Oktopus
La Cevi

La Cevi

Kantstreet 25, 60316 Frankfurt, Hesse, Germany

Cafés • Pizza • Peruanisch • Meeresfrüchte


"Die peruanische Küche ist seit einigen Jahren in aller Munde und das La Cevi gilt neben dem Miraflores als ihr prominentester Vertreter in Frankfurt. Aktuell steht es auf Platz 1 des Lateinamerika-Rankings von "Frankfurt Geht Aus!" Dementsprechend war ich neugierig, als wir an einem Sonntagabend das La Cevi ansteuerten. Das Ambiente ist lateinamerikanisch bunt, ansonsten modern und stylisch. Die Geräuschkulisse ist ein wenig zu laut, um sich unbehindert zu unterhalten. Die Bedienung war freundlich und relativ flott. Wir hatten als Vorspeise das Ceviche Trio: klassisch mit Limettensaft, Zwiebeln und Koriander, "Lima-Japon" aus Thunfisch mit Soja-Austern-Sauce und Ceviche Maracuja mit einer Maracuja-Limetten-Sauce. Der Fisch bei der klassischen Ceviche war weitgehend geschmacklos, die Soja-Austern-Sauce hat den Geschmack des Thunfischs nicht gehoben, sondern etwas erschlagen, die Portionen waren jeweils ziemlich klein und der Preis sehr hoch. Das habe ich schon deutlich besser gegessen. Dazu hatten wir das Tiradito Nikkei, dünn geschnittenen Thunfisch in einer Soja-Limetten-Sauce mit frittiertem Sepia. Der Thunfisch war sehr lecker. Das Fehlen der Austern-Sauce machte sich hier positiv bemerkbar. Der frittierte Sepia war jedoch nur eine gehackte Fischfarce mit dicker Panade und dann frittiert. Die Panade überdeckte jeglichen Fischgeschmack. Als dritte Vorspeise teilten wir uns die kombinierte Vorspeisenplatte. Hier waren einige sehr leckere Dinge dabei, wie die mit Käse überbackene Jacobsmuschel oder die Rumpsteakstückchen in leckerer Zwiebel-Tomaten-Sauce. Anderes war ziemlich belanglos, wie die verschiedenen Pürees oder der Geflügelsalat, bei dem der Hühnchengeschmack vor lauter Sauce nicht zu identifizieren war. Leider war der Vorspeisenteller auch eher unprofessionell angerichtet: Alle Bestandteile türmten sich ohne deutliche räumliche Trennung auf dem Teller, sodass der Eindruck einer großen Matsche mit viel Durcheinander entstand. Nach den ganzen Vorspeisen hatten wir zum Teil noch Hunger und bestellten noch zwei Hauptspeisen: Die große Portion der Rumpsteakstücke, die mir ja schon bei der Vorspeise gemundet hatte, war auch als Hauptspeise wirklich lecker. Hier gab es nur zu bemängeln, dass die frittierten Süßkartoffelspalten als Beilage etwas fad und trocken waren. Daneben hatten wir die peruanischen Spareribs. Sehr zart und eigentlich auch sehr lecker, aber leider innen kalt. Da hat wohl das Aufwärmen nicht richtig funktioniert. Über den Nachtisch decke ich lieber den Mantel des Schweigens: Milchreis mit Zimtsauce hat uns das letzte Mal im Alter von 5 Jahren geschmeckt. Fazit: Die peruanische Küche bietet so viele tolle geschmackliche Herausforderungen. Dafür ist das La Cevi viel zu uninspiriert, unprofessionell und ruht sich auf seinen Gastrokritiker-Lorbeeren aus, anstatt engagiert gute Küche zu bieten. Dazu sind außerdem die Preise deutlich zu hoch."

