Schoggelgaul - Speisekarte

Schäfergasse 1, 76889 Pleisweiler-Oberhofen, Germany

🛍 Cafés, Fast Food, Asiatisch, Vegetarisch

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Telefon: +4963437900

Adresse: Schäfergasse 1, 76889 Pleisweiler-Oberhofen, Germany

Stadt: Pleisweiler-Oberhofen

Menü Gerichte: 10

Bewertungen: 1

Webseite: http://www.schoggelgaul-pleisweiler.de/

"Anfang Juni trafen sich drei von vier „Wörther Schlemmerboys“, um miteinander einen herzhaften Herrenabend bei deftiger Fleischkost zu verbringen. Es wurde ja auch langsam wieder Zeit…   Der Vierte im Bunde musste coronabedingt das Risiko meiden. Aber wir sind guter Dinge, dass wir auch ihn bald wieder in unserem kollegialen Gaumenzirkel begrüßen dürfen.   Den Schoggelgaul =pfälzisch für Schaukelpferd in Pleisweiler gibt es schon seit 30 Jahren. Es ist ein alteingesessenes Familienlokal, an dem ich bestimmt schon gefühlte 1000mal vorbeigefahren bin. Doch erst eine Radtour während des Lockdowns, die einen Blick auf das gutbürgerliche Speiseangebot im Schaukasten erlaubte, ließ das Vorhaben dort einzukehren an Kontur gewinnen.   Ein Tisch für drei Personen wurde telefonisch klar gemacht. Pünktlich um 19 Uhr trafen wir an einem Donnerstagabend in dem ehemaligen, aus Sandstein und Fachwerk errichteten Küferhaus ein. Außenansicht 1 Außenansicht 2 Man hatte unter Berücksichtigung der Hygienevorgaben den Gastraum etwas „ausgedünnt“. Die Zahl der Gäste blieb so auf überschaubarem Niveau.   Die nicht selten sehr lebhafte und auch lautstarke Pfälzer Geselligkeit, die auch vom spontanen „Dazusetzen“ fremder Tischparteien lebt, war einer etwas gedämpfteren Stimmung im Gastraum gewichen. Typisch für die noch recht unsichere Zeit so kurz nach der Wiedereröffnung.   In der abwechselnd von weißgetünchten Wänden und freiliegendem Mauerwerk aus Sandstein eingefassten Stube fühlten wir uns gleich gut aufgehoben. Gastraumansicht 1 Ländlichen Charme versprühten die derben Holzbalken an der Decke. Gastraumansicht 3 Zusammen mit dem zünftig gefliesten Boden, der wohltuenden Beleuchtung und dem rustikalen Holzmobiliar ergab das ein durchaus stimmiges Gesamtbild, das von bodenständiger Gastfreundschaft zeugte. Gastraumansicht 4 Ein bisschen weniger „Deko Nippes“ auf den Fensterbänken, dem Kamin und rund um den Thekenbereich hätte dem heimeligen Interieur bestimmt nicht geschadet. Gastraumansicht 2 Aber warum über Geschmäcker streiten, wenn man doch froh sein kann, endlich mal wieder in gemütlicher Runde zusammensitzen zu dürfen. Unser Platz Und die bemerkenswerte Sammlung antiker Wanduhren war allemal ein Hingucker.   Die Nähe zum benachbarten Elsass machte sich auch auf dem Speisezettel bemerkbar. Französische Zwiebelsuppe, Weinbergschnecken, ein mit Münsterkäse gefülltes Cordon Bleu oder das mit Schmand, Zwiebeln und Speck versehene „Flammkuchenschnitzel“ würden sicher auch jenseits der Grenze die Liebhaber deftiger Regionalkost erfreuen.   Dass man im Schoggelgaul schon vor vielen Jahren den kulinarischen Brückenschlag zum Nachbarn vollzog, wundert nicht, stammte doch der im April dieses Jahres verstorbene Inhaber und Patron Jules Vincent aus dem benachbarten Wissembourg. Zusammen mit seiner Frau Gisela führte er seit 1990 den Schoggelgaul und machte ihn zu einer beliebten Adresse rechtschaffener Sättigung.   