dimension in Erinnerung bleiben sollte umso peinlicher, da es den Berg hinab ging.   Frau Obacht!, die nimmermüde Speerspitze der Garmischer Gastrokritik, hatte uns zu diesem Zweck liebenswürdiger Weise mit Gutscheinen für die frisch renovierte Eckbauer Bahn ausgestattet, die vom Olympia Skistadion ausgehend auf den gleichnamigen, 1237 Meter hohen Berg führt.   Diese Gutscheine sollten neben der Fahrt mit der Bahn auch noch Kaffee und Kuchen im Olympiahaus, einem beliebten Café Restaurant unmittelbar an den ikonischen Sprungschanzen beinhalten und ich werde den bei dieser Gelegenheit verschlungenen, köstlichen Apfelstrudel in einer eigenen kleinen Bewertung würdigen.   In dieser werde ich dann auch gerne ungeniert mit einigen Impressionen vom Eckbauer Abstieg hausieren, heute soll als kleiner Vorgeschmack ein kleines Panorama von Wamberg reichen, einem von Deutschlands höchstgelegenen Kirchdörfern, das wir bei dieser Gelegenheit durchquerten. Blick auf Wamberg   Aber auch wenn es sich „nur“ um den Abstieg handelte, Bergluft macht hungrig und so war ich nach einem langen Tag, der sich in Sachen Kulinarik auf Frühstück und den erwähnten Strudel am Nachmittag beschränkte, mit vorfreudigem Magenknurren bei der Sache, als wir uns gegen 19 Uhr gemeinsam mit unserer adretten Fremdenführerin auf zur Waffenschmiede machten – let the meaty games begin…       Kritik   Da wir unsere kleine Sommerfrische nun schon einige Jahre in Garmisch verbringen, waren wir auch am abseits der Haupt Touristenströme, etwas versteckt liegenden Steakhaus Waffenschmiede schon einige Male vorbeigeschlendert.   Dabei fragte ich mich als großer Steak Fan stets, was für ein skurriles Restaurant dies sein müsse, das sich in einem kleinen Holzhaus mit schmuckloser Eingangstüre niedergelassen hat: Ich wusste schlicht nicht, dass sich das eigentliche Gebäude, eine ehemalige Hammerschmiede aus dem Jahre 1684, hinter diesem befindet.   Insofern könnte ich mir in Kombination mit der Lage vorstellen, dass sofern diese nicht bei akuter Steaklaune online recherchieren, der Anteil der auswärtigen Gäste vielleicht einen „Hauch“ kleiner ist, als rund um den Marienplatz.   Die ruhige Lage in einer Nebenstraße hat aber auch unschlagbare Vorteile in Sachen Parkraum, wir konnten das entspannend geräuscharme E Mobil direkt vor dem Restaurant auf einem kleinen Gästeparkplatz abstellen.   Und nur wenige Momente später sollte sich das „Geheimnis Waffenschmiede“ dann endlich lüften, einmal das Holzhaus – dessen Zweck mir bis heute nicht klar ist – umkurvt, steht man vor dem historischen Gemäuer und erblickt in Form der Restaurant Schilder erneut das leicht schrullige, etwas cartoonisch anmutende „Corporate Design“ dieser örtlichen Lavasteingrill Institution, das sich auch in den Karten wiederfindet.   Einmal eingetreten und an die schummrig gemütliche Lichtstimmung gewöhnt weiß das überforderte Auge zunächst einmal gar nicht, wo es denn bitte zuerst hinschauen solle, ein regelrechtes Panoptikum von anscheinend über viele Jahre zusammen gesammelten Dinge mit thematischem Bezug zum Mittelalter, zeitgenössischen Waffen und allerlei Dekoration wohin man auch schaut. Mr. Obacht! Picture Syndicate 2020   Ich dachte an einige Leute in meinem Bekanntenkreis, die in solch einem Ambiente nicht wirklich glücklich würden, dem hinreichend kauzigen Kritiker hingegen gefiel es auf Anhieb, ich mag so etwas wenn es organisch über Jahre entstanden ist und keine im Hau Ruck Verfahren beschaffte Plastik Deko Orgie darstellt.   