Wuppertal

Wuppertal, eine hügelige Stadt in Deutschland, bekannt für ihre Schwebebahn, bietet traditionelle Gerichte wie die "Bergische Kaffeetafel" mit Roggenbrot, geräuchertem Fleisch und süßem Gebäck.

Wuppertaler Brauhaus

Wuppertaler Brauhaus

Kleine Flurstr. 5, 42275 Wuppertal, North Rhine-Westphalia, Germany

Bars • Bier • Deutsch • Europäisch


"Aktualisierung vom 13.08.2017: Nachdem ich mich für die Speisemöglichkeiten im Rathaus (Barmen Karibisch) interessiert hatte, entschied ich mich für die Außenbereiche, da das Wetter heute wunderbar war, und setzte mich vor das Brauhaus auf den Platz. Schnell wurden ein unangenehmes Naturtalent, 0,4 l Bier (3,40€) sowie Brot mit Aioli und Pommes bestellt. Das freundliche Personal brachte alles zügig an den Tisch, und es erfreute uns beide sehr. Ps. Hierher kommen wir oft, nicht immer um zu essen, sondern um das köstliche frisch gebraute Bier zu genießen! Das Wuppertaler Brauhaus ist eine Adresse, die man immer ansteuern kann, wenn man von außerhalb kommt. Es hat bis spät in den Abend geöffnet, die Gerichte bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, und das selbstgebraute Bier ist einfach köstlich. Früher war dieses Brauhaus einmal ein Schwimmbad, direkt im Zentrum von Barmen. Es wurde geschlossen, dann renoviert, und mittlerweile kann man dort wirklich gut verweilen. Besonders weil an vielen Wochenenden Musik verschiedenster Stilrichtungen angeboten wird. Besonders sonntags gibt es ein Jazz-Frühstück mit mir bekannten Jazzsolisten. Inzwischen hat das Wuppertaler Brauhaus von Montag bis Samstag ein Mittagessen! Jeden Tag gibt es ein wechselndes Gericht, auf das man sich freuen kann. Mittwochs gehen wir immer zum Markt hinter dem Rathausplatz. Viel frisches Einkaufen, das macht Hunger. Das Brauhaus liegt dabei genau richtig. Immer Blickkontakt während des Einkaufens. Heute gab es Heringenfilet in Sahnesauce mit Kartoffeln. Dann gibt es noch Haxenfleisch zu den Knödeln. Oder aus dem Schwabenländle Maultaschen mit Kartoffelsalat. Ich rechne alles zusammen: Fleischsuppe und Getränk für 7,80€, das Portemonnaie freut sich, oder? Zuerst beim Winzerfest machte ich einen kurzen Abstecher ins nahegelegene Brauhaus, wo es von 15:00 bis 18:30 Uhr ein köstliches Brauhausbier 0,4 l für 1,99€ gab. Nun, man blieb zum Bummeln in der Innenstadt!"