Doris Laveuve, die nun die Verantwortung für das Traditionslokal übernommen hat, begrüßte uns an diesem Abend sehr herzlich. Auf Rückfragen und Sonderwünsche ging sie gerne ein. Eine rundum sympathische Wirtin, die gut mit ihren Gästen konnte und mit der man leicht ins Gespräch kam.   Speisen und Getränkekarten waren nach den derzeit geltenden Desinfektionsvorgaben vorbildlich laminiert. Neben einem frisch gezapften Hacker Pschorr Pils, Export, Hefeweizen vom Fass und einer Reihe gängiger „Anstubser“ zum Aperitif Campari, Martini, Sherry, Kir und Co. waren es vor allem die offen ausgeschenkten Weine, die hier zu günstigen Viertelpreisen – zwischen 3,50 Euro und 4,30 Euro – ausgeschenkt wurden.   Mit den Weingütern Wilker, Leonhardt und Ullrich hat man schließlich eine respektable Winzerschaft gleich um die Ecke wohnen. Klar, dass man deren Tropfen auf der Weinkarte wiederfand. Auch wenn sie eher das Standardrepertoire in Sachen Rebsorten repräsentierten.   Da ich solch rote Recken wie Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser nicht unbedingt zu meinen Lieblingsweinen zähle und sich auch meine Weißweinlaune in Grenzen hielt, griff ich bereitwillig zum Fassbier. Ein frisches Pils von Hacker Pschorr 0,5l für 4 Euro sollte mich nach einem Ricard 5cl für 4 Euro zum Auftakt wohlgehopft durch den Abend führen. Erst mal nen Apero... Meine Kollegen hielten sich dagegen lieber an Wasser Tönissteiner Classic und Weißwein. Der doppelseitig bedruckte Speisezettel war schnell studiert. Er offenbarte sieben Vorspeisen, drei Nudelgerichte, ein Sextett vom Schwein – es schnitzelte gewaltig – sowie jeweils dreimal Fleischiges vom Rind Rump bzw. Hüftsteak und Kalb Wiener Cordon Bleu .   Vegetarier durften kulinarisch in der zweiten Reihe parken und mussten sich mit Champignon Bandnudeln, Käsesalat sowie der bereits erwähnten „Zwiwwelsupp“ zufriedengeben. Selbst beim Salatprogramm tummelten sich Fleisch gegrillte Putenstreifen und Wurst gekochter Schinken zwischen den grünen Blättern. „Ohne“ war jedoch bestimmt verhandel bzw. machbar.    Außer der Reihe wurde uns eine weitere Deftspeise, die das Rinderhüftsteak „Café de Paris“ und die Schweinemedaillons in Senfsahnesauce auf einem Teller vereinigte, empfohlen. Einer der Kollegen griff da beherzt zu. Inklusive Beilagensalat und Fritten wurden ihm hierfür 21,50 Euro in Rechnung gestellt.   Außerdem wurden noch ein kleiner Italienischer Salat 7,50 Euro , die Schweinelende „Café de Paris“ mit Kroketten 17,50 Euro und das Cordon Bleu vom Kalb mit klassischer „Po Sa Garnitur“ 21,50 Euro als Essensaufträge in Richtung Küche geschickt. Für Letzteres hatte ich mich entschieden. Mit etwas Champignonrahmsauce veredelt, wollte ich mir daraus – wahrscheinlich in „elsassinatorischer“ Verbundenheit zur noch nicht wieder besuchbaren Nachbarregion – ein saftiges Cordon Bleu à la crème basteln.   Der kleine Italo Salat war mit einem Allerweltsdressing auf Joghurtbasis angemacht. Der Italienische Salat vom Kollegen Da hielt sich die Freude bei seinem Besteller natürlich in Grenzen. Denn auch optisch machte der Salatteller nicht viel her. Dass er dennoch komplett vertilgt wurde, lag in erster Linie am Bärenhunger meines Gegenübers. Gut, die verwendeten Zutaten machten ebenfalls einen frischen Eindruck. Meins wäre das trotzdem nicht gewesen.   Ich war gespannt, ob sich der Dressing Overkill auch bei den Beilagensalaten fortsetzen sollte. Das tat er Essig und Öl sei Dank nicht. Beilagensalat „Geht doch!