Ob es daran liegt, dass ich unweit von Schloss Burg an der Wupper aufgewachsen bin bleibt dahingestellt, aber schon die Tatsache, dass man die Transmissions und Treibräder des Schmiedehammers so wunderbar restauriert hat, gefiel mir ausnehmend gut. If I had a hammer...   Es hatte in Summe etwas von Tafeln in einem leicht kitschigen Heimatmuseum, amerikanische Touristen dürften vor Begeisterung jedenfalls regelmäßig hyperventilieren wenn sie erstmalig eintreten: „Oh my gooood, look at that, amaaaaaaazing….“   Diese schönen Eindrücke noch amüsiert lächelnd aufsaugend wurden wir von einem sehr liebenswürdig auftretenden Kellner, laut Bon einem Herrn „Gigi“, begrüßt und zu unserem reservierten Tisch in der Nähe des alten Hammers begleitet.   Der fitte Herr Mitte Fünfzig machte vom Phänotyp ein wenig den Eindruck, aus Kuba oder Südamerika zu stammen, sprach Deutsch mit leichtem Akzent und sollte sich als exaktes Gegenteil von Mr. Sinister (huch das reimt sich ja, ich bin ein Genie…. der Gröblalm herausstellen.   Unglaublich höflich, zugewandt, aufmerksam und von einer ungekünstelten Liebenswürdigkeit durchdrungen, es hat nicht zuletzt wegen ihm Spaß gemacht hier Gast zu sein. Dazu passte seine so wohlig guttuende, leicht aus der Zeit gefallene Angewohnheit mich entweder mit Sir oder Monsieur anzusprechen. Beim ersten Mal habe ich noch nach leichten Anzeichen für Ironie in seinen Zügen gesucht, merkte aber sofort, dass dies sein Ausdruck eines höflichen Umganges mit dem Gast ist – auch hier wieder maximaler Kauzigkeits Konsens.   Die laminierten Karten wurden gereicht und erschlugen mich mit ihrem Umfang zunächst einmal gründlich, Zeit für erste Getränke, der ermattete Bergsteiger freute sich über ein Fürstabt Hefeweizen, die Halbe zu moderaten 3,80€, die Damen über eine Johannisbeer Schorle, die 0,4 Liter zu 3,30€.    Für Entscheidungs Neurotiker ist die Karte der Waffenschmiede ein echtes Problem, so manches asiatische Restaurant dürfte neidisch auf die Zahl der Positionen schauen – zugegeben ein leicht übertriebener Vergleich.   In einer Gestaltung, die anmutet als habe jemand mit einem Textverarbeitungs Programm der späten Neunziger sowie leicht infantiler Vorliebe für Cartoon Elemente und knallige Farben passioniert seinen Vorstellungen Raum gegeben, findet sich neben einem ausladenden, zentralen Steakbaukasten auch eine ganze Batterie von Tellergerichten: das leicht „wilmenrodesque“ klingende „Feinschmecker Steak Hemingway“ in trauter Eintracht mit dem „Grillteller Hacienda“ und  „Don Pedro Steak“, dazu noch Specials wie die „Leckere Nudelpfanne New Orleans“ und einer vornehmlich aus Wraps und Fritteusen Fingerfood bestehenden Mexico Sonderkarte.   Ich möchte dem sympathischen Restaurant gerne ans Herz legen, hier etwas zu reduzieren und vielleicht an eine etwas stilvollere Gestaltung der Karte zu denken die das Ambiente mehr aufgreift, es wirkt einfach etwas billig und eine kleine optische Frischzellenkur könnte die Angebote spürbar aufwerten.   Da mich von den drei angebotenen Vorspeisen (Maiskolben mit Butter gegrillt, Schulterpolster tragende Shrimps auf Salat mit Cocktailsauce sowie Griebenschmalz mit Brot keine so wirklich ansprach und ich nicht in Suppenlaune war, entschied ich mich nach etwas Bedenkzeit für die hemmungslos klingendste Sensation der Karte, dem Teller Rodeo Mixgrill, dem man gleich eine ganze Seite widmete:   Das klang nach einer angemessen Karnivoren Eskalation und sollte mir als großem BBQ Fan neben der reinen Steak Leistung mit den Spareribs und Chickenwings auch noch weitere Einblicke in die Küche des Hauses erlauben, soweit der Plan.   