Landhaus Ewich Wuppertal

Landhaus Ewich Wuppertal

Neuenbaumer Weg 23, 42111 Wuppertal, Germany, Germany

Tee • Käse • Grill • Steak


"Mal wieder wurde ein Herrenabend eingeläutet. Ich machte hinsichtlich der Location einige Vorschläge, stieß aber auf Widerstand. Die Meinung tendierte klar in die Richtung, nix feines . Da ich aus der Vergangenheit Abende kannte die fein begonnen haben aber rustikal endeten, fügte ich mich der Mehrheit. Schnell hatte man sich auf das rustikale Landhaus Ewich am ländlichen Ortsrand von Wuppertal verständigt. Es liegt oben im Stadtteil Dönberg, nur ein Viertelstündchen von der Stadt entfernt, aber umgeben von Wiesen mit Kühen und Martins) Gänsen, die gerade noch ihre letzten Tage erleben dürfen. Bekanntlich wird ja zu Sankt Martin nicht nur der Mantel des heiligen Bischof Martin geteilt, sondern werden auch tausendfach Gänse zerlegt. Hier im Merkel Land, aber noch viel mehr in Polen. Nun denn, wir erreichten das rustikale Landhaus an einem Freitag Abend. Das Haus war zu gut 30% gefüllt, wir hatten reserviert. Die Service Maid in keinster weise rustikal) begrüsste uns mit einem erfrischenden Hallo und führte uns an einen Tisch. Für 5 Personen gerade richtig nett. Einige von uns kannten das Haus von vielfachen Besuchen, denn schließlich existiert diese Gastronomie hier seit vielen Jahrzehnten, mit der aktuellen Wirtin seit rund 12 Jahren. Neulinge die hier aufschlagen sind fallweise über das Ambiente etwas erstaunt. Rustikale Dekoration ohne Ende . Man hat den Eindruck, dass hier irgendwann ein Antiquitäten Händler den rustikalen Auftrag erhalten hat, mal ganz viel verkaufen zu dürfen. Für manche ist das Nostalgie, für andere Nippes , das ein oder andere Teil sogar Kunst oder ganz einfach die Gemütlichkeit der Deutschen, gerne auch als rustikal bezeichnet. Egal wie, wir waren nicht hier um darüber zu philosophieren ob wir hier gerade in einem Bergischen Heimatmuseum sitzen oder in einem Restaurant, dass uns hoffentlich mit Speis Trank verwöhnen wird. Die erfrischende Service Maid brachte die Karten und fragte direkt nach Getränken. Es wurde mehrheitlich Warsteiner) Bier geordert, aber auch das dunkle Old Woodhouse Bier. Nur ein Kollege aus der Runde trank Wein, dazu später mehr. Ein Blick in die Karte und schon die nächste Überraschung für Gäste, die erstmalig hier aufschlagen. Die Karte ist teilweise in Bergischen Platt Dialekt) verfasst, allerdings mit hochdeutschen Untertiteln. Auf Kostproben oder Auszüge dieser rustikalen, volksnahen und bergischen Ausdrucksform soll hier verzichtet werden, denn diesen Dialekt versteht man schon im nahen Düsseldorf kaum noch. Zudem hat der geschätzte GG Kollege First ja bereits hier in seiner Bewertung die ein oder andere Kostprobe verfasst. Die Speisekarte kann man wie folgt zusammenfassen: Derbe Küche aus dem Bergischen Land wie z.B. gebratene Blutwurst, Heringsstip oder Pfannkuchen. Aber auch die ganze Parade der Rump und Filetsteaks. Dazu Schnitzel aus Mailand, Holstein und Austria. Fangruppen aus dem Lager der Veggies werden hier nicht viel passendes finden. Selbst in der Mehrzahl der offerierten Salate findet man Speck oder Filetstreifen. Wenn dann noch Veganer im Salat Büffelmozzarella