“ hörte ich meinen Pommes Partner erleichtert raunen. Apropos frittierte Kartoffelstäbchen. Diese wurden auf einem Metall Oval für uns beide serviert. Ein ansehnlicher Frittenhügel, der appetitlich aussah und nach frischem Fett duftete. Pommes für Zwei ...Haushalte ; Zu diesem Zeitpunkt sahen wir uns bereits vor den Karnivoren Kadi gezerrt und spachtelten um unser Leben.   Die Portionen fielen wie zu erwarten – üppig bemessen aus. Auch lebte der Küchenchef seinen unverkennbaren Hang zu sahnigen Saucen gnadenlos aus. Unter der Café de Paris Variante drohten die saftigen Schweinemedaillons meines Kollegen zu ertrinken. Lende Café de Paris Auch beim Doppel Fleisch Agenten daneben sah es nicht besser aus. Zwar hochzufrieden mit den Gargraden seines Rinderhüftsteaks und seiner Lendenfetzen, meldete auch der Saucenpegel seines Tellers „fleischunter“. Schweinemedaillons und Rinderhüftsteak unter zwei Soßen versteckt Die Senfsahnesoße schien der dem Namen nach aus Pariser Kaffeehäusern stammenden Tunke geschmacklich den Schneid abzukaufen. Die Lende, sicherlich kein „Prime Swine“, war jedoch von ordentlicher Qualität und zudem auf den Punkt gebraten.   Mein Cordon Bleu kam höchstwahrscheinlich direkt aus der Fritteuse oder Pfanne , da seine Panade noch recht fettig vor sich hin glänzte. Das Cordon Bleu Gut, man hätte dieses nach dem Brutzeln mit etwas Küchenpapier noch aufsaugen können, aber das ist Jammern auf fettarmem Niveau. Das Kalbfleisch war indes herrlich zart geraten und auch mit der Schinken Käse Füllung konnte ich gut leben. Natürlich stellte dieses Rustikalgericht gewisse Anforderungen an den zivilisationsmüden Magen Darm Trakt. Da war die verdauungsfördernde Wirkung meiner Hopfenkaltschale gefragt.   Positiv empfand ich die Tatsache, dass man mir die Extrasoße separat in einem Schälchen reichte. Champignonrahmsoße Manche schwören ja auf diese knapp an der vertretbaren Salzobergrenze befindlichen, mit ordentlich Speisestärke eingedickten Würztunken und können selbst der maggi esken Form des Abschmeckens noch positiven Gaumenbitzel abgewinnen. Vor allem Freunde der gekörnten Brühe erweisen sich gerne als aufrechte Pulver Patrioten. Ich zähle da nicht dazu und allein schon deshalb war es mir sehr recht, dass der latent überwürzte Beiguss à part serviert wurde. Als Dip für die Pommes erfüllte er nämlich seinen Zweck, da man sich erstaunlicherweise mit dem Salzen der Fritten vornehm zurückgehalten hatte.   Dass die von mir georderte Zusatzsoße gar nicht auf der Rechnung erschien, merkte ich erst beim Schreiben dieser Zeilen. Wahrscheinlich wurde sie einfach vergessen.   Nach unserem herzhaften Hausmannsschmaus, dessen Portionsgrößen einen süßen Abschluss obsolet machten, sollten 2cl von der 40% igen Mirabelle 3,50 Euro den aufrechten Gang nach vollzogener Sättigung garantieren. Mirabelle liquide Die fast schon obligatorische Tasse Kaffee 2,50 Euro meines Kollegen durfte da natürlich nicht fehlen.   Schade, dass ich den Schoggelgaul nie zu Zeiten des früheren Küchenchefs Jules Vincent besucht habe. Von daher kann ich auch keinen Qualitätsvergleich ziehen. Aber wer auf handfeste Speisung aus ist und kein Problem mit voluminösen Saucen hat, der wird sich hier wohlfühlen. Zumal der sehr herzlich agierende Service und das heimelige Ambiente des Gasthauses, das mit seinem lauschigen Biergarten besonders im Sommer zum Verweilen einlädt, kleinere Unwägbarkeiten bei der Küche kompensieren."