Meine gut gelaunten Begleiterinnen hatten ihre Wahl ebenso getroffen und wir nickten unserem servilen Sympathieträger in klassischer Schwarz Weiß Kellnerkluft zu.   Zunächst einmal wollte ich wissen, welche Partie ich denn vom argentinischen Angusrind erhalten würde und erhielt eine verblüffende Antwort: Dies komme ganz darauf an, was die Küche gerade an passenden Stücken zur Verfügung habe, es könne sich um Ribeye handeln, Rumpsteak oder auch Hüfte.   Dies schien bei den Gerichten der Damen ebenfalls so zu sein, denn auch hier spricht die Karte nur generisch von „Steak“ bzw. „Steakfleisch“, natürlich aber bietet man im Rahmen des Baukastens an, sich seinen präferierten Cut mit Beilagen selbst zu wählen.   Damit wollte ich mich als Steak Liebhaber aber nicht zufrieden geben, ich möchte selbst bestimmen, ob ich ein Ribeye oder ein Hüftsteak erhalte, die Zuschnitte haben schließlich alle ihren Charakter und Eigenschaften, für ein Steakhaus finde ich das sehr unglücklich um nicht zu sagen ein No Go.   Man bot mir daher an, zu einem im Verhältnis zum Preis von 28,50€ für den Teller marginalen Aufschlag von 1,50€ den Cut der drei kleinen Steaks selbst bestimmen zu können was ich gerne in Anspruch nahm, das Ribeye bitte, gerne Monsieur, danke der Herr.   Diese kleine Hürde genommen wurde bald mein separat bestellter grüner Beilagensalat geliefert, beim Dressing entschied ich mich für die „Italian“ Variante, die die Karte als  „Essig und Öl mit vielen Kräutern“ anpreist.   Grüner Salat mit „Italian“ Dressing – 5,10€   kleiner grüner Salat Hmm, also rein optisch hatte das ganze jetzt nicht unbedingt einen Nobelpreis für feingeistiges Anrichten verdient, die Tomaten schienen mit der Handkante geschnitten worden zu sein und ich sah im ersten Moment nur von mir gerne als „Wasser in Salatform“ geschmähten Eisbergsalat.   Es fanden sich aber unter der eisigen Krone gottlob noch Pflücksalate und eine ausreichende Menge des etwas süßlich gefälligen aber in der Tat sehr wohlschmeckenden Kräuterdressings auf Essig Öl Basis.   Alles in allem ein guter, unspektakulärer frischer grüner Salat etwas lieblos auf den Teller gebracht und daher mit 5,10€ meiner Meinung nach definitiv leicht überteuert, etwas Baguette hätte mich zusätzliche 1,50€ gekostet, Knoblauchbaguette 2,90€.   Er half aber effektiv dabei die Wartezeit bis zu den Hauptgerichten zu überbrücken…       Hauptgerichte   Rodeo Teller – 28,50€ (zzgl. 1,50€ Aufschlag für das „Wunsch Steak“   Texas Salat – 12,90€   BBQ Spieß – 20,70€     „Alles so schön bunt hier!“ war mein erster Gedanke beim Anblick der mich an südamerikanische Volkskunst erinnernden Tellerfahne meines Yee Hah Rodeo Tellers im Zusammenspiel mit der „Pop Art“ Speisekarte: Rodeo Teller   Rein optisch abermals sehr rustikal zu nennen, die drei kleinen Entrecotes lehnten sich an ca. ein Viertel Rack Spareribs und drei relativ kleine Chicken Wings, daneben ein veritabler Haufen Country Potatoes und das kleine Dip Assortiment bestehend aus Salsa (auf Wunsch statt der eigentlich zum Gericht gehörenden BBQ Sauce , Kräuterbutter und Sourcreme.   