Weingut am Nil

Weingut am Nil

Neugasse 21, 67169 Kallstadt, Speyer, Germany

Terrasse • Asiatisch • Fast Food • Mexikanisch


"Das ehemalige Weingut Schuster wurde von Familie Pohl 2010 erworben und die letzten Jahre peu à peu ausbebaut. Ende 2013 wurde der geschmackvoll renovierte Winzerhof mit Vinothek eröffnet. 2014 kam dann noch ein Gästehaus mit 8 Zimmern dazu. Das Symbol des Weinguts ist der Kallstadter Löwe, dem Löwenkopf und der Farbe Lila begegnet man im ganzen Anwesen. Weingut am Nil mit Gästehaus im Hintergrund Vor der Sonne suchen wir Schutz unter einem Sonnenschirm, natürlich einem lila Sonnenschirm und genehmigen wir uns zunächst eine kühlen 2013 Ungsteiner Riesling 7,40 € 0,25 Glas. Die feine mineralische Note mit dezenter Frucht begeistert und erfrischt. Dazu „Drei Bruschetta  „à la Nil“ mit geröstetem Knoblauch und Chili   6,50 €“ Drei Bruschetta „à la Nil“ mit geröstetem Knoblauch und Chili netter kleiner Imbiss.   Der 2013 SAUMAGEN Spätburgunder 9,70 € 0,25 Glas dagegen ist ein ganz anderes kraftvoll  komplexes Kaliber mit viel roter Frucht. Hierzu machte uns aus der keinen Kartete die: „Kross gebratene Alentejo Chorizo mit Sippels Erdbeerschnaps am Tisch flambiert und tranchiert – 10,90 €“ neugierig. Kross gebratene Alentejo Chorizo mit Sippels Erdbeerschnaps am Tisch flambiert und tranchiertSehr würzige portugiesische Wurst mit feinem, regionalem Edelbrand, der eigentlich zu schade zum Flambieren ist. Alentejo Chorizo mit Sippels Erdbeerschnaps am Tisch flambiert Die angebotenen keinen Speisen, zumeist Antipasti oder Tapas, reichen bis zum Burger mit Wagyu Beef. Der portugiesische Einschlag ist dem Schwesterweingut im Alentejo geschuldet, dessen Weine hier ebenfalls angeboten werden. Weingut am Nil Innenbereich  Ein schicker Winzerhof der sich mit sehr freundlichem, motiviertem Service die Gäste begeistert. Und so wundert es nicht, dass neben Radfahrern wie wir, auch etliche Nobel Roadster um den Winzerhof parken. Auf jeden Fall eine schöne Abwechslung, wenn man in den Tagen zuvor anderswo bereits genügend Pfälzer Dreifaltigkeit oder Läwwerknepp mit Sauerkraut gekostet hat, denn dies gibt’s hier nicht.Weingut am Nil "

Troja

Troja

Stürzerstraße 38, 80689 München, Germany, Germany, Munich

Fisch • Gyros • Griechisch • Europäisch


"Heute war ich zum dritten Mal im Restaurant Troja, „Der grüne Kranz“. Die ersten beiden Male war ich sehr enttäuscht, aber da man mir gesagt hatte, dass die Küche angeblich gut sein sollte, ließ ich mich erneut überzeugen und ging mit Freunden dorthin. Leider war meine Enttäuschung wieder sehr groß. Wir bestellten einen Troja-Teller für zwei Personen. Das, was uns serviert wurde, war unterirdisch – es war gerade einmal für eine halbe Person, geschmacklos wenig und ganz sicher nicht ausreichend für zwei Leute. Man hatte uns versichert, dass es noch irgendeine Art von Tomaten, sowohl als kalte als auch als warme Speise, dazugeben würde, aber es war nichts weiter als ein paar Bohnen, eine unappetitliche Kartoffelpaste, die mit Mayonnaise angereichert war, und Zaziki – naja, Zaziki kann ja jeder selbst zubereiten. Dazu gab es Pizzabrot und eine Flasche Mineralwasser. Es geht hier nicht um den Preis, sondern um den Vorspeisenteller, der angeblich für zwei Personen gedacht war, aber nicht einmal für eine ausreichte. Es gab sechs gebratene Zucchinischeiben, zwei gebratene Auberginenscheiben, eine Artischocke aus dem Glas, ein Hackbällchen und ein paniertes Erbsenbällchen. Das kostete 21,80 Euro und sollte für zwei Personen sein! Dazu kamen drei Schälchen mit jeweils einem Esslöffel Bohnen, Zaziki und der mit Mayonnaise versetzten Kartoffelpaste. Bevor wir uns etwas aus der Speisekarte aussuchten, war das unser erstes Erlebnis."