Ganze Speisekarte - 10 Optionen

Alle Preise sind Schätzungen auf Menü.

Salate

Rindfleischgerichte

Rindfleisch

Schnitzel

Suppen

Wrap

User User

Anfang Juni trafen sich drei der vier „Wörther Schlemmerboys“, um gemeinsam einen herzhaften Abend im Herzen der Fleischnahrung zu verbringen. Es war wieder langsam... Der vierte in der Spule musste das Risiko durch die Corona vermeiden. Aber wir sind gute Dinge, die wir ihn auch wieder in unserem kollegialen Gaumenkreis begrüßen können. Das Schoggelgaul = Peeling für Schaukelpferd in Pleisweiler ist seit 30 Jahren erhältlich. Es ist ein altmodischer Familienplatz, den ich wahrscheinlich schon 1000 Mal gefahren habe. Aber nur eine Radtour während der Abriegelung, die einen Blick auf das gutbürgerliche Angebot in der Vitrine erlaubte, machte das Projekt zurück zur Kontur. Ein Tisch für drei P...

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Marco
Marco

Anfang Juni trafen sich drei von vier „Wörther Schlemmerboys“, um miteinander einen herzhaften Herrenabend bei deftiger Fleischkost zu verbringen. Es wurde ja auch langsam wieder Zeit…   Der Vierte im Bunde musste coronabedingt das Risiko meiden. Aber wir sind guter Dinge, dass wir auch ihn bald wieder in unserem kollegialen Gaumenzirkel begrüßen dürfen.   Den Schoggelgaul =pfälzisch für Schaukelpferd in Pleisweiler gibt es schon seit 30 Jahren. Es ist ein alteingesessenes Familienlokal, an dem ich bestimmt schon gefühlte 1000mal vorbeigefahren bin. Doch erst eine Radtour während des Lockdowns, die einen Blick auf das gutbürgerliche Speiseangebot im Schaukasten erlaubte, ließ das Vorhaben do...

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  • Cafés Charmante Cafés bieten eine Vielzahl von frisch gebrühten Kaffees und Tees, zusammen mit leichten Snacks, Gebäck und Desserts. Perfekt für einen morgendlichen Energieschub oder einen nachmittäglichen Genuss in einer gemütlichen Atmosphäre.
  • Fast Food Genießen Sie eine Vielzahl von schnellen und köstlichen Mahlzeiten, die sich perfekt für unterwegs eignen. Von saftigen Burgern und knusprigen Pommes Frites bis hin zu erfrischenden Getränken – unser Fast-Food-Menü stillt Ihre Gelüste mit schnellem Service und unwiderstehlichen Aromen. Speisekarte ansehen
  • Asiatisch
  • Vegetarisch Freuen Sie sich auf unsere lebhafte Sammlung vegetarischer Gerichte, die mit den frischesten Grünen, reichen Aromen und herzhaften Gewürzen zubereitet werden. Genießen Sie einen gesunden, köstlichen Teller, der die besten Zutaten der Natur feiert.