Ausgehungert tunkte ich eine der Kartoffelspalten in die Sourcreme und war sehr angetan, die angenehm feste Creme war von bester Qualität und die dezent mit BBQ Rub bestäubten Wedges waren begeisternd knusprig. Ich mag die Dinger eigentlich nicht, weil sie so schnell weich werden aber diese wurden anscheinend mit Stärke oder Reismehl vor dem Frittieren dermaßen auf Knusprigkeit getrimmt, das sie auch im weiteren Verlauf nicht aufweichten, sehr schön!   Da ich meine mit einem aromatischen groben Steakpfeffer Mix finalisierten kleinen Ribeye Steaks (ca. 80 100 Gramm Rohgewicht pro Stück gerne warm essen wollte begann ich mit jenen und schnitt das erste beherzt an. Was ich sah machte mich zufrieden, was mich aber fast noch mehr freute war die zarte Konsistenz des Fleisches. Black Angus Anschnitt   Ich hatte zwar ein brauchbares Steakmesser erhalten aber mitnichten ein tödliches Samuraischwert aber die Klinge glitt denkbar mühelos durch das Fleisch.   Das sahen meine Kauwerkzeuge ähnlich, sehr zartes, gutes Fleisch mit überzeugendem Eigengeschmack, schönen Grillnoten und selbst das namensgebende Fettauge des Ribeye schmolz auf der Zunge und konnte geschmacklich überzeugen – für mich immer ein wichtiger Indikator für die Qualität.   Dazu hätte ich eigentlich keine Dips benötigt, probierte aber dennoch vereinzelt die Salsa und die cremige Kräuterbutter. Letztere gefiel gut, hatte Tiefe und schmeckte zumindest nicht nach Convenience im herkömmlich bekannten Sinne. Die Salsa hingegen, die als separate Beilage immerhin 2,60€ kosten soll und als „feurig“ beschrieben wird enttäuschte hingegen. Das war nicht die schöne, stückige Salsa, mit Liebe zubereitet wie ich sie mir erhofft hatte sondern machte ein wenig den Anschein eines gepimpten Ketchups mit etwas Paprika und Chili Einlage, siehe Foto.   Und das – falls die Betreiberin dies lesen sollte wie im Falle der Vorkritik –ist wirklich keine unsachliche Gemeinheit von mir sondern leider exakt der Eindruck, den sie auf meinem Gaumen hinterließ.   Nach den schönen Steaks machte ich mich an die Ribs und auch diese sollten mich sehr überzeugen.   Auch wenn in der BBQ Welt ja die 3 2 1 Methode (Kombination aus Low&Slow Smoken, Dämpfen und heiß garen mit Abschließender Glasierung mittlerweile in aller Munde ist und das Maß aller Dinge zu sein scheint, dass man die Knochen hernach mühelos aus dem Fleisch ziehen kann, freute ich mich zur Abwechslung sehr auf „traditionelle“ Ribs vom Grill in der Waffenschmiede.   Der verwendete Rub war eher mild, besaß allerdings eine schöne Tiefe, das Fleisch hatte eine angenehme Konsistenz, war saftig und das Ganze verlangte dank des schönen Eigengeschmacks auch keine Saucen Begleitung hiervon hätte ich noch gerne ein paar Zentimeter vom Strang gehabt…   Die parallel verschlungenen Chickenwings erinnerten in ihrer Würzung entfernt an eine Jamaican Jerk Mischung in Verbindung mit einem Cajun Rub, ersteres gottlob ohne Zimt.   Auch diese wussten zu überzeugen, in Sachen Fleisch und Zubereitung solide BBQ Küche, gutes Grillhandwerk und gute Zutaten auch wenn es kein Maishähnchen war freute mich auch hier der gute Eigengeschmack des Fleisches, das wiederum nicht durch Brachial Einsatz einer überwürzenden Mischung erschlagen wurde.   Aufgrund meines Holzfäller Appetits an diesem Abend schaffte ich fast den ganzen Teller, nur einige Kartoffelspalten blieben liegen, zufrieden benutzte ich die dringend notwendige gewordene Serviette und machte mich auf den Weg zu den Toiletten im ersten Stock um mir die Hände zu waschen.   Dabei fiel unangenehm der die Nassräume bewachende Security Mitarbeiter mit seiner altmodischen Uniform auf. Habe noch nie so etwas wortkarges erlebt, ich habe bei Kommen und Gehen freundlich gegrüßt und keine Reaktion erhalten, vorbildlich dennoch seine Umsetzung der Mundnasenschutz Corona Vorgaben! grumpy Security... ;   Die Damen waren ebenfalls zufrieden mit ihren Gerichten, auch wenn ich den mit Hüftsteak gekrönten Texas Salat von Madame erneut etwas arg rustikal auf den Teller gezimmert empfand um es höflich zu formulieren: Texas Salat   Etwas weniger „Plating Fallhöhe“ bot da der BBQ Spieß von Obacht!, ein strammer, schön anzusehender Wonneproppen von Hüftsteak, Speck, Zwiebeln und Paprika mit einer süßlichen BBQ Sauce bestrichen. Die progressive E Mobilistin neben mir war sehr zufrieden, wie auch meine ständige Begleitung mit ihrem Insalata El Paso.   BBQ Spieß Obwohl ich zu Hause auch im Restaurant fast nie ein Digestif zu mir nehme werde ich in dieser Hinsicht von Obacht! in jedem Jahr schon am ersten Garmischer Abend eingenordet und ich wollte mir noch einen Mojito nach dem Essen gönnen.   Leider aber sei der Cocktail Experte an diesem Abend nicht vor Ort gewesen teilte man mir bedauernd mit, somit sollte es bei einer kleinen Marille (2,70€ für Obacht! bleiben.   Grundsätzlich zufrieden mit dem Essen und besonders dem sympathischen Service lobte ich letzteren persönlich, übernahm die Rechnung und gab angemessenes Trinkgeld, bei der Verabschiedung überschlug sich unser drolliger Kellner mit mehrfachem Dank für den Besuch und wünschte sich eine baldige Wiederkehr: Bis bald Monsieur, danke auch der Herr!   Beim Verlassen des Grundstückes an diesem milden Spätsommerabend befanden sich gegen 21:30h immer noch Gäste im Außenbereich, auch für das Tafeln unter freiem Himmel empfiehlt sich die Waffenschmiede, sofern die Wespen einem keinen Strich durch die Rechnung machen.     Fazit   Eine solide Vorstellung in Sachen Fleisch! Argentinisches Fleisch betrachte ich immer mit Argwohn, der gute Ruf aus der Vergangenheit ist bei argentinischer Massenware schon längst nur noch ein Nachhall aus uralten Zeiten. Hier allerdings überzeugte mich die Qualität des Gebotenen, auch wenn ich hinsichtlich Steak und BBQ schon weitaus Begeisternderes erleben durfte. Bedingt durch das bisweilen lieblose Anrichten, die schwache Salsa und der Angewohnheit, bei einem 30 Euro Tellergericht die Auswahl des Hauptdarstellers dem Zufall zu überlassen komme ich dennoch auf zufriedene vier Sterne für die Küche, was sicher fair und angemessen ist.   Den Service möchte ich mit vollen fünf Sternen bewerten, auch der Mr. Liebenswürdig optisch so skurril wiedersprechende junge Kollege mit gefärbten längeren Haaren und leichter Punk Attitüde stand ihm in Sachen Höflichkeit und Freundlichkeit in Nichts nach, sehr sympathisches Team!   Das Ambiente muss man mögen, ich mag so etwas sehr, einen halben Stern Abzug für wirklich in die Jahre gekommene Toiletten.   Die Sauberkeit grundsätzlich gut, ein solches Panoptikum staubfrei zu halten ist natürlich so gut wie unmöglich wie sich auch hier zeigte, vier Sterne hierfür.   Auch das PLV sehe ich bei vier Sternen im Vertrauen darauf, hier Qualitätsfleisch erhalten zu haben. Das glaube ich allerdings schon, da müsste sich mein Gaumen schon sehr täuschen und Billigware aus dem Großmarkt schmeckt definitiv anders als das hier erlebte.   Vier Sterne Gesamtnote und damit eine Schulnoten Zwei sind sicher ein faires Fazit, gerne komme ich im nächsten Jahr wieder und probiere dann mal eines der Baukasten Steaks!"