Hindenburg Klassik

Hindenburg Klassik

Gneisenaustraße 55, 30175 Hannover, Germany, Germany

Catering • Eiscreme • Italienisch • Mediterrane


"Schon bei der Reservierung des Tisches war mir klar: das wird ein besonderer Abend.Man konnte mir die gewünschte Zeit nicht 100%tig bestätigen, aber machte große Hoffnung auf einen Tisch, wenn ich ein wenig Geduld mitbringen würde....Sehr schwer wenn man Geschäftspartner aus den USA einzuladen hat, mir blieb trotzdem nichts anderes übrig, es war schon später Nachmittag und alle wollten in ihre Hotels und mussten wissen wo wir uns treffen.Tatsächlich waren wir alle (5 Personen) pünktlich im Restaurant und tatsächlich war natürlich KEIN Platz frei. Wir wurden gebeten an der Bar Platz zu nehmen und doch schon mal einen "Apero" (?) zu trinken, gleichzeitig könnten wir ja schon mal einen Blick in die Speisekarte nehmen. Kurzum: Wir hatten jeder ein Glas champagnerähnlichen Spumantes und wählten unsere Speisen. Nach wirklich kurzweiligen 25 Minuten (Besonders meinen Gästen hat es großen Spaß bereitet dem Trubel um uns herum zu beobachten) war der Tisch frei und wir wurden mit einem leckeren "Gruß aus der Küche" begrüßt, ein gebratener scampi auf Linsen.Die bestellten Speisen kamen dann sehr flott, waren teuer und JEDEN Cent wert!Meine amerikanischen Gäste hatten zusammen einen Steinbutt vom aller Feinsten, ich begnügte mich mit einem Kalbsrücken "dry aged".....sensationell!Als dessert haben wir alle "Karotte mit Limette und weißer Schokolade" gegessen, eigentlich wollten wir nicht mehr aber der sehr nette und lockere Patrone ließ kein "nein" zu. Wir haben es nicht bereut, vielmehr das niemand eines der Vorspeisen probierte. Mein Fazit: tolles Ambiente, easy Service (tolle Weinempfehlung), perfekte Küche und der allerbeste Gin-Tonic zum Abschluß, machten diesen Abend zu einem großen Erlebnis! Wer das besondere sucht und bereit ist dafür auch zu bezahlen, findet es hier. Ich komme wieder, dann mit meiner Frau!! Vielen Dank"