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Kapeller Hopfestubb

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"Über die Kapeller Hopfestubb habe ich schon mehrfach berichtet. Sie zählt seit etlichen Jahren zu meinen Pfälzer Lieblingsadressen. Küchenchef Marc Wendel bringt hier seit 2011 Hausmannsköstliches mit Anspruch und Saisonbezug auf die Teller.   Auch blickt er gerne über den kulinarischen Horizont seiner gutbürgerlichen Regionalküche hinaus und lässt sowohl mediterrane, als auch asiatische Akzente in seine Gerichte einfließen. Wie familiär es hier zugeht, spürt man gleich beim Eintritt in die gemütliche Gaststube. Hier hat Marcs Mutter Manuela das Sagen, denn sie leitet den Service in der Hopfestubb mit ganz viel Herz und einer gehörigen Portion Pfälzer Charme.   Ein durch und durch sympathischer Familienbetrieb, der „nebenbei“ ein Gästehaus mit Apartments und Doppelzimmern unterhält und dazu noch ein kleines Weingut betreibt. Woher die liebenswürdige Gastgeberfamilie Wendel die Zeit und Energie aufbringt, all das so erfolgreich unter einen Hut zu bringen, frage ich mich bei jedem Besuch.   Im August vergangenen Jahres kam es dort auf der sonnigen Terrasse zu einer ungewohnten, bis dato einmaligen Zusammenkunft. Meine Schwiegereltern aus Bremen waren für ein paar Tage zu Besuch in der Pfalz. Zeitgleich hatte ein auf diesem Portal nicht unbekannter Garmischurlauber samt Anhang auf der Rückreise einen Stopp in der Pfalz eingelegt.   Da ich nicht unwesentlich an der Wahl ihrer Unterkunft beteiligt war – sie residierten ganz feudal bei der Familie Wendel im Gästehaus – schlug ich vor, den letzten Abend ihres Kurztrips bei handfester Heimatküche in der Hopfestubb zu verbringen. Dagegen hatten auch meine Schwiegereltern nichts einzuwenden, war ihnen dieses gepflegte Gasthaus vom letzten Besuch noch in bester Erinnerung geblieben.   Guter Wein und noch besseres Essen in so unmittelbarer Nähe. Da war der angehende Teilzeitpfälzer aus dem Bergischen natürlich sofort dabei und reservierte einen großen Tisch auf der Wendel’schen Sommerterrasse. Selten war sein Fußweg zum Ort des Genusses kürzer. Hemmungsloser Alkoholkonsum schien vorprogrammiert.   Die Augustsonne strahlte mit Vehemenz auf die idyllisch gelegene Veranda, die sich im hinteren Teil des Anwesens befindet. Nach der wie immer sehr herzlichen Begrüßung durch die Hausherrin Manuela Wendel, durchquerten wir die beiden Gasträume und trafen auf ein gut gelauntes Pärchen, das sich tiefenentschleunigt – die sedierende Wirkung von Apéro und Brunnengeplätscher hatte anscheinend schon eingesetzt – auf den mit bequemen Sitzpolstern ausgestatteten Terrassenstühlen räkelte.   Wo treffen sich Bremer und Solinger am liebsten? Natürlich in Pfälzer Weinlanden – wo denn sonst? Dem geselligen Miteinander stand von da an nichts mehr im Wege und im lockeren Plausch genossen wir die gelöste Abendstimmung im Kreise unserer Familie und Freunde. Die zweiköpfige Reisegruppe aus der Klingenstadt bekämpfte sogleich mit Hugo und Hefeweizen ihren ersten Durst.   Da musste ich quasi mit einer zitronigen Sommerschorle (Riesling mit Lemon, Eiswürfel und Limette für 5 Euro den Schoppen nachziehen. Meine Frau griff auf ihren beliebten „Traubenbitzler“ (0,25l für 4 Euro , einen alkoholfreien Traubensaftcocktail mit geeisten Weintrauben, zurück. Mineralwasser der Marke Bellaris (0,75l für 5 Euro und diverse Gerstensäfte aus dem Hause Bellheimer bevölkerten ebenfalls unseren Tisch.   Wie immer gab es als kleinen Appetizer ein Stück ofenwarme Quiche. Mini Zwiebelkuchen zum Amuse Diesmal in Form eines angenehm duftenden Mini Zwiebelkuchens, der lediglich von ein paar Spritzern Balsamico Reduktion begleitet auf dem Amuseteller landete. 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Und wenn dieses Knoblauchmonster seinen Vertilger tatsächlich an alte Steakhaustage erinnerte, so freut es mich umso mehr, dass er hier auf einer Pfälzer Terrasse sein juveniles Gaumengedächtnis wieder auffrischen durfte.     Das Knoblierwunder von Kapellen! Apropos frisch: Gerüch(t en zufolge soll die Heimfahrt am nächsten Tag bei offenem Verdeck zurückgelegt worden sein. In diesem Kontext mehr als verständlich.   Auch ich hatte es mit einem medium gebratenen Stück aus dem argentinischen Rinderrücken zu tun, ließ mir dieses aber mit frischen Pfifferlingen und einem stolzen Hügel Parmesanrisotto servieren. Mein Rumpsteak mit frischen Pfifferlingen und Parmesan Risotto Die dafür abgerufenen 27,90 Euro fand ich äußerst fair, zumal der „Men’s Cut“ ordentliche 250 Gramm Rindfleisch im perfekten Gargrad auf den Teller brachte. Bei Anschnitt: Rosa! Gut, der regionale Aspekt kam beim Fleisch de facto zu kurz, aber erstens passte die Qualität und zweitens muss sich solch ein Steak ja auch für den Gastronomen irgendwie rechnen. Allzu dogmatisch sollte man da nicht (jedes Mal rangehen. Sind ja schließlich nicht bei „Nobelbart und Putzig“…   Auch die sautierten Pfifferlinge gerieten so wie sie müssen. Sie waren von ausgezeichneter Beschaffenheit. Lediglich der mit würziger Parmesannote aufgetischte Risotto hätte durchaus schlonziger ausfallen dürfen – ja müssen. Noch mal das Rumpsteak (diesmal in Lee Lage zum Risotto Hügel Dem italienischen Wohlfühlklassiker unter den Reisgerichten fehlte es schlicht und ergreifend an Cremigkeit. Gut, dass mit einer großzügig beigegossenen, gehaltvollen Regent Jus die Süffigkeitsverhältnisse auf dem Teller wieder ins Gleichgewicht gebracht wurden.   Die auf Stammgastniveau bechernde Pfalzweindrossel aus der Metropolregion Rheinland gönnte sich zum süßen Abschluss noch eine Sorbet Variation in den Geschmacksfarben Cassis, Ananas und Kokos. Leider musste ich auf den geeisten Schulterschluss mit dem Schlemmerspezi verzichten, da es an der Zeit war, die Kleine ins Bett zu bekommen.   Ja, die drei Tage und Abende mit der Solinger Genussfraktion gingen wirklich rasend schnell vorbei. Die Erinnerung daran tut gut und lässt mich auf ihr Comeback im Sommer hoffen. Die kulinarische Landkarte der Pfalz bzw. des Elsass (auch Baden sollte nicht unerwähnt bleiben hat noch so viel zu bieten, da werden uns die gemeinsamen Genussmomente so schnell nicht ausgehen."