finden, bleibt nur noch der Weg auf die Wiese. Und die findet man direkt neben dem Haus. Als Special wurden noch verschiedene Gänsegerichte und ein Wildgulasch angeboten. Was etwas dünn und dazu sehr rustikal ausfällt, sind die Vorspeisen. Neben einigen Süppchen, nur Schwarzbrot mit Mettwurst, Roastbeef mit Bratkartoffeln oder auch Pellkartoffeln mit Quark. Gerade die Damenwelt erreicht bei solchen mächtigen) Vorspeisen schnell schon vor dem Verzehr der Hauptgerichte einen Sättigungsgrad von über 60%.  Als Vorspeise wählte ich von der Sonderkarte Sankt Martin) das Carpaccio von der geräucherten Gänsebrust zu 8,50 Euro, dann das 250 gr. Filetsteak mit dem Klassiker aller Saucen, der Sauce Bernaise zu 30,50 Euro. Die anderen Herren am Tisch wählten z.B. Gänsebrust mit Maronen, das Rumpsteak Marokko etc. Aus genannten Gründen tat man sich mit den Vorspeisen schwer, einige mutige entschieden sich dann für die Kottenbutter . Auch dazu später mehr. Inzwischen hatte uns unsere Service Maid bereits aufmerksam und sehr flott mit Getränken versorgt und einen Gruß aus der Küche serviert. Dunkles Brot und eine Butter, deren Bestandteile nicht ganz deutlich wurden. Irgendwas mit Paprika und anderen Bestandteilen aus dem Garten. Soweit okay, aber ohne Explosion . Dazu gut gezapfte Biere. Nur unser Weinkenner am Tisch meinte, dass die Weinauswahl sehr überschaubar sei und gewisse Ansprüche nicht erfüllen kann, zumal die Karte nicht zweifelsfrei auszeichnet, welcher Wein angeboten wird. Nun gut, dieses Problem musste er für sich lösen. Bei dem von uns konsumierten Warsteiner war die Herkunft zweifelsfrei. Inzwischen waren weitere Gäste erschienen, aber voll war es nicht. Vielleicht lag es am Freitag. Die Vorspeisen wurden serviert. Ein kurzer Blick auf die Teller zeigte auf, übersichtliche Portionen werden hier nicht serviert. Zwar keine übervollen Teller, aber ordentliche Portionen . Die von den Kollegen verzehrte Kottenbutter Mettwurst auf Schwarzbrot) hätte auch einem hungrigen Pferdekutscher gereicht als kleines Hauptgericht. Viel zu viel allerdings die Anzahl der Zwiebelringe, die zwischen dem schwarzen Brot und den dicken Mettwurstscheiben lagen. Einer der Herren drückte es so aus: Möchtest Du mal probieren, wie Zwiebelringe den Geschmack einer Mettwurst zerstören . Das von mir bestellte Carpaccio von der geräucherten Gänsebrust war da schon etwas weniger rustikal. Sehr dünn geschnitten, wie es wohl kaum dünner geht. Abgerundet mit einem vorzüglichen Walnußdressing Klasse. Offen gesagt, das hätte ich dieser rustikalen Küche nicht zugetraut. Nur der mit Grünzeug zugestreute Tellerrand war überflüssig. Warum müssen sich nicht nur hier in vielen Restaurants einige Köche mit Dekos auf dem Tellerrand beschäftigen oder irgendwelchen Balsamico Malereien veranstalten ? Wir unterhielten uns angeregt und bekamen nur am Rande mit, das an den Nachbartischen intensiv serviert wurde. Unsere Gesprächsthemen waren vielfältig, im Mittelpunkt auch die Debatte Hillary Clinton vs Donald Trump . Ich war da noch der festen Meinung, dass dieser politische Horror Clown mit seinen gelben Haaren und der toten Katze auf dem Kopf, natürlich als US Präsident nicht gewählt wird. Aber während ich diese Zeilen