La Taperia Ole Ole

La Taperia Ole Ole

Roemerstrasse 76, 69115 Heidelberg, Baden-Wurttemberg, Germany

Käse • Saft • Fisch • Kaffee


"Wer es eilig hat, sollte gleich fünf Absätze später ab „Mittwoch“ weiterlesen) Manchmal haben Jazzkonzerte direkte Folgen – so waren wir nach dem Besuch des Heidelberger Schlosskonzerts kurz nach 23 Uhr aus der Schlossberg Tiefgarage auf dem Heimweg, als mich, dem Fahrer, noch der Durst quälte und ich Cheffe fragte, ob wir noch wohin gehen, was trinken.   Um die Zeit gibt es leider kein so breites Angebot mehr – einige Restaurants sind bereits zu, andere auf unserem Heimweg sind eher Kneipen, was wir heute auch nicht wollen, daheim gibt es nichts und auch bei uns im Ort wird fast alles hochgeklappt sein.   Da fällt mir kurz vor dem Kreisverkehr in der Rohrbacher Straße noch das Ole Ole in der Römerstraße ein, also gleich an der übernächsten Ecke. Wir beschließen spontan, dort kurz vorbei zu schauen – mehr als zu kann nicht sein. Tatsächlich – es ist offen bis 24:00 Uhr) – wir fragen, ob wir noch was zu trinken bekommen –claro. Ein Wein für meine Frau und als ich die Servicekraft nach etwas Alkoholfreiem frage, antwortet diese mit deutlich spanischem Akzent:  „Ganz schlecht – Sie sind in einem spanischem Lokal!“ und lacht.   Perfekt – natürlich bekomme ich etwas zu trinken – „mas grande“ möchte ich – ein Orangensaftschorle – und dann gibt  mir die junge Dame ein vielleicht 0,4er  Glas  „pequeño“ klein sage ich  einer meiner wenigen Brocken aus Urzeiten nach dem Abi mit fast fünf  Wochen España)  und es gibt sich ein lockerer Dialog auf deutsch) mit, wie wir nachfragen „Lina“ – der Chefkellnerin auch darüber, dass wir schon im Februar, als sie Urlaub hatte mal da waren und Rocio, die Restaurant Managerin allein Tresen und Service schmiss und ausgerechnet in der Woche die Bude gerammelt voll war) – die macht gerade Feierabend – und Lina berichtet, dass es ein paar Wochen drauf genau umgekehrt gewesen sei. „Un otro mas“ – der Durst fordert noch ein Orangensaftschorle.   Wir unterhalten uns über typisch spanisches Essen und erfahren, dass Kaninchen ein typisch Andalusisches Gericht sei. Damit kann man mich jagen – es folgt ein lockeres Gespräch ob sie denn nun  Hühnchenleber in Jerez anbieten würden – nein, das nicht, aber sie machen ab und zu „Neues“ – und was nicht noch alles. Folge des Ganzen:  wir reservieren für den 9.8. 17:30 gleich zur Restaurantöffnungszeit, Mittwoch und Paella Tag genau diesen Tisch – mit Paella für meine Frau und ich ordere „omakase“ – Lina soll mich mit Tapas  überraschen – was auf den Tisch kommt, wird gegessen.   Mittwoch der 9.8. 17:30 – perfekt! Direkt vor dem Restaurant wird ein Parkplatz frei – ausgestiegen, die zwei Stufen ins Lokal und schon begrüßt uns Lina freundlichst mit Hallo ¡Hola – und wie versprochen  stehen der Tisch und da es am 2.8. sehr heiß war) auch wie angekündigt ein Ventilator – den wir heute gar nicht brauchen, bereitet. Unsere Vor Bestellung von Paella und Tapas „omakase“ bleibt wie gesagt, als Wein wählen wir auf Linas Empfehlung einen 2016er Verdejo  aus dem kühlenden Weinschrank – ORO de Castilla aus der Region Rueda mit Korkverschluss. Ein Wein, der für mich als Vorkoster) halbtrocken schmeckt, etwas süßer als unsere Standardweine ist – dennoch leicht wirkt  – die Flasche zu vernünftigen 23€  nachgeschlagen 13% Alk,  2,3g Restzucker, 5,2g Säure im Internethandel VK zwischen 7,35€ 8,95€ mit Schraubverschluss), eine Flasche Mineralwasser Teinacher) 0,75l 4,75€, die Paella Mixta zu 18,00 Euro und für mich werden die Tapas nach Wahl des Hauses und nach weiterem Abruf kommen. Wir freuen uns auf einen schönen, angenehmen Abend, auch wenn heute am frühen Abend bereits deutlich mehr Betrieb als letzte Woche nachts herrscht – Lina hat also mit ihrer Truppe alle Hände voll zu tun, im Restaurant und auf den Außenplätzen vor dem Restaurant zu servieren. Trotzdem findet sie immer wieder Zeit für uns.   Nach den Getränken bringt uns Lina als Amuse Gueule einen Korb mit selbstgebackenem, würzigem Brot – eine große Menge kleiner, dick handgeschnittener halber Scheiben  Birote mit schöner knackig frischer Kruste   zusammen mit einer Schale Aioli Creme, die lecker knoblauchig schmeckt, ohne das etwas unangenehm scharfe Knobi und ohne ein alles übertrumpfendes Knoffel Geschmacksgefühl im Gaumen zu hinterlassen @Andi ha, ich weiß, nix für Dich)   Auch wenn das Restaurant gerade erst geöffnet hat, es dauert nur eine sehr angenehme Wartezeit bis meine Frau die gut gefüllte Ein Portionen Pfanne mit der Paella Mixta Reis mit Fleisch und Meeresfrüchten) mit der Frage serviert bekommt, ob vorgelegt werden soll. Das wird freudig bejaht, denn die Pfanne ist sehr heiß. Drei Gambas und ein paar offene Miesmuscheln auf dem gelben Reis mit roten Paprika/Tomaten und grünen Sprenkeln sehen sehr gut aus. Leider habe ich davon kein Foto gemacht da gleich vorgelegt wurde – siehe aber letzte Rezi von mir hier)  und ich über das Zuschauen auch alles Andere samt Inhalt meines Kritikerkoffers) vergaß.   Kurz drauf bringt Lina für mich zwei Tapas. Croquettas mit Kabeljau sagt sie – und Chorizo in Apfelwein Honigsoße in einem Keramiktöpfchen.   