Kamel's Mediterranes Pizzeria Hamburger-house

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Speisekarte • Sushi • Pizza • Asiatisch • Mexikanisch


"Bei Kamels gibt es von fast jedem Gericht eine vegane Version, egal ob Pizza, Burger oder Pasta. Da fällt die Auswahl schwer! Da ich zuvor eine herzhafte und sättigende Mahlzeit hatte, holte ich mir eher einen Salat, aber der freundliche und aufgeschlossene Besitzer Kamel sagte mir, ich solle mir einen Salat zu Hause holen und eines ihrer Specials auswählen. Haha, wie recht, ich habe die Pizza mit Grillgemüse, veganem Käse, veganem Cordon Bleu und fermentiertem Tofu „Feto“ der deutschen Tofu-Marke Taifun genommen). Verrückte Kombination, würde ich zu Hause nicht machen, haha. Trotzdem sehr gut, mein Mann genoss eine vegetarische Pizza. Die Pizza ist nicht italienisch, ob mit amerikanischer Kruste, eher wie in meiner Vorstellung eine sehr gute Lieferpizza - sollte leider meistens nicht der Fall sein). Der Boden ist sehr dünn, der Teig aus der Kruste ist ziemlich gleichmäßig und eher knusprig als weich, aber nicht überbacken. Mein Mann und ich haben auf der Pizza etwas mehr Salz vermisst, was komisch ist, da Lebensmittel wie diese IMMER mehr als genug Salz enthalten. Sie servieren keinen Alkohol, für mich vollkommen in Ordnung, da ich nicht trinke, aber vielleicht ein wenig enttäuschend für einige, die ein Glas Wein oder ein kaltes Bier mit dieser herzhaften Art von Essen genießen. Ich bekam ein überraschendes alkoholfreies Getränk, das vom Besitzer hergestellt wurde, mit etwas Minz-Anis-Aroma, etwas zu süß für mich persönlich, aber lecker und erfrischend! Toll, dass es in der kleinen Stadt Bad Bergzabern ein Restaurant mit nicht zufällig so vielen außergewöhnlichen veganen Optionen gibt."