Telefon: +4926525840
Adresse: Am Laacher See, 56653 Glees (Maria Laach) , Rheinland-Pfalz, Germany
Stadt: Glees
Menü Gerichte: 3
Bewertungen: 71
Webseite: http://www.seehotel-maria-laach.de/
"Wir gehen gerne am 1. November dorthin. Ein verlängertes Wochenende im zweifachen Sinne. Das Frühstück gab es schon lange wieder. Auf dem Weg zur A61 gab es ein Geburtstagsfoto meines Mannes und die Automarke. Der Appetit ließ uns nicht im Stich, so schlimm war es also nicht. Kurz darauf fuhren wir nach Maria Laach. Wenn es Mittagessen gibt, dann jetzt! Es war 13:30 Uhr. Das Seehotel war gerade angekommen. Es liegt sehr schön direkt am Laacher See und dem Kloster mit seiner großartigen Fermentation (Tolles Video s. [hier Link]). Bei unserer Ankunft war das Restaurant nur für neue Gäste geschlossen. Als wir der freundlichen Rezeptionistin mitteilten, dass wir uns dennoch ein kleines Mittagessen und keinen Kaffee und Kuchen wünschen, waren wir erfreut. Der Komplex ist gut gepflegt und sauber. Aber das war's wahrscheinlich auch. Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich hier nicht viel getan. Irgendwie gefällt mir dieser Stil nicht, aber das ist Geschmackssache. Teppich im Restaurant, ja. Die Tische sind perfekt mit verstärkten Tischdecken, Servietten und Blumen eingedeckt. Im Service sind ausschließlich gut ausgebildete Männer im Erfahrungsalter, mit Namensschild und formeller Servicekleidung. Selten haben wir eine so erfahrene und gut trainierte Männerriege im Restaurant erlebt. Routiniert und freundlich begrüßten sie uns, gaben uns die offene Speisekarte und boten einen Aperitif an. Da wir ein bisschen fahren mussten, beschränkten wir uns bei diesem Mittagessen auf eine Flasche Rhodius- Mineralwasser, 0,75 l für 5,90 €. Diesmal ohne Vorspeise. Am Abend stand ein detailliertes Menü auf dem Programm. Es gab zwei Brotsorten und gesalzene Butter. Das dunkle Brot schmeckte sehr gut und war saftig. Das Baguette hingegen erinnerte eher an Zwieback. Ich entschied mich für: Hirschragoût in Rotwein und Wacholder, serviert mit Speckkohl (gegen Rotkohl und geschmolzenen Kartoffelblock für 25,50 €). Mein Mann wählte: Gebratene Filets von der Eifelforelle auf Zitronen-Tomaten-Butter und geröstetem Zwiebel-Kartoffelpüree, mit buntem Gemüse für 25,50 €. Es dauerte etwas länger (vielleicht hatte das Küchenteam gerade Mittagspause, die anderen Gäste waren bereits mit dem Essen fertig, dann wurden unsere Gerichte auf gut vorgeheizten Tellern serviert). Die großen Portionen des Hirschragouts wurden zwar entschuldet, aber das Gericht war sehr enttäuschend. Das Hirschfleisch war leider sehr zäh und zudem etwas abgekühlt. Das konnte auch nicht durch die warmen Teller gerettet werden. Die Sauce war sehr gut und klassisch gewürzt. Für die Sauce hätte ich mir die Option "Zusätzliches Gitter" gewünscht (wie kürzlich von Lavandula aus Erfurt beschrieben). Das Püree war schön locker und gut, aber leider auch klein. Das Rotkraut war okay, aber ich gebe dafür wegen seiner zu weichen Konsistenz keinen Punkt. Grundsätzlich esse ich nur frisches Rotkraut. Mein Mann hatte die bessere Wahl getroffen. Zwei leicht panierte und goldgelb gebratene Forellenfilets, angerichtet auf dem Püree. Die Filets von der Eifelforelle waren gut. Das Gemüse hatte noch Biss. Dazu gab es eine leichte Kräutersuppe. Das war harmonisch und gut. Während das Essen leider nicht die Frage aufwarf, ob alles gut war, mussten wir mehrmals auf Zahlen hinweisen. Und erst dann kam die Frage nach unserer Zufriedenheit. Ich habe nur „die Nase gerümpft“. Aber mein Mann bemerkte, dass das Wild sehr zäh war. Die Antwort lautete: „Es war ein altes Tier zu der Zeit.“ Diese Antwort sollte vermutlich witzig sein, kam aber nicht so souverän wie der sonstige Service. Wir wurden freundlich empfangen. Als wir das Restaurant verließen, durften wir die nun gut gefüllten Torten- und Kuchentresen bestaunen. Unser Zwischenstopp war in Ordnung, aber nicht mehr. Einige Schwächen sind jedoch besonders das sehr unklare Preis-Leistungs-Verhältnis."
Alle Preise sind Schätzungen auf Menü.