heute am 09.11.2016 schreibe, werde ich ständig darauf aufmerksam gemacht, dass ich mir eine Fehleinschätzung aller erste Güte geleistet habe. Aus dem heutigen 11/9 wird hoffentlich kein 9/11. Zurück zur Kulinarik, denn bereits der Gedanke an Trump löst bei mit Appetitlosigkeit aus. Man servierte mir ein Filetsteak so wie bestellt medium. Dazu einen Salat, Bratkartoffeln und über) reichlich Sauce Bernaise. Das Fleisch war von guter Qualität, der gewünschte Garpunkt getroffen. Die Bratkartoffeln kross, rustikal, lecker. Und die Bernaise ? Dem Himmel sei Dank, nicht über das Fleisch ausgeschüttet und auch kein Tütenprodukt, sondern offensichtlich frisch aufgeschlagen. Unter der Berücksichtigung meines Body Mass Index 25), wäre für mich die Hälfte der Sauce absolut ausreichend gewesen. Also zufrieden ? Ja, fast. Der Salat war nicht gerade der Hit. Inhaltlich und bezogen auf das Dressing eher langweilig. Als bekennender Salat Ignorant, konnte ich damit gut leben. Die anderen Herren am Tisch lobten das ihnen servierte Essen durchgängig. Egal ob Gans oder Steaks, man war zufrieden. Hier hatte niemand eine gehobene Küche mit Raffinessen aus Italien oder Frankreich erwartet und auch keine kulinarischen Kreationen, sondern eher gute deutsche Hausmannskost. Aber genau diese wurde klar übertroffen. Hier wird der Versuch unternommen, die Quadratur des Kreises zu lösen. Einerseits robuste und rustikale einheimische Gerichte, aber auch Steaks, die etwas höhere Erwartungen erfüllen. Trotzdem geht man nicht soweit, gehobene Kulinarik zu versprechen. Man bleibt auf dem Boden, auch wenn auf der Karte im Einlauftext einmal etwas überzogen von einer Internationalen Küche gesprochen wird. Warum streben diverse Gastronomen immer wieder an, internationale Ansprüche erfüllen zu müssen. Bietet unsere Kulinarik in Deutschland nicht viele kreative Gerichte ? Das Landhaus Ewig tritt doch selber diesen Beweis an. Es muss nicht immer International sein. Einige von uns verzehrten zum Dessert noch Zimt Brownies mit einer Spekulatius Creme und Pfannküchlein mit Äpfeln oder Eis. Andere übersprangen diese Kalorien Verstärker, um die Abteilung Digestif zu aktivieren. Dazu eine Anregung, ausdrücklich keine Kritik. Das Digestif Angebot ist vielfältig und natürlich international. Wenn man aber bei den Gerichten ausdrücklich eine regionale Küche präferiert bitteschön, dann sollte auf der Karte auch die ein oder andere regionale Spirituose aus dem Umfeld angeboten werden. Fazit: Wenn in der Bewertung der Service nicht ausdrücklich lobend erwähnt wurde, er agierte flott, aufmerksam und freundlich. Gerne dafür 4 Sterne. Gleiches gilt für das Essen 4 Sterne. Mir persönlich ist das Ambiente etwas zu rustikal, etwas zu viel im Stil eines dörflichen Heimatmuseums oder auch einer Bauernstube. Daher dafür 3,5 Sterne, obwohl das in unserer Herrenrunde einige Bergische Jungs völlig anders sehen. Hier isset rischtisch jemütlich , so der gehörte O Ton einiger Warsteiner, Old Woodhouse Bier und Himbeergeist Inhalierer. Das Haus wirbt mit dem Claim Willkommen bei uns . Wir fühlten uns Willkommen. Und in einigen Monaten wieder im netten Biergarten. Mal schauen was bis dahin der Horror Clown in den USA veranstaltet hat."

Soulfood Cafe Simonz

Soulfood Cafe Simonz

Simonsstraße 36, 42117 Wuppertal, Germany, Germany

Café • Kaffee • Deutsch • Terrasse


"Es ist schon einige Jahre her, dass ich erstmals im Cafe (Restaurant) Simonz aufgeschlagen bin. Es muss einen Grund haben, warum es zunächst bei diesem einzigen Besuch geblieben ist. Nun aber ergab sich die Gelegenheit dort nochmals Gast zu sein. Ein Bekannter aus der Medien Szene wollte mit mir ein paar Dinge besprechen. Das sich sein Büro und ebenso sein Wohnsitz im Wuppertaler Stadtbezirk Arrenberg befindet, lautet sein Vorschlag für unser Treffen das Simonz . Ich konnte meine überschaubare Begeisterung unterdrücken, was bei einer SMS ja auch kein Problem ist. Also auf in den Bezirk Arrenberg , den ich immer mit gemischten Gefühlen besuche. Zwar sprechen dort einige Aktivisten der Szene vom Aufbruch Arrenberg , aber richtig wohl fühle ich mich dort nicht. Dort wo zwischen viele alten und vielen renovierungsbedürftigen Häusern sich das Simonz befindet. Zuvor schaute ich mir noch die Homepage des Simonz an. Nun sagen wir es mal so, meine Begeisterung war ebenso wieder überschaubar. Auffällig allerdings auf der Homepage der Hinweis, dass sich dort einer der schönsten Biergärten der Stadt befindet. Genau aus diesem Grund hat uns vor Jahren dieser Betrieb auch nicht ansatzweise überzeugt. Hasimausi und ich waren seinerzeit exakt der gegenteiligen Meinung. Wir erlebten dort eines der schlimmsten Biergärten in der Stadt. Also ab zum Cafe Simonz , zugegeben mit einer geringen Erwartungshaltung. Und die wurde auch nicht besser, nachdem ich eingetreten war. Es sah dort noch genau so aus, wie ich es in Erinnerung hatte. Die Stühle, die Tische und noch einiges mehr stammten aus unterschiedlichen Epochen. Ihre sichtbare Abnutzung hatten die Stühle schon vor 50 Jahren (oder noch länger) erleiden müssen. Böse Zungen würden von Sperrmüll Mobiliar sprechen. Aber es gibt designorientierte Menschen, die findet das chic, in und trendy. Aber lassen wir besser diese wenig zielführende Diskussion. Mein Bekannter war schon vor Ort, dass Cafe/Restaurant übersichtlich gefüllt. Wohlfühlen werde ich mich hier niemals. Nun gut, meine Meinung ist nicht ausschlaggebend, das Simonz gibt es bestimmt schon etwa 10 Jahre (geschätzt) und kann sich offenbar behaupten.   Eine Bedienung brachte die Karten. Karten in einem Restaurant lese ich zunächst nicht intensiv, sondern lese sie erst einmal quer um eventuelle positive Auffälligkeiten sofort zu erkennen. Bei dieser Karte stolperte ich zum Teil mehrfach über die Begriffe Bio, Vegan, Fleischlos, Hafer und Soja. Nun ich dachte mir meinen Teil. Wenn ich jetzt ausgesprochen hätte welches Gedankenwerk sich inzwischen in meinem Kopf gebildet hatte, Hasimausi hätte mich abgestraft. Aber sie war ja leider nicht anwesend. Vermutlich hätte sich sehr ironisch gesagt: Och schade, keine Gericht mit Tofu . Nun gut, wir beide mein Bekannter und ich waren verabredet um hier ein paar Dinge zu besprechen und nicht verabredet um hier mal nett ein Abendessen zu genießen. Daher waren unsere Wünsche an die Bedienung etwas ausgerichtet in Richtung Snack/Häppchen/kleiner Magenfüller . Meine Wahl: Kölsch aus dem guten Haus Reissdorf und Penne mit Rumpsteakstreifen. Positiv viel auf, dass die Biermarke Pinkus aus Münster angeboten wurde. Eine kleine, feine Regionalmarke (Pinkus Müller) aus der Fahrradstadt Münster. Hier im Rheinland eine Rarität. Mein Kollege gegenüber hatte sich für den Salatteller mit Ziegenkäse, Honig und Nüssen entschieden und dazu eine Rharbarber Schorle bestellt. Im Abgleich zum Kölsch ist Rhabarber Schorle.......................... Ach lassen wir das. Während wir unsere Themen besprachen und diskutierten, hatte ich Gelegenheit mich etwas umzusehen. Das mir das Ambiente nicht gefiel, muss ich nicht nochmals betonen. Das war alles weit weg von Stil oder einer gewissen gastronomischen Eleganz. Es mag vielleicht Kritiker geben, die würden von einer recht einfachen Ausstattung sprechen, aber selbst das wäre mir noch zu dick aufgetragen. Und der Service und die Bedienung ? Nein keine Birkenstock Sandalen und auch keine Wollstrümpfe (sorry für das nächste Vorurteil), aber doch etwas Grün Links orientiert. Nun gut, ich wollte hier zwar keinen Wohlfühlabend erleben, aber auch für ein halb geschäftliches Gespräch braucht man ein akzeptables Ambiente. Und das Publikum ? Nun ein Gemisch aus der früheren und inzwischen gealterten alternativen grünen Liste und einige aus der 68er Bewegung. Dazu jüngere und mittelalte Wähler von Robert Habeck und ganz sicher auch von Dr. Anton Hofreiter. Aber auch ein paar Anzugträger waren zu erkennen.   Unser Essen wurde serviert. Mein Erstaunen war mehr als groß, als ich den Salatteller meines Bekannten erblickte. Groß, breit, hoch und viel. Ja eigentlich schon zu viel zumindest mit meinen Maßstäben gemessen. Oder böse formuliert, davon hätte ein Kaninchen 2 Tage mümmeln können. Allerdings ohne den reichlich portionierten Ziegenkäse der oben auf dem Kilo Salat ruhte, denn Kaninchen essen wohl kaum Käse. Mein Bekannter zeigte sich ebenso überrascht. Wobei er alles lobte. Den Salat in seiner Vielfältigkeit und ebenso in seiner Frische. Auch meine Penne mit Streifen vom Rumpsteak war großzügig portioniert, zumindest die Teigwaren. Bei den Streifen vom Rumpsteak war der Koch jedoch erkennbar sparsam. Als ich dann meine erste beladene Gabel zum Munde führte, war ich weit weg von einer Zufriedenheit. Als der Koch die italienische Teigware im Topf mit heißem Wasser zubereitet hat, mag er wohl lautstark in den Topf gerufen haben al dente, al dente, al dente   aber ihm hat wohl keiner der Nudeln zugehört. Die Nudeln zogen für sich eine weiche Konsistenz vor. Und die Streifen vom Rumpsteak ? Akzeptabler Durchschnitt. Kann man besser zubereiten und auch die Qualität des Fleisch sorgfältiger beachten. Einzig mit dem gehobelten Parmesan war ich dann doch zufrieden. Aber das waren etwa 0,5% vom gesamten nicht ganz gelungenen Pasta Werk.  Fazit: Der Abend war erfolgreich, bezogen auf unser Gespräch. Wir erzielten Einigkeit und konsumierten dann noch das ein oder andere Kaltgetränk. Mein Bekannter verabschiedete sich von der Rhabarber Schorle (eine gute Entscheidung) und wechselte zu einem badischen Bio Grauburgunder, den er ausdrücklich lobte. Da wir beide nicht mehr fahren mussten, wechselte ich vom Reissdorf Kölsch auf das Bier von Pinkus Müller. Dazu noch sehr frisches Brot mit ordentlichen Dips, das wohl nicht made by Handelshof war. Die Bewertung des Essens ist nicht einfach. Mein Bekannter war mit seinem Salat sehr zufrieden, interpretieren wir daraus die Schulnote 2. Ich mit meiner Teigware kann nur eine glatte 4 abgeben. Mit anderen Worten, gute 2,5 Sterne für das Essen. Der Service war bemüht, eine Beziehung zum Gast entstand nicht. Zum Ambiente habe ich ausgiebig informiert.   Als wir das Haus verließen, fiel mein Blick in den schon herbstlichen Biergarten. Damals wie heute habe ich dort nicht eines der schönsten Biergärten der Stadt erkennen können so wie es auf der Homepage des Simonz zu lesen ist. ps. Mein Bekannter wurde vorab über den Inhalt dieser Bewertung informiert. Er kann alles so unterschreiben, hat jedoch etwas geschmunzelt ? Warum ? Nun er legt ausdrücklich Wert darauf, nicht zu Gruppe der grünen Robert Habeck Anhänger zu gehören. Ich habe ihm gratuliert. "