Die Drei Croquettas Bacalao würden in anderen Restaurants sicher als „Brandade“ bezeichnet werden, sind komplett hausgemacht, wie Lina auf Nachfrage versichert und sehr angenehm cremig mild, mit leichtem Fischgeschmack und Kabeljaustückchen, die man sieht, zungig fühlt und alles knusprig fritiert mit zarter, knackig leichter Panko? Hülle. Auf den Kroketten sind kleine Tupfer der Aioli Creme, darunter angemachter kleingeschnittener Eisbergsalat. Der Einstieg in die Tapas Überraschungen ist geschmacklich sehr gut und auch die 3,75€ für die 3 Kroketten günstig) aber sagen wir mal „schlicht“ angerichtet. Croquettas   Die in kleine Stücke geschnitten Chorizo ist deutlich weniger scharf als von mir erwartet. Leider werden die darunter liegenden, an sich knusprig gebratenen dünnen Kartoffelscheiben in der Apfelwein Honigsoße vom Fett der Wurst etwas ertränkt. da kann nur der Honig noch leicht aromatisierend durchscheinen – an sich eine gute Kombi – möglicher Weise leicht zu hoch erhitzt?  Für dieses Tapa kommen 5€ auf die Rechnung.  Chorizo m Apfelwein/Honigsosse   Als nächstes kommen kleine mehlierte, frittierte Calamares Tubenringe und Ärmchen auf den Tisch. Bezogen auf die kleinen Teile ist die Frittierzeit einfach zu lang gewesen, schade. Die Tapasportion ist zwar groß, etwas Aioli und minimale Salatdeko auf der schmalen langen Schale, aber der Gang ging in der Zubereitung leider etwas daneben, dafür 6,25€ auf die Rechnung. und von mir so schlecht fotografiert, dass ich es hier nicht einstelle) Lina fragt nach, ob ich weiter machen möchte – claro – bin kein Feigling. Was ich von Lamm hielte? Sehr gut! Sie könne mir heute entweder Lammgulasch oder Lammspieß als Tapa anbieten. Ich entscheide mich für den Spieß. Der wird nach etwas Wartezeit stilvoll auf einer dünnen Schieferplatte zusammen mit dünnen Chips ähnlichen Brat )Kartoffelscheiben, serviert. Vier Stücke Lamm  –würde  sagen vom Filet geschnitten, dazu Zwiebel, Paprika, Aubergine als Trenner, sind kräftig angebraten und für meinen Geschmack minimal zu lange, weil innen ein zartrot bereits einem flachen altrosa weicht). Aber geschmacklich gut mariniertes Lammfleisch. Der Brocheta de cordera schlägt mit 5,50€ zu Buch, ein sehr fairer Preis, empfehlenswert. Brocheta   Genaugenommen wäre jetzt für meinen Zustand „satt“ der richtige Begriff – doch als GG geht man über seine Grenzen. Ich frage meine Frau nach ihren Wünschen zum Nachtisch die diese sehr kurz mit einer Lucky vor dem Restaurant beantwortet) so bleibe ich mit meiner Entscheidung allein. Was kann einen nach einem guten Essen nur noch fehlen? Klar – Muerte por Chaocolate – Tod durch Schokolade – das wird der Nachtisch zu 5,75€, den ich mir aussuche.   Bevor diese Nachspeise kommt, bringt Lina eine Keramikschale als Zwischengang „aufs Haus“, von dem sie schon im Vorgepräch ausgiebig geschwärmt hatte. Eine kalte Suppe aus ihrer Heimatstadt –Cordoba folgere ich jetzt hab daheim bei Tante Goo nachgelesen), die so ähnlich wie Gazpacho sei und  die ich bisher nicht kannte: Salmorejo. Es ist eine cremartige kalte Spezilität. Wie uns auf Nachfrage Lina erklärt aus Tomaten, Paprika, kaum Gurke, Knoblauch, Brot, Olivenöl, Essig und Salz – ich hätte sogar noch saure Sahne vermutet. Der Geschmack ist interessant – lieber noch hätte ich die Salmorejo als Vorspeise probiert, um die feinen Tomatencremearomen der Creme noch mehr genießen zu können. Salmorejo   Es dauert etwas nach diesem Gang, dann wird mir der Tod gebracht – auf einer länglichen Platte ist ein langer breiter Streifen von dunkler, fast schwarzer Schokolade aufgestrichen, eine helle aber nicht weiße Schokolade/Kuvertüre quert diese in dünnen Linien, und mitten drin thront ein von cremig weicher halbflüssiger Schokolade umhüllter großer Schokoladenkuchenblock mit nougatfarbiger beigebrauner Cremefüllung – ein wahrhaft tödliches Süßteil – gekrönt von einer halben Walnuß und hellen Kuvertürestreifen. Muerte por chocolate  Die Kuchenplatten sind fester, dunkler  Schokoladenteig, die Füllung wie eine dickcremige aufgeschlagene Mischung aus Mousse au chocolate und Nutella. Selbst meine Frau probiert nun davon – die Paella Portion machte ihr deutlich Mühe) – unser Fazit – sollte man unbedingt mal probiert haben, aber dann braucht man es nicht mehr – für 5,75€ Obacht! geben ein sehr preisgünstig süßer Tod.   Status: pappvollsatt – zufrieden. Fragt uns Lina, ob wir noch etwas wünschen na klar, denke ich mir insgeheim, jetzt wär mal was zu essen recht  lol). Wir bestellen zwei Espressi à 1,80, sehr günstig und mitsehr guter Crema – die wirklich lange den aufgestreuten Zucker hält. Dazu gibt es einen kleinen verpackten Keks. Der beste Espresso seit langem.   Ich ordere die Rechnung für diesen schönen Abend – „Es bediente Chefkellner“ steht unten auf dem Bon unter dem Gesamtbetrag von 75,60€.   Fazit – ein schöner Moment Spanien in Heidelberg, nicht ganz perfekt, aber sehr gastfreundlich – das gesamte Personal alles junge Spanier – und Lina, die junge Servicechefin hat das Restaurant und die Gäste mit ihren beiden jungen hübschen Kolleginnen am Zapfhahn und zum Servieren sehr gut im Griff – unterhält sich mit den Gästen, lacht und verbreitet spanische Lebensfreude – es ist kurz vor 21:00 als wir gehen – über drei Stunden Spanienurlaub und raus aus den Alltagsorgen.  Precaución, Lina, volveremos! ¡Por supuesto! Vorsicht Lina, wir kommen natürlich gern wieder) "

Linguini

Linguini

Rochusstraße 44, 40479, Düsseldorf, Germany

Wein • Vegetarisch • Italienisch • Mediterrane


"Ich blieb in der Nähe und beschloss, nach einem massiven Haxen (Eisbein) am Vorabend eine schöne Pasta zu essen. War etwas überrascht, so wenige Leute im Inneren zu sehen, und erwartete mindestens ein halb volles Restaurant, basierend auf den gelesenen Bewertungen. Der Tisch war also auch kein Problem. Ich hatte keine lange Wartezeit erwartet, was gut war - ich hatte Hunger. Sehr nett, angeblich der Besitzer, italienischer Kellner, brachte dem Lebensretter Willkommensbissen, ein paar Stücke selbstgebackenes Brot (glaube ich), etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer. Ich spielte mit meinem Olivendip herum, bestellte meine Vor- und Hauptspeise und nippte an einem Glas Rotwein (a casa), was ehrlich gesagt nichts Besonderes war. Meine Bruschetta ist angekommen. Ein sehr einfaches Gericht, aber viel zu leicht zu vermasseln. Dies war NICHT der Fall: sehr schönes geröstetes Brot, schöne freie gereinigte Tomaten, einige Zwiebeln, schön gewürzt mit etwas leider durchschnittlichem Olivenöl, aber immer noch in Ordnung. Könnte mein Hunger gewesen sein, aber ich genoss es wirklich und hatte große Hoffnungen auf meine Garnele (Garnelen) Pasta. Leider war es etwas enttäuschend. Trotz der perfekt gekochten Pasta und einer schönen Portion Garnelen obendrauf; Die (so etwas wie eine) Tomatensauce war fast unterdurchschnittlich, der Rucola in der Sauce machte einfach keinen Sinn, das Ganze ungewürzt mit wenigen versteckten Kirschtomaten ... Das Restaurant selbst ist ein schöner Ort, aber ich kann es nicht oder bereit, die Atmosphäre basierend auf der Leere zu beurteilen, die ich erlebt habe. Ich bin mir sicher, dass der Ort einige echte mediterrane Nächte erlebt hat. Meiner war sicher keiner. Ich würde nicht sagen, dass ich nie zurückkehren werde, aber ich bin mir sicher, dass es in absehbarer Zeit nicht zu meinen Top-Wahlen